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Teil zwei der Derbywoche
Pinguine erwarten hungrige Haie

Eishockey: Krefeld Pinguine erwarten hungrige Kölner Haie
Am 15. November beim Auswärtsspiel in Köln war Patrick Klein ein sicherer Rückhalt der Pinguine. Ob er auch heute wieder im Tor steht, will Trainer Rick Adduono heute nach dem Abschlusstraining entscheiden. FOTO: ISPFD
Del. Die Krefelder kreuzen im König-Palast ab 19.30 Uhr mit den Kölnern die Schläger, die unter ihrem neuen Trainer Draisaitl wieder in der Erfolgsspur sind. Am Sonntag sind die Schwarz-Gelben in Schwenningen zu Gast. Von H.-G. Schoofs und Jofsf Hermanns

Teil zwei der Krefelder Derbywoche! Nach dem Duell am Dienstag gegen die DEG, stellt sich heute Abend mit den Kölner Haien der nächste rheinische Rivale der Pinguine im König-Palast vor. Neben einer Portion Glück benötigen die Pinguine vor allem mehr Durchschlagskraft im Angriff als vor drei Tagen. Dafür wäre Torjäger Jordan Caron genau der richtige Mann. Doch der Kanadier liegt weiter auf Eis und wird genau wie Verteidiger Patrick Seifert vielleicht in einer Woche wieder zum Einsatz kommen.

"Die Haie spielen seit dem Trainerwechsel etwas schneller. Sie haben die letzten beiden Spiele gewonnen. Wir müssen von Beginn an hellwach sein", sagte Rick Adduono gestern. Er wird seine Reihen unverändert aufbieten. Wer im Tor steht, entscheidet der Trainer heute nach dem Abschlusstraining.

Mit 5:3 gewann Krefeld beim ersten Saisongastspiel der Haie. Heute wird den Schwarz-Gelben aber ein ganz anderes Team gegenüber stehen, jedenfalls was Einstellung und Taktik angeht. Denn die Handschrift des neuen Trainers Peter Draisaitl ist schon zu erkennen. "Wir spielen jetzt kompakter, haben nicht mehr so eine große Lücke zwischen den Stürmern und den Verteidigern. Das führt dazu, dass die gegnerischen Stürmer mit weniger Tempo auf unsere Verteidiger kommen", sagt Stürmer Philip Gogulla. Draisaitl lebt Köln ("Ich bin dankbar für jeden Tag in diesem großartigen Klub"). Er zeigt Emotionen, spricht viel, scherzt und redet Klartext ohne die typischen Sportler-Floskeln. Peter Draisaitl ist der Anti-Clouston. Die Unterschiede zum oft eisig wirkenden Vorgänger sind eklatant. Während der Spiele steigt Draisaitl auf der Spielerbank umher, spricht viel mit seinem Team, gibt Anweisungen - und lässt vor allem Emotionen zu. Da wird gelacht, hitzig diskutiert und auch mal ein Schiedsrichter angepflaumt. Dazu kommen taktische Umstellungen, die greifen. Überbewerten sollten die Pinguine den Aufwärtstrend beim Gegner nicht. Der Kölner Sieg bei der DEG war am Ende sehr glücklich. Beim Heimerfolg gegen Straubing gab es nur eine geringe Gegenwehr. Mit der Unterstützung der eigenen Fans und der notwendigen Leidenschaft auf dem Eis können die Pinguine heute den hungrigen Haien die Zähne ziehen.

Am Samstag machen sich die Krefelder auf dem Weg in den Schwarzwald, wo am Sonntag (17 Uhr, live bei Sport1) die Schwenninger Wild Wings auf sie warten. Dort haben die Pinguine noch etwas gut zu machen. Schließlich enttäuschten sie dort bei ihrem ersten Saisonauswärtsspiel auf ganzer Linie und unterlagen mit 1:5. "Dass Schwenningen so weit vorne steht, überrascht mich. Aber sie stehen defensiv sehr gut. Trotzdem hoffe ich auf zwei Siege an diesem Wochenende", sagt Adduono.

Nachdem Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz bereits am vergangenen Wochenende gegenüber unserer Zeitung erklärte, dass bis zum Ende der Hauptrunde kein neuer ausländischer Verteidiger verpflichtet wird, bestätigte das gestern auch Matthias Roos. "Angesichts des Zuschauerrückgangs sind dafür keine finanziellen Mittel vorhanden", sagte der Sportdirektor.

Quelle: RP
 
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