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Krefeld Pinguine
Die Siegesserie in Mannheim ist zu Ende

Krefeld Pinguine: Die Siegesserie in Mannheim ist zu Ende
Torwart Patrick Galbraith hatte gestern in Mannheim maßgelblichen Anteil an der sehr guten Defensivleistung der Pinguine. Besonders im ersten Drittel, als die Adler viel Druck machen, war der Däne nicht zu bezwingen. FOTO: sörli binder
Krefeld. Die Krefeld Pinguine mussten sich gestern in der SAP-Arena den Adlern trotz einer guten Defensivleistung mit 1:4 geschlagen geben. Diesmal war das Überzahlspiel erfolglos. Morgen Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Erneut mussten sich Pinguine in einem engen Match geschlagen geben. Beim bisher erfolgreichsten Heimteam der Liga mussten sich die Krefelder nach einer insgesamt guten Leistung mit 1:4 geschlagen geben. Diesmal war das Überzahlspiel der Schwarz-Gelben nicht effektiv genug. Sonst wäre nach vier Siegen in Folge in Mannheim erneut etwas Zählbares drin gewesen. Jetzt gilt es, die gestrige Defensivleistung morgen im letzten Heimspiel vor der Deutschland-Cup-Pause gegen Nürnberg (erstes Bully 19 Uhr) zu bestätigen und mehr Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor zu zeigen. Mit der Unterstützung der KEV-Fans kann dann der langersehnte zweite Saisonerfolg auf eigenem Eis gelingen.

Da die Pinguine überpünktlich in der Quadratestadt eingetroffen waren, blieb noch Zeit für Kaffee und Kuchen im Mannschaftbus. "Es wird heute sehr schwer, hier etwas gegen diese Top-Mannschaft mit einem Etat von 15 Millionen mitzunehmen. Sie haben in allen vier Reihen eine sehr hohe Qualität. Uns kann hier nur eine Überraschung gelingen, wenn jeder Spieler über 60 Minuten bei 100 Prozent ist. Wir müssen in der Abwehr sehr gut stehen, dürfen keine Fehler machen und dürfen nicht versuchen, mit den Adlern mit zu spielen", sagte Franz Fritzmeier, ehe er mit seinem Team in die Kabine begab. Geschäftsführer Carsten Krippner, der bei seinen Schwiegereltern in Göppingen zu Besuch weilte, machte einen Abstecher in den Adlerhorst und verfolgte das Warm-Up von der Spielerbank aus.

Bereits nach 50 Sekunden drohte den Pinguinen Gefahr, als Kyle Klubertanz Stürmer Wolf unsanft am Torschuss hinderte und auf die Strafbank musste. Seine Teamkollegen hielten sich mit gutem Unterzahlspiel schadlos und nahmen sich den Auftrag ihres Trainers, Fehler zu vermeiden, zu Herzen. Es dauerte bis zur 8. Minute, ehe Daniel Sparre frei zu Schuss kam und Patrick Galbraith zu einer tollen Abwehr zwang. Der Däne war wie erwartet für Niklas Treutle ins Tor gekommen. Ansonsten ließ Fritzmeier sein Team unverändert, das mit sehr viel Disziplin, Konzentration und einer taktisch klugen Defensivleistung den Gastgebern weiter das Leben schwer machte. Lediglich bei einer Großchance von Reul musste Galbraith in höchster Nor retten. Die Pinguine versuchten immer wieder, bei Kontern für Gefahr zu sorgen. Dabei ergab sich für Marcel Müller eine gute Torchance. Allerdings wurde er hart bedrängt und konnte den Puck nur mit einer Hand am Schläger Richtung Tor befördern und scheiterte an Torwart Endras (17.). Bis zur ersten Pause waren die Gäste in Überzahl, blieben aber harmlos.

Acht Sekunden Überzahl blieben den Pinguinen zu Beginn des Mitteldrittels. Fritzmeier schickte aber nicht seine erste Powerplayformation mit vier Stürmern aufs Eis, sondern die erste Sturmreihe. Daniel Pietta nutzte an der blauen Linie einen Fehler von N. Goc und bediente Dragan Umicevic. Der Schwede ließ Torwart Endras bei seinem siebten Saisontreffer ohne Abwehrchance. Die Antwort der Adler folgte auf dem Fuße. Neuzugang Adam wurde nicht energisch genug gestört und erzielte aus kurzer Distanz den Ausgleich (25.). In Überzahl vergaben die Schwarz-Gelben die Chance, erneut in Führung zu gehen. Das gelang dann den Mannheimern. Nach einem Schlagschuss von Kolarik lief das Spiel zwar weiter, doch nach der nächsten Spielunterbrechung bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis. Und tatsächlich, der Puck war gegen das hintere Torgestänge geprallt. Bis zur zweiten Pause waren die Pinguine häufiger vor dem Tor der Adler zu finden als im gesamten ersten Drittel. In Überzahl scheiterte Tim Hambly bei einem Abpraller an Torwart Endras.

Ihre Restüberzahl ließen die Pinguine zu Beginn des Schlussdrittels ungenutzt und kamen bis zur 50. Minute noch drei Mal in Überzahl, aber der Aufbau klappte nicht. Bei einem Break von Wolf verhinderte Galbraith die Vorentscheidung. In den letzten zehn Minuten schickte Fritzmeier nur noch drei Reihen aufs Eis. Die machten Druck und drängten auf den Ausgleich. Doch entweder waren die Aktionen nicht zwingend genug, oder Torwart Endras war glänzend postiert. Die mangelnde Ausbeute in Überzahl rächte sich dann, als die Adler mit ihrer zweiten Torchance des Drittels durch Kink für die Vorentscheidung sorgten. Als Galbraith bereits in der 58. Minute sein Tor verlassen hatte, sorgte Arendt für den Endstand.

Quelle: RP
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