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Krefeld Pinguine
Ein verdienter Arbeitssieg der Pinguine

Krefeld Pinguine: Ein verdienter Arbeitssieg der Pinguine
Es war ein sehenswerter Treffer, den Daniel Pietta (Mitte) gestern im Spiel gegen die Fischtown Pinguins zur 3:2-Führung für die Krefelder erzielte. Obwohl er gefoult wurde - der Hauptschiedsrichter zeigt die Strafe bereits an - beförderte er den Puck im Fallen ins Bremerhavener Tor. FOTO: samla
Die Krefelder gewannen gestern Abend ihr Auswärtsspiel bei DEL-Neuling Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 5:2. Nur im zweiten Drittel taten sich die Schwarz-Gelben schwer. Der Paradesturm erzielte alleine vier Treffer. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns, Bremerhaven

Beim Kurzausflug an die Nordsee katapultierten sich die Pinguine mit einem 5:2-Erfolg gegen die Fischtown Pinguins von Platz 13 auf Platz sieben der Tabelle und können sich nun gelassen auf das Heimspiel am Freitag gegen den Deutschen Meister München vorbereiten. Dank ihrer Cleverness und ihrer individuellen Klasse feierten die Krefelder bei ihren Artgenossen von der Küste einen verdienten Arbeitssieg. Lediglich mit der Leistung im zweiten Drittel konnten die mitgereisten 50 KEV-Fans nicht zufrieden sein.

Ohne Probleme und überaus pünktlich waren die Krefelder gestern Nachmittag an der Nordsee eingetroffen. "Bremerhaven ist neu in der Liga und heiß wie Frittenfett. Die haben sich nach der Vorbereitung noch mit zwei oder drei guten Spielern verstärkt, die dem Kader mehr Tiefe geben. Wir müssen cool bleiben und unsere läuferische und spielerische Klasse ausspielen, dann haben wir eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen," sagte Franz Fritzmeier vor dem Spiel im Gespräch mit unserer Zeitung. Er war froh, dass Daniel Pietta am Morgen von den Ärzten grünes Licht für den Einsatz bekam. So ging das Team mit unveränderten Reihen aufs Eis. Im Tor bekam Patrick Galbraith wieder den Vorzug. Pinguins-Coach Thomas Popiesch musste auf drei Stammkräfte verzichten. Dafür konnte er erstmals auf Förderlizenz-Stürmer Tobias Kircher aus Heilbronn zurückgreifen. Beim Warm-Up wird sich Popiesch beim Blick auf die gelben Trikots der Krefelder an seine Zeit beim KEV erinnert haben, wo er zwischen 1991 und 93 in 96 Spielen 11 Treffer erzielte.

Heiß wie Frittenfett sind derzeit auch die Fans der Pinguins. Das war schon vor dem Stadion deutlich zu spüren und erinnerte an alte KEV-Zeiten, als die Krefelder nach der Rückkehr in die Bundesliga ihre ersten Punktspiele in der Rheinlandhalle bestritten. Mit fast 4000 Zuschauern war die schmucke Arena für einen Dienstagabend sehr gut gefüllt. Sie sahen eine Heimmannschaft, die hochmotiviert und beherzt das Match begann. Torwart Galbraith bekam gleich viel zu tun und hatte bei einer Strafe gegen Mike Collins Glück, dass Maschmeyer nur den Pfosten traf. Aus dieser Situation entwickelte sich ein Konter der Gäste. Christian Kretschmann wurde von Tim Hambley auf die Reise geschickt, der Torwart Nieminen keine Abwehrchance ließ. Das lähmte ein wenig den Elan der Hausherren, die froh sein konnten, dass die Pinguine nahtlos am Auslassen von Großchanen aus dem DEG-Spiel anknüpften. Marcel Müller scheiterte bei einem Alleingang am Torwart. Für Kevin Orendorz war an alter Wirkungsstätte auf dem Weg zu seinem ersten Saisontreffer die Latte im Weg. Auch Vasiljevs und Collins blieben im Abschluss glücklos. Das rächte sich. Links hinter dem Krefelder Tor beförderte Bordson den Puck nach vorne, der von Galbraiths Schonerrückseite ins Tor prallte (17.).

Zum Glück stellte Dragan Umicevic nur 55 Sekunden später mit einem herrlichen Rückhandtreffer den alten Abstand wieder her. Fast mit der Pausensirene setzte Müller aus kurzer Distanz den Puck neben das leere Tor. Im Mitteldrittel verflachte das Spiel zusehens. Höhepunkte waren jetzt Mangelware. Die Pinguine fanden überhaupt nicht ihren Rhythmus. Die Gastgeber standen jetzt defensiv auch kompakter, ohne die Offensive zu vernachlässigen. Der Lohn war der Ausgleich. Hooton fälschte mit dem Rücken zum Tor einen Schuss mit der Schlägerspitze unhaltbar ab.

In der zweiten Pause dürfte Trainer Fritzmeier nicht gerade leise auf seine Schützlinge eingeredet haben, die dann nämlich sichtlich gewillt waren, das schlechte zweite Drittel vergessen zu machen. Knapp drei Minuten nach Wiederbeginn tankte sich Pietta nach einem Pass von Hambly durch, ließ sich auch durch einen Stockschlag in die Beine nicht stoppen und beförderte den Puck bei angezeigter Strafe im Fallen wunderschön mit der Rückhand ins kurze obere Eck. Und dann kam Müller doch noch zu seinem Treffer, der im Slot gegen zwei Bremerhaven gar nicht so leicht zu erzielen war. (54.). Damit war der dritte Auswärtssieg in Folge der Schwarz-Gelben unter Dach und Fach. Als Torwart Nieminen seinen Arbeitsplatz schon verlassen hatte, sorgte Umicevic mit seinem zweiten Treffer für den Schlusspunkt.

Quelle: RP
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