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Krefeld Pinguine
Erster Auswärtssieg für Franz Fritzmeier

Krefeld Pinguine: Erster Auswärtssieg für Franz Fritzmeier
Das war der erste Streich von Martin Schymainski. Im Nachschuss ließ er Köln Torwart Gustaf Wesslau keine Abwehrchance. Im Schlussdrittel legte der DEL-Top-Torjäger in Überzahl nach und brachte damit die Pinguine zum ersten Mal in Führung. FOTO: samla
Krefeld. Ausgerechnet an seiner ehemaligen Wirkungsstätte feierte der Trainer gestern gegen die Kölner Haie beim 4:3 seinen ersten Sieg mit den Krefeld Pinguinen. Schymainski erzielte Saisontreffer 20 und 21. Noack in Norwegen. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns Berichten Aus Köln

Die Mission "erster Auswärtssieg unter der Regie von Franz Fritzmeier" ist endlich erfüllt. Nach zehn sieglosen Duellen in Folge auf fremden Eis feierten die Pinguine gestern Abend in Köln einen 4:3-Erfolg. Das war gleichzeitig der erste Derbysieg der Saison. Seit dem 4:0-Erfolg in Berlin boten die Krefelder zur Freude ihrer gut 900 angereisten Fans ihre beste Auswärtsleistung und verließen die Domstadt als verdienter Sieger. Am "Tag der Junghaie", bei dem in Köln seit dem Vormittag der Nachwuchs im Mittelpunkt stand, bot das jüngste DEL-Team ab dem zweiten Drittel kämpferisch und teilweise auch spielerisch eine sehenwerte Vorstellung, die mit zwei Treffern des DEL-Top-Torjägers Martin Schymainski gekrönt wurde. Im Vorspiel in der Lanxess-Arena hatten die KEV-Bambini den Haien bei ihrem 9:2-Sieg bereits eine Lehrstunden erteilt.

Der Ärger über die unnötige Niederlage in Straubing war im Lager Pinguine auch am Samstag nach dem Training in der Rheinlandhalle zu spüren gewesen. "Wir dürfen uns solche Fehler wie beim zweiten Treffer der Tigers einfach nicht leisten", sagte Franz Fritzmeier. Der Trainer war froh, dass Andi Driendl trotz einer leichten Knieverletzung das Eis betreten konnte. So musste er seine Mannschaft nicht umbauen. Lediglich im Tor tauschten Patrick Klein und Patrick Gallbraith wieder den Platz. Die Kölner konnten gegenüber dem Derby-Sieg in Düsseldorf mit Umicevic noch einen weiteren Stürmer aufbieten. Der führte sich gleich mit einem Assist prima ein, als Jones bei einer Strafe gegen Dominik Meisinger einen Schlagschuss von Müller abfälschte. Torwart Gallbraith war die Sicht versperrt (7.). Dann musste Thomas Supis auf die Strafbank. Diesmal hielten sich die Pinguine schadlos. Sie taten sich nach dem Rückstand schwer, vor das gegnerische Tor zu kommen. Es dauerte bis zur 17. Minute, ehe Haie-Torwart Wesslau Gefahr drohte. Bei einem Pfostenschuss von Norman Hauner hatte der Schwede Glück. Ohne Abwehrchance war er dann Sekunden später. Nach einem sehenswerten Spielzug der Gäste traf Scott Valentine mit einem trockenen Schuss ins lange obere Eck. Beinahe wäre sogar noch die Krefelder Führung gefallen, doch Wesslau hatte in Unterzahl bei einem Lattschuss von Hauner erneut Glück.

Oliver Mebus FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)

Der späte Ausgleichstreffer gab den Pinguinen für das zweite Drittel Rückenwind. Sie nutzten zwar eine Überzahl nicht zur Führung und hatten dabei Glück, dass Herberts Vasiljevs Gogulla noch an einem Kontertor hindern konnte, doch sie gaben weiter den Ton an. Erst als Mebus auf die Strafbank musste, drohte wieder Gefahr. Bei einem Schuss vom Kölner Verteidiger Eriksson rutschte der Puck Gallbraith durch die Schoner ins Tor. Nur 27 Sekunden später staubte Martin Schymainski mit seinem 20. Saisontreffer zum erneuten Ausgleich ab.

Knapp fünf Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da trafen die Pinguine endlich auch in Überzahl. Nach einem herrlichen Zuspiel von Daniel Pietta stand Schymainski völlig frei und brachte die Pinguine in Führung. Und nur 115 Sekunden später glänzte Pietta mit dem nächsten Zuspiel. Diesmal bediente er Driendl, der schön verzögerte und dann ins lange Eck traf. Als Schymainski auf der Strafbank saß, peitschten die Haie-Fans ihr Team nach vorne. Aslund vergab eine Großchance zum Anschlusstreffer (50.). Der fiel dann sechs Minuten später doch noch. Lalonde traf mit einem durchaus haltbaren Handgelenksschuss. Besser machte es Galbraith 60 Sekunden später, als er gegen Boucher zur Stelle war. 75 Sekunden vor dem Ende nahm Kölns Trainer Sundblad seinen Torwart vom Eis. Doch die Pinguine wollten sich und ihren Fans die Stimmung für die gemeinsame Rückfahrt mit dem Sambaschiff nicht verderben und stemmten sich mit Erfolg gegen den Ausgleich. Nicht mit an Bord war gestern Rüdiger Noack, der am Wochenende in Norwegen auf Scouting-Tour war. Auch Robin Weihager betrat das Schiff nicht, der mit Verdacht auf Nasenbeinbruch zur Untersuchung ins Krankenhaus fuhr. Thomas Supis, der im ersten Drittel einen Schläger ins Gesicht bekommen hatte und an der Lippe genäht werden musste, steig mit zwei abgebrochenen Schneidezähen an Bord.

Quelle: RP
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