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Pinguine
Erstes Training unter Fritzmeier

Pinguine: Erstes Training unter Fritzmeier
Franz Fritzmeier gibt jetzt bei den Krefeld Pinguinen die sportliche Richtung vor. Gestern stand er im KöPa zum ersten Mal als Cheftrainer auf dem Eis. FOTO: T.L.
Del. Eishockey: Wegen der neuen Untereis-Werbung im KöPa konnte der neue Coach der Krefeld Pinguine sein Team erst gestern aufs Eis bitten. Seine Spieler gingen mit sehr großem Eifer zu Sache. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Fast andächtig knieten die Spieler auf dem Eis und lauschten den Worten von Franz Fritzmeier, als der neue Trainer der Pinguine gestern früh beim ersten Eistraining auf der Tafel die erste Übung erklärte. Damit begann im Krefelder Eishockey eine neue Zeitrechnung. Mit dem 35-jährigen A-Lizenzinhaber wollen die Schwarz-Gelben in der DEL wieder ein Stück weiter nach oben kommen. Wenigstens ein Pre-Play-off-Platz soll am Ende der Hauptrunde zu Buche stehen.

Fritzmeier wusste nach seiner Verpflichtung nicht genau, ob er seine Trainingsplanung überhaupt in die Tat umsetzen konnte. Denn da im König-Palast während der Deutschland-Cup-Pause neue Untereiswerbung (Autohaus Borgmann und Wohnbau Berten) markiert werden musste, war nicht klar, wann das Eis wieder genutzt werden kann. Die Mitarbeiter des KöPa legten sich mächtig ins Zeug, so dass gestern früh das erste Eistraining stattfinden konnte.

Fanstimmen Krefeld Pinguine

Am Samstag war das Team statt aufs Eis auf die Himmeltreppe der Halde Norddeutschland bei Neukirchen-Vluyn gestiegen. Anschließend führte Fritzmeier Einzelgespräche. Die mit den erfahrenen Cracks fielen besonders lange aus: "Ich will wissen, wie jeder Spieler tickt und wie es persönlich um ihn bestellt ist. Das ist für mich wichtig, wenn es darum geht, seine Leistung zu beurteilen."

Auf dem Eis ging es gestern bei zwei Trainingseinheiten kräftig zur Sache. Die Spieler wirkten sehr konzentriert und hochmotiviert. Selbst in den Zweikämpfen schonten sie sich nicht, was zwischen Robin Weihager und Istvan Sofron sowie David Fischer und Norman Hauner zu kleineren Auseinandersetzungen führte. "Ich erwarte, dass es auch im Training intensive Zweikämpfe gibt und das jeder Checks zu Ende fährt. Wenn du im Spiel die Zweikämpfe nicht gewinnst, dann kannst du in der DEL kein Spiel gewinnen. So was wie heute Vormittag mit Sofi und Robin und mit Normi und David kommt halt vor, das gehört dazu. Es ist nur wichtig, dass sich danach die Hand geben wird und das vergessen ist", sagte Fritzmeier, dessen Fazit insgesamt positiv ausfiel: "Die beiden ersten Eiseinheiten haben mir viel Spaß gemacht. Ich habe mich gefreut zu sehen, wie willig die Jungs sind und wie gut jeder mitgezogen hat. Mein Eindruck, den ich vorher von der Mannschaft hatte, hat sich bestätigt. Gerade auch die jungen Spieler haben gezeigt, wie viel Potenzial in ihnen steckt. Beide Einheiten waren heute sehr intensiv, vor allem heute Vormittag." Gestern Nachmittag standen die ersten Taktikübungen auf dem Programm. "Mittwoch und Donnerstag werden wir intensiv am Überzahlspiel arbeiten. In der Abwehr werden wir wahrscheinlich etwas ändern, im Sturm kann ich mir vorstellen, dass wir vielleicht so spielen wie in Berlin, denn das hat ja nicht so schlecht geklappt", meinte der Coach, der jetzt mit Elmar Schmitz von einem zweiten Co-Trainer unterstützt wird.

Angetan von ihrem neuen Übungsleiter zeigten sich die Spieler. "Wir sind nun alle gefordert, die Forderungen des neuen Trainers umzusetzen. Wir bekommen eine klare Richtung vorgegeben. Es ist wichtig, dass wir nun als Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen und immer unser bestes Eishockey Spielen", sagte Herberts Vasiljevs. Kyle Sonnenburg verließ sichtlich erschöpft das Eis: "Das waren zwei super Trainingseinheiten. Es war total intensiv, ich bin richtig kaputt, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Der Trainer hat sehr viele neue Ideen reingebracht."

"Es weht jetzt ein neuer frischer Wind. Es braucht sicher noch etwas Zeit, um alles so umzusetzen, wie der Trainer das möchte. Ich erwarte, dass wir jetzt stabiler stehen und nicht mehr so viele Aussetzer haben", meinte Andi Driendl.

Quelle: RP
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