| 00.00 Uhr

Krefeld Pinguine
Fritzmeier verliert sein "Play-off-Spiel"

Krefeld Pinguine: Fritzmeier verliert sein "Play-off-Spiel"
Franz Fritzmeier wartet weiter auf seinen ersten Auswärtssieg mit Krefeld. FOTO: Lars Heidrich
Straubing. Der Trainer der Krefeld Pinguine kassierte gestern Abend mit seiner Mannschaft in Straubing seine zehnte Auswärtsniederlage in Folge. Der zweite Gegentreffer brach den Schwarz-Gelben das Genick. Driendl am Knie verletzt. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns Berichten Aus Straubing

Die Pinguine bleiben unter Franz Fritzmeier an der Bande auf fremden Eis ein willkommener Punktelieferant. Gesten kassierten die Krefelder unter der Regie ihres neuen Trainers beim 2:4 in Straubing die zehnte Auswärtsniederlage in Folge. Wieder war es ein individueller Fehler, der die Gäste vom Niederrhein auf die Verliererstraße brachte. Bis dahin waren sie das bessere Team, ließen aber zu viele gute Tormöglichkeiten aus. Kampf und Einsatzwillen reichten wie so häufig in dieser Saison nicht aus. Morgen droht schon wieder Unheil in der Fremde. Dann kehrt Fritzmeier erstmals nach seinem Wechsel von Köln nach Krefeld an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück. Sein unter Druck geratener Ex-Chef Niklas Sundblad sitzt seit dem gestrigen Derbysieg in Düsseldorf wieder etwas fester im Sattel. 600 KEV-Fans machen sich morgen ab Duisburg mit dem Samba-Schiff auf dem Weg in die Domstadt.

Als die fünf KEV-Fans gestern Nachmittag in Niederbayern eintrafen, herrschte dort leichtes Schneetreiben. Die Pinguine hatten nach ihrer Anreise am Vortag gestern früh in Straubing 30 Minuten locker trainiert. "Wir wollen hier den ersten Auswärtsdreier mit mir als Trainer holen. Ich habe den Jungs gesagt, das ist heute wie ein Play-off-Spiel. Wir haben gegen Schwenningen gewonnen und wollen jetzt den zweiten Sieg", erklärte Franz Fritzmeier vor dem ersten Bully. Durch den nicht eingeplanten Ausfall von Henrik Eriksson standen nur elf Stürmer zur Verfügung. Beim Duo Driendl/Vasiljevs rotierten die übrigen Stürmer.

Die Gäste beherzigten die Vorgabe ihres Trainers, ihre beste Leistung abrufen zu müssen, vom Auftaktbully weg. Mike Collins hatte nach 90 Sekunden die erste klare Torchance. Doch beim Abschluss wurde er noch bedrängt. Erst nach sieben Minuten sah Torwart Patrick Klein den ersten gefährlichen Schuss auf sich zukommen, der über sein Gehäuse zischte. Nachdem Daniel Pietta die erste Strafe des Spiels kassiert hatte und dann auch Vasiljevs in die Kühlbox musste, wurde der Spielverlauf durch den Führungstreffer der Tigers auf den Kopf gestellt (16.). Sekunden später leistete sich Christian Kretschmann einen Bandencheck gegen Dotzler und kassierte dafür eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Der Straubinger musste benommen in die Kabine gebracht werden, kam später aber wieder aufs Eis zurück. Die Krefelder hielten sich in Unterzahl schadlos und kamen im Mitteldrittel zum verdienten Ausgleich. Andi Driendl angelte sich in Unterzahl im Mitteldrittel den Puck, lief auf der rechten Seite auf den Tigers-Käfig zu und überlistete Torwart Climie mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck (27.). Durch den Spielausschluss von Kretschmann reduzierte Fritzmeier sein Team auf drei Sturmreihen. Dominik Meisinger bekam keine Eiszeit mehr. Wie im ersten Drittel wurde auch kurz vor der Pause das Spiel auf dem Kopf gestellt. Nachdem die Krefelder bei 20:13-Schüssen die Mehrzahl der Torchancen besaßen, leistete sich Thomas Supis vor dem eigenen Tor einen krassen Fehlpass. Höfflin ließ sich die Großchance zur erneuten Führung der Hausherren nicht nehmen (39.). In Unterzahl eröffneten die Pinguine das Schlussdrittel. Als sie gerade wieder komplett waren, erhöhten die Tigers auf 3:1 (42.). Zu diesem Zeitpunkt war Driendl schon in der Kabine. Er droht morgen in Köln wegen einer Innenbandverletzung im Knie auszufallen. Weil die Pinguine eine Überzahl nicht nutzen konnten, bahnte sich die nächste Pleite auf fremden Eis an. Ein Schlittschuhtor der Straubinger wurde aberkannt. Dafür zählte der nächste Schuss. Als die Abwehr der Pinguine im Tiefschlaf waren, sorgte O´Conner für die Vorentscheidung (51.). Als die Tigers schon auf die Schlusssirene warteten, verkürzten die Krefelder bei einem schönen Angriff durch Kapitän Vasiljevs auf 2:4 (58.). Trainer Fritzmeier nahm sofort seine Auszeit und Torwart Klein vom Eis. Zu mehr reichte es aber nicht mehr.

Hier wartet Andi Driendl vor dem Straubinger Tor auf den Puck. Später ließ er sich in Unterzahl eine gute Einschussmöglichkeit nicht nehmen und bezwang Torwart Matthew Climie mit seinem neunten Treffer zum Ausgleich. FOTO: Harry Schindler
Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld Pinguine: Fritzmeier verliert sein "Play-off-Spiel"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.