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Lokalsport
Für die Pinguine zählt heute nur ein Sieg

Für die Krefeld Pinguine zählt heute nur ein Sieg
Seitdem die Schwenninger in die DEL zurückgekehrt sind, konnten die Pinguine, wie hier Istvan Sofron, in ihren Heimspielen gegen die Mannschaft aus dem Schwarzwald am Ende immer jubeln. Das muss auch heute so bleiben. FOTO: T.L:
Del. Eishockey: Im Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings müssen drei Punkte her, ansonsten dürfte der Trainerstuhl heftig wackeln Von H.-G. Schoofs

Die Statistik verspricht den Pinguinen an diesem Wochenende fette Beute. Gegen die Schwenninger Wild Wings, die heute um 19.30 Uhr im König-Palast sind, blieben die Punkte seit der Rückkehr der Schwarzwälder in die DEL bei deren Gastspielen immer am Niederrhein. In Berlin, wohin die Reise der Pinguine am Sonntag führt, gewannen sie zuletzt sieben von elf Spielen. Also kommen die beiden letzten Duelle vor der am Montag beginnenden Länderspielpause gerade recht, um sich mit einer optimalen Punkteausbeute aus dem Tabellenkeller der DEL zu schießen. Diese Ausgangsposition wäre ohne die aktuelle Lage der Pinguine realistisch. Jetzt besteht wenig Hoffnung, dass am Sonntag nach dem Duell gegen die Eisbären sechs Punkte zu Buche stehen und das Team und die KEV-Fans bei der gemeinsamen Rückfahrt mit dem Sambazug feiern können. Aber egal, wie die beiden Spiele ausgehen, soll es bei dieser traditionellen Bahnfahrt bleiben.

Die gestrige Pressekonferenz glich einem Vortrag in Sachen Eishockey-Philosophie. Rick Adduonos Monolog zog die Medienvertreter in ihren Bann. Dabei wirkte der Kanadier nicht hilflos, sondern sehr kämpferisch. So wie gegen Ende der Vorsaison, als er mit dem Team auf der Zielgeraden vier Spiele in Folge gewann und so die Pre-Play-offs erreicht wurden. "Wir müssen lernen, wie wir Spiele gewinnen können. Und wir können das, auch unter Druck", sagte der Coach. Aber wie, wenn das Überzahlspiel weiter nicht funktionieren sollte, obwohl daran im Training überaus intensiv gearbeitet wird. Ob Adduono aber tatsächlich noch an sein Team glaubt, ist nicht sicher. Denn er spart nicht mit Kritik an seinen Schützlingen, was er zwar nicht öffentlich tut, aber aus dem Umfeld der Mannschaft deutlich zu vernehmen ist. Gestern erzählte er davon, dass seine Spieler "von Tag zu Tag besser werden" und er sie nach dem Training aufgebaut habe: "Der Zusammenhalt muss stimmen. Die Spieler müssen mit einer positiven Einstellung aufs Eis gehen. Der Fünferblock muss funktionieren und nicht nur die beiden Verteidiger oder die drei Stürmer für sich." Mit den Schwenningern haben die Pinguine noch eine Rechnung offen. Denn das erste Saisonduell ging im Schwarzwald nach einer 5:3-Führung kurz vor Schluss noch mit 5:6 nach Verlängerung verloren. Das war für die Schwarz-Gelben eine von fünf oder sechs Begegnungen, die unnötig verlorengingen. "So war es gegen Straubing, München, Berlin und Iserlohn", sagte Rüdiger Noack gestern. Der zollt den Wild Wings große Anerkennung: "Sie praktizieren ein sehr gutes Forechecking und kommen mit breiter Brust zu uns."

Die personelle Lage ist bei den Pinguinen nahezu unverändert. Für den gesperrten Mike Mieszkowski rückt Yared Hagos in die vierte Sturmreihe. Der diese Woche grippekranke Christian Kretschmann steht zur Verfügung. Damit können die Reihen eins bis drei unverändert auflaufen. Im Tor wird Tomas Duba erstmals in dieser Saison auf eigenem Eis von Beginn an im Tor stehen. Besonders mit seiner Nummer eins verbindet Adduono seine Sehnsucht nach erfolgreicheren Zeiten: "Ich hoffe, er klaut uns ein paar Spiele." Und er hat auch noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass die Fans weiter zu ihm und dem Team stehen: "Ich verstehe, wenn sie enttäuscht sind. Sie wollen uns zu Hause siegen sehen. Aber wir brauchen sie dringend."

Quelle: RP
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