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Krefeld Pinguine
Endspurt der Pinguine nicht belohnt

Endspurt der Krefeld Pinguine nicht belohnt
Hier kommt Krefelds Stürmer Mark Mancari vor dem Münchner Tor einen Tick zu spät. Gäste-Torwart Danny Aus den Birken bot gestern einen Klasseleistung und war nicht zu bezwingen. Besonders im Schlussdrittel bewahrte er sein Team vor dem möglichen Ausgleich der Pinguine. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die Krefelder mussten sich gestern Abend im König-Palast vor nur 3667 Zuschauern dem Deutschen Meister EHC München trotz einer guten Leistung mit 0:2 geschlagen geben. Christian Ehrhoff trainierte mit dem DNL-Team. Von H.-G. Schoofs

Obwohl die Pinguine gestern Abend dem Deutschen Meister EHC München das Leben mit einer sehr guten Defensivleistung überaus schwer machten, fehlte ihnen in diesem Duell das nötige Glück, um die ohne fünf Stammspieler angetretenen Gäste bezwingen zu können. Trotz der 0:2-Niederlage verabschiedeten die KEV-Fans ihre Mannschaft mit viel Applaus. Besonders im letzten Drittel drängten die Hausherren mit Macht auf den Ausgleich. Doch der sehr starke Danny Aus den Birken im Tor der Bayern stand wie ein Fels in der Brandung. Bereits heute machen sich die Pinguine auf dem Weg zum morgigen Gastspiel in Schwenningen. Am Sonntag reisen 600 KEV-Fans mit dem Sambazug hinterher. Eine gemeinsame Rückfahrt wird es diesmal nicht geben, da die Mannschaft bereits am Dienstag die Augsburger Panther empfängt.

Die Fans hofften vergeblich, dass sich Christian Ehrhoff als große Überraschung warmlief. Eventuell wird Anfang der kommenden Woche feststehen, wie sich der 34-jährige Verteidiger entscheidet. Das Trikot mit der Nummer 10 ist bereits bestellt. "Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, falls alles mal ganz schnell gehen muss. Wenn er nicht zu uns kommt, kaufe ich das Trikot als Unikat", sagte Geschäftsführer Karsten Krippner. Der Verteidiger trainierte am Mittwoch beim DNL-Team des KEV. Am Donnerstaga wollte er in Grefrath trainieren, sagte aber bei Trainer Karel Lang kurzfristig ab. Gestern hielt sich im König-Palast das Gerücht, Ehrhoff habe sich für einen Klub aus der Schweiz entschieden.

Enttäuschend war gestern für das erste Gastspiel des amtierenden Meisters der Zuschauerzuspruch. Aus München war gerade Mal ein dutzend Fans angereist. Vielleicht traute der Rest dem Team nicht viel zu. Denn das Team trat stark dezimiert an. Im vierten Sturm tauchten zwei Förderlizenzspieler aus Riessersee auf. In der Abwehr half Stürmer Yannik Seidenberg aus. Die Pinguine liefen bis auf Torwart Niklas Treutle gegenüber dem Sieg in Bremerhaven unverändert auf. Die Mannschaft versuchte vom Auftaktbully weg, das Heft in die Hand zunehmen. Das ließen die Gäste nicht zu, die nach zehn Minuten Oberwasser bekamen. Höhepunkte vor beiden Toren waren Mangelware. In der 16. Minute startete Marcel Müller in Unterzahl ein tolles Break, scheiterte aber an Torwart Aus den Birken. Zwei Minuten vor der Pause gingen die Münchner in Führung, weil Tim Hambly am langen Pfosten gegen Jaffray zu spät kam. Sekunden später verhinderte Treutle mit einem tollen Save das 0:2. Das Mitteldrittel begann mit einer guten Einschussmöglichkeit für Marco Rosa, der am Torwart scheiterte. Danach bekam Treutle deutlich mehr zu tun und verhinderte bei einer Strafzeit gegen Nick St.Pierre gegen Jaffray und Abeltshauser das 0:2. In der 35. Minute kamen die Pinguine zu ihrer ersten Überzahl. Trainer Fritzmeier schickte im ersten Block überraschend Martin Schymainski für Dragan Umicevic aufs Eis. Der Ausgleich gelang aber nicht. .Kurz vor der zweiten Pause traf Hambly den Außenpfosten.

Im Schlussdrittel konnten die Pinguine das Match ausgeglichener gestalten. Sie kamen zu ihrer zweiten Überzahl, die alledings nicht lange dauerte, weil Müller sich ebenfalls eine Strafe einhandelte. Als der Torjäger wieder auf dem Eis war, vergab er bei dem bis dahin schönsten Angriff eine Großchance zum Ausgleich. Trainer Fritzmeier stellte seinen Angriff auf drei Reihen um. Christian Kretschmann nahm die Position von Kevin Orendorz ein. In den letzten zehn Minuten setzten die Krefelder alles auf eine Karte und gaben ihre bis dahin gute Defensivtaktik auf. Die KEV-Fans spürten das und feuerten ihr Team lautstark an. Bei einem Konter der Gäste verhinderte Daniel Pietta fast auf der eigenen Torlinie gegen Macek die Vorentscheidung (52.). 96 Sekunden vor dem Ende nahm Fritzmeier seine Auszeit und Torwart Treutle vom Eis. Als die Gäste noch eine Strafe kassierten, schickte der Coach sechs Stürmer aufs Eis. Doch das Bully vor dem Münchner Tor ging verloren. Jaffray bekam den Puck und zielte genau ins leere Krefelder Tor.

Quelle: RP
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