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Krefeld Pinguine
Fritzmeier: "Wir sind schon relativ weit"

Krefeld Pinguine verlängern mit Trainer Franz Fritzmeier
Krefeld. Die Schlittschuhe der Pinguine blieben am Montag in der Kabine. Off-Ice-Training stand für die Spieler nach dem Sieg in der Champions Hockey League Samstag gegen Ostrava und einem freien Sonntag auf dem Programm. Von H.-G. Schoofs

"Die Jungs müssen sich im Kraftraum wieder aufpumpen. In der Schweiz haben wir dazu keine Gelegenheit, da sind wir nur auf dem Eis. Auch in der Woche danach bleibt wenig Zeit, denn dann geht es schon zum Turnier nach Bremerhaven", sagte Franz Fritzmeier gestern. Heute früh geht es dann wieder aufs glatte Parkett. Anschließend macht sich die Mannschaft auf dem Weg zum Turnier nach Olten, wo bis Samstag drei Spiele auf dem Programm stehen.

Teil eins der CHL-Gruppenphase haben die Pinguine mit Bravour überstanden. "Wir sind schon relativ weit", sagte Fritzmeier gestern bei seinem Fazit der beiden Spiele gegen Oulu und Ostrava. Relativ weit ist eigentlich untertrieben. Im Vergleich zu Großteilen der Vorsaison ist sein Team schon sehr weit. Die Mechanismen, die unter seiner Regie erst auf der Zielgeraden der Hauptrunde auf fruchtbaren Boden fielen, greifen schon jetzt. Das liegt natürlich auch an der Qualität des Kaders, die deutlich zugelegt hat. Denn in den beiden CHL-Spielen war in vielen Bereichen schon eine Konstanz zu sehen. "Es gab keine großen schwächeren Phasen. Klar, das Momentum wechselt mal, aber taktisch und vom Tempo konnten wir 60 Minuten auf einem Level spielen", sagte der Coach. Man habe deutlich gesehen, dass die Mannschaft in der CHL unbedingt gewinnen wollte: "Das waren Play-offs und keine Vorbereitung. Ich bin froh, dass wir nun erst in Ostrava das Rückspiel bestreiten und danach in Oulu." Wie wahr, denn für das vermeintliche "Endspiel" in Ostrava um Platz zwei in der Gruppe E müssen alle Kräfte gebündelt werden.

In der Defensive gab es kaum etwas zu bemängeln. Nur zwei Gegentore gegen so ein Topteam wie Oulu können sich sehen lassen. Und gegen Ostrava zu Null zu spielen, ist auch nicht so selbstverständlich. Schließlich handelt es sich bei den Tschechen nicht um Laufkundschaft. "Für einen Trainer ist es immer super, zu Null zu spielen und 2:0 zu gewinnen", erklärt Fritzmeier. Neben Torwart Patrick Galbraith strahlten auch dessen Vorderleute Ruhe und Sicherheit aus. Die neuen Pärchen funktionieren schon erstaunlich gut. Der aus der DEL2 (Kassel) gekommene Verteidiger Mike Little hat deutlich weniger Anpassungsprobleme als vor zwei Jahren Robin Weihager (Rosenheim).

"Das ist natürlich noch ausbaufähig", antwortete Fritzmeier auf die Frage nach der Torausbeute. Auch wenn beide CHL-Gegner in der Defensive vor zwei sehr guten Torhütern sehr stabil standen, hätte der Puck häufiger im gegnerischen Netz zappeln müssen. Dass Marcel Müller das Pech am Schläger klebte, beunruhig den Coach nicht: "Wenn er sich die Treffer für die DEL aufhebt, ist das ok." Bis auf die mangelnde Chancenverwertung harmonierten die Sturmreihen schon ganz gut. Daher will Fritzmeier beim Turnier in der Schweiz nicht viel experimentieren: "Ich bin kein Trainer, der die Reihen oft verändert. Gegen Ostrava habe ich in den letzten fünf Minuten Herberts Vasiljevs für Kevin Orendorz in die zweite Reihe gestellt, um am Ende noch kompakter zu stehen." Orendorz verdiente sich bisher Fleißkärtchen und beweist, dass ihm die Zeit in der DEL 2 (Bremerhaven) gut tat und er mental stark ist, wenn der Coach ihm vertraut. Stürmer Mark Mancari fiel in den CHL-Spielen mehr durch seine körperliche Präsenz als durch Torgefahr auf. Dennoch ist der Trainer bisher mit ihm zufrieden: "Er passt sehr gut in unser Konzept. Er hat die Checks sehr gut zu Ende gefahren. In Überzahl soll er vor dem Tor für Gefahr sorgen. Bisher haben wir aber zu wenig Scheiben aufs Tor gebracht."

Quelle: RP
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