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Krefeld Pinguine
Die letzte Reise des Jahres

Krefeld Pinguine: Die letzte Reise des Jahres
Aus Berlin brachten die Pinguine zwei Punkte mit. FOTO: dpa, soe
Krefeld. Nach dem Sieg in Berlin machten sich die Krefelder gestern auf den 749 Kilometer langen Weg zum Auswärtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings. Der Einsatz von Verteidiger Nick St. Pierre ist sehr fraglich. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Die letzte Reise des Jahres zu einem DEL-Auswärtsspiel war für die Pinguine gestern gleichzeitig die längste. Exakt 749 Kilometer waren es von der Mercedes-Benz-Arena in Berlin bis zum Hotel Mercure im Schwenninger Stadtteil Villingen. Nach einem Zwischenstopp in der Raststätte "Himmelkron" im Fichtelgebirge trafen die Krefelder gegen 21 Uhr in ihrer Unterkunft ein. Trainiert wurde nicht mehr. Heute lockern die Spieler ihre Beine um 10 Uhr beim Pre-Game-Skating in der Helios-Arena von Schwenningen, ehe sie dort am Abend mit den Wild Wings die Schläger kreuzen. Im Kellerduell können die Schwarz-Gelben ihre Rote Laterne mit einem Sieg in der regulären Spielzeit im Schwarzwald lassen. Das würde dem Team zum Jahreswechsel im Kampf um einen Pre-Play-off-Platz sicher noch einen zusätzlichen Motivationsschub geben.

Wie wichtig und wertvoll der Sieg am Mittwochabend in Berlin war, zeigte sich nicht nur beim kollektiven Jubel auf dem Eis, sondern auch hinterher im Hotel, das gegenüber der Arena liegt und vor dem fast 30 KEV-Fans ihre Lieblinge feierten. Team-Manager Robin Kohl organisierte noch schnell eine Getränkerunde, als Trainer und Spieler eintrafen. "Es ist wichtig, dass wir in dieser Phase so viel wie möglich zusammen sind. Ein Bier dürfen sich die Spieler jetzt ruhig gönnen", sagte Rick Adduono. Der Trainer war voll des Lobes, wie sich seine Schützlinge den 3:2-Erfolg nach Verlängerung verdienten. Daran änderte auch der ein oder andere Fehler nichts, der den Krefelder Fans auf den Rängen fast den Atem verschlug. Besonders Maxi Fabers No-look-Pass vor das eigene Tor im Schlussdrittel hätte den Sieg kosten können. Zum Glück war gerade kein Eisbär zur Stelle. "Junge Spieler dürfen bei mir Fehler machen. Daraus lernen sie", sagte Adduono. "Endlich ein Sieg, es geht bergauf. Wir haben 60 Minuten gutes Eishockey gezeigt", erklärte Faber nach dem Spiel. Er freue sich, dass der Coach ihm das Vertrauen schenkt: "Ich schaue jetzt von Spiel zu Spiel und freue mich über jede Minute Eiszeit." Zu seinem Scorerpunkt bei der 1:0-Führung sagte er: "Als Pittsi hey, hey rief, habe ich ihm den Puck zugespielt. Dann hat er mit einem tollen Schuss getroffen."

Ob Rick Adduono heute seine Mannschaft unverändert aufs schicken kann, ist sehr fraglich. Verteidiger Nick St. Pierre, der sich in Berlin im letzten Drittel an der linken Schulter verletzte, droht auszufallen. Sollte er passen müssen, wird Mike Little in die Abwehr und Mark Mancari in den Sturm zurückkehren. Die Bilanz gegen die Wild Wings ist in dieser Saison bisher positiv. Beim ersten Aufeinandertreffen im Schwarzwald gewannen die Pinguine mit 4:3 nach Penaltyschießen. Dabei sicherte Herberts Vasiljevs den Zusatzpunkt. Im König-Palast hieß es am Ende 3:1 für Krefeld. Trainer Adduono sagte gestern zum heutigen Gegner: "Schwenningen hat einen sehr guten und erfahrenen Trainer und ist in Überzahl gefährlich. In dieser Saison ist die Mannschaft wie eine Wundertüte."

Quelle: RP
 
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