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Eishockey
Fritzmeier: "Mehr Biss aufs Eis bringen"

Eishockey: Fritzmeier: "Mehr Biss aufs Eis bringen"
Karsten Krippner (li.) zeigte Franz Fritzmeier gestern den neuen Fantreff "Die Kabine". An den Wänden leuchten die Legenden Stanfield und Lindberg. FOTO: samla.de
Krefeld. Der Trainer der Pinguine war gestern vor der Abreise nach Ingolstadt zuversichtlich, dass sein Team aus der unnötigen Niederlage gegen Nürnberg die richtigen Lehren zieht. Daniel Pietta bestreitet heute sein 600. DEL-Spiel. Von H.-G. Schoofs

Der Spielplan will es so, dass Daniel Pietta heute sein stolzes Jubiläum nicht im König-Palast feiern kann. Auf dem Eis der Saturn-Arena in Ingolstadt steht der 30-jährige Mittelstürmer ab 19.30 Uhr zum 600. Mal in einem DEL-Spiel auf dem Eis. Wahrlich eine stolze Bilanz für das Krefelder Eigengewächs, dass 2015 mit der Unterzeichnung eines Zehnjahres-Vertrags ein in der DEL zuvor noch nie abgegebenes Bekenntnis zu seinem Stammverein abgab. "Ich freue mich natürlich, dass ich jetzt vor dem 600. Spiel stehe, und das nur für Krefeld. Das zeigt, dass ich vieles richtig gemacht habe", sagte Pietta gestern vor der Abfahrt an die Donau.

Sein erstes Spiel für das DEL-Team absolvierte Pietta in der Saison 2003/04 unter Trainer Butch Goring als 17-Jähriger im Pokal gegen Hamburg. Die Marke von 1000 DEL-Spielen ist für ihn derzeit kein Thema: "Mein Ziel ist es, mit Krefeld in die Play-offs zu kommen. Und vielleicht gelingt es uns ja, darauf hinzuarbeiten, mal wieder Meister werden so können. Das ist mein großer Traum." Er ist zuversichtlich, dass die Mannschaft heute sein Jubiläum mit einem Sieg krönen kann: "Mein 500. Spiel haben wir im König-Palast gegen Augsburg gewonnen. Vielleicht ist das ein gutes Omen. Wir haben in der Vergangenheit in Ingolstadt zwar nicht so gut ausgesehen, aber wir rechnen uns diesmal schon was aus. Wir müssen einfach 60 Minuten konstant gut spielen."

Franz Fritzmeier war gestern zuversichtlich, dass seine Schützlinge wissen, was sie nach der Niederlage gegen Nürnberg besser machen müssen. Der Trainer fordert vor allem mehr Biss, den er auf dem Eis sehen will. Er zählt Ingolstadt zu den Top-Teams der Liga: "Die Panther verfügen über vier starke Reihen und sehr viel individuelle Klasse." Ob auch er heute vier komplette Sturmreihen einsetzt, stand gestern noch nicht fest. Fest steht nur, dass er nicht mehr so viel wechseln will wie zuletzt: "Ich bin eigentlich kein Freund davon. Ich wollte in den vergangenen Spielen was ausprobieren. Am Anfang muss man sehen, wer passt am besten zu wem. Wir wollen ja unsere erste Reihe so optimal wie möglich besetzen. Aber jetzt wird es langsam Zeit, Konstanz reinzubringen. Es sind ja genügend Erkenntnisse da." Wichtig sei es, dass die besten Spieler auch mehr Eiszeit bekommen: "Sie müssen dann auch auf dem Eis zeigen, dass sie die besten Spieler sind."

In der Ingolstädter Saturn-Arena steht Pinguine-Stürmer Daniel Pietta heute Abend beim Duell gegen die Panther zum 600. Mal in einem DEL-Spiel auf dem Eis. FOTO: ISpfd

Ein ganz anderes Spiel als heute erwartet der Coach am Sonntag gegen Iserlohn. Denn die Roosters suchen im Gegensatz zu den Panthern ihr Heil in der Defensive und lauern auf Konter. Das klappte bisher nicht so gut, was alleine schon der letzte Tabellenplatz ausdrückt. Der spiegelt sich auch im Interesse der Fans aus dem Sauerland wider. Bis gestern wurden nur 100 Gästetickets verkauft. Insgesamt läuft der Vorverkauf (2800 Karten) schleppend. Viele Fans nutzen durch den Feiertag (3.10.) das verlängerte Wochenende zu einem Kurztrip.

Quelle: RP
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