| 00.00 Uhr

Krefeld Pinguine
Erst lahm, dann ohne Glück

Krefeld Pinguine: Erst lahm, dann ohne Glück
Mit einem tollen Solo sorgte Daniel Pietta (re.) gestern im Heimspiel gegen Iserlohn kurz vor Ende des ersten Drittels für den Treffer zum 1:3, als er Roosters Torwart Mathias Lange mit einem Rückhandschlenzer überlistete. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Die Krefelder kassierten gestern im Heimspiel gegen Iserlohn ihre fünfte Niederlage in Folge und rutschten auf den 13. Tabellenplatz ab. Nach dem 1:3-Rückstand bewies die Mannschaft Moral, wurde dafür aber nicht belohnt. Von H.-G. Schoofs

Die Pfiffe der KEV-Fans hielten sich nach Spielende in Grenzen. Das lag hauptsächlich an der Moral der Pinguine, die nach schwachem Beginn und einem 1:3-Rückstand mit großem Willen und Kampfgeist versuchten, das Match noch zu drehen. Doch das Scheibenglück blieb bis zum Schluss auf Seiten der Gäste aus dem Sauerland, für die der erste Saisonsieg (4:2) ein Befreiungsschlag war. Dagegen befinden sich die Krefelder nach fünf Niederlagen in Folge im Tal der Tränen. Ob es schnell wieder bergauf gehen wird, ist angesichts der schweren Aufgaben, die am kommenden Wochenende gegen Wolfsburg und Berlin anstehen, kaum zu erwarten. Spielerisch sind die Krefelder noch lange nicht dort angekommen, wo sie angesichts der gestiegenen Qualität im Kader hinkommen müssen.

Die vier Niederlagen in Folge wirkten sich zwangsläufig auf das Zuschauerinteresse für dieses Kellerduell aus. Wenigstens kamen aus Iserlohn mit gut 300 Fans doch mehr als erwartet. Auch die Karten-Sammelaktion des Tenniskreises Krefeld mit gut 300 Tickets tat der Kulisse gut. Franz Fritzmeier hatte sein Team im Vergleich zur Niederlage in Ingolstadt leicht verändert. Verteidiger Mike Little rückte wieder von Beginn an in die Abwehr. Dafür musste Steve Hanusch zusehen. Im Angriff entschied sich der Coach für vier komplette Sturmreihen. Vor dem ersten Bully wurde Daniel Pietta unter großem Beifall für sein Jubiläum (600 DEL-Spiel) geehrt. Neben Blumen erhielt der werdende Vater einen Gutschein für die Ausstattung des Kinderzimmers.

Beide Trainer machten vor dem Spiel deutlich, dass sich ihre Teams viel vorgenommen hatten. Das war zunächst hauptsächlich bei den Gästen zu erkennen, die viel Druck machten. Erst bei der ersten Strafe gegen Iserlohn tauchten die Pinguine im gegnerischen Drittel auf, blieben aber zu harmlos. Besser machten es die Roosters, als Pietta auf der Strafbank saß und Down mit einem platzierten Schuss ins lange untere Eck traf. Das verunsicherte die Krefelder noch mehr als schon zuvor. Auch ihre zweite Überzahl blieb ohne Wirkung. Dann patzte erst Kyle Klubertanz, der Down zu spät angriff, dann Patrick Galbraith, der den Schuss des Iserlohner Stürmers am kurzen Pfosten passieren ließ (14.). Vier Minuten später war dem Torwart in Unterzahl die Sicht versperrt, als es nach einem Schuss von Fischer erneut hinter ihm einschlug. Trainer Fritzmeier nahm seine Auszeit und redete kurz und heftig auf seine Schützlinge ein, die noch eine Strafe gegen Herberts Vasiljevs überstehen mussten. Das gelang besonders gut, weil Pietta bei einem Break mit einer tollen Einzelleistung auf 1:3 verkürzte (19.).

Dieser Treffer gab den Schwarz-Gelben Auftrieb. Sie bemühten sich im Mitteldrittel redlich, ihre bis dahin schlechte Schussbilanz (6:16) wettzumachen. Dazu nahmen sie ab der 30. Minute das Heft endlich in die Hand. Klare Torchancen ergaben sich dabei zunächst nicht. Es dauerte bis zur 38. Minute, als ein Schuss von Marcel Müller gegen den Pfosten prallte. Die Pinguine blieben im Schlussdrittel mit jetzt drei Sturmreihen (Kretschmann für Hauner) am Drücker. Angriff auf Angriff rollte auf Torwart Lange zu. Die erste Chance zum Anschlusstreffer vergab Dragan Umicevic (47.). Sekunden später lenkte Müller einen Distanzschuss von Little unhaltbar in die Maschen. Die Hoffnung der KEV-Fans auf den Ausgleich erfüllte sich nicht. Die Roosters nutzten bei angezeigter Strafe gegen Tim Hambly ihre einzige Torchance des Drittels zur Vorentscheidung. Hambly hatte Wegbereiter Rallo nicht stoppen können, Little kam gegen den Torschützen zu spät.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld Pinguine: Erst lahm, dann ohne Glück


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.