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Krefeld Pinguine
Herberts Vasiljevs ein 500-Punkte-Mann

Krefeld Pinguine: Herberts Vasiljevs ein 500-Punkte-Mann
Auf seine alten Tage wurde Pinguine-Stürmer Herberts Vasiljevs (li.) noch zur Küchenhilfe. Hier schneidet er Bananen klein, die der Ernährungsexperte Peter Faulstich-Kljajic für sein Quninoa-Früchte-Müsli benötigt. FOTO: hgs
Krefeld. Der Routinier der Pinguine knackte im Spiel gegen Hamburg eine magische Scorerpunkt-Marke. Gestern wurden die Spieler über Ernährung für Profisportler informiert. Wolfgang Schulz traf sich mit Geschäftsstellen-Team. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Der Kandidat hat 500 Punkte und heißt Herberts Vasiljevs. Seine Vorlage zum Treffer von Norman Hauner im Heimspiel gegen Hamburg war der 500. Scorerpunkt des Deutsch-Letten in der DEL. Damit belegte er in der ewigen DEL-Scorer-Tabelle Platz elf und von den derzeit noch aktiven Spielern Rang vier. Über diese stolze Leistung konnte sich der 39-jährige am Sonntag nach der Derby-Niederlage in Düsseldorf nicht freuen. "Mit diesem Wochenende können wir nicht zufrieden sein. Wir haben in beiden Spielen nicht gut genug gespielt. Der DEG haben wir zu viel Raum und Zeit gegeben und nicht genug Druck gemacht. Wir waren von Beginn an nicht wach. Wir hätten einfach anders spielen müssen, dann hätten wir hier in Düsseldorf Punkte stehlen können. Gegen stark dezimierte Hamburger hätten wir die 5:3-Führung im Schlussdrittel nicht mehr aus der Hand geben dürfen, da müssen wir einfach cleverer spielen. Insgesamt war es ein unterdurchschnittliches Wochenende, wir müssen uns gewaltig steigern," sagte Vasiljevs.

Nach vier Punktspielen ist nicht zu erkennen, wohin der Weg in der Tabelle führen wird. Die Leistungen sind insgesamt zu unterschiedlich. "Alle vier Spiele waren ein Auf und Ab. Wie haben noch nie die gesamten 60 Minuten gut gespielt. Ich hoffe, dass ich am kommenden Wochenende wieder spielen kann. Am Samstag und Sonntag war ich auf dem Eis und habe leicht trainiert. Mittwoch versuche ich, ins Mannschaftstraining einzusteigen", sagte Daniel Pietta, dem die Rolle des Kapitäns auf der Tribüne gar nicht gefällt: "Es war für mich schwer, die Spiele nur von der Tribüne aus verfolgen zu können. Ich schwitze da fast mehr als auf dem Eis. Ich muss zugeben, dass ich beim Zuschauen sehr angespannt bin." Seine Analyse der beiden Duelle gegen Hamburg und Düsseldorf fiel deutlich aus: "Wir müssen schnellstens in unseren Leistungen konstanter werden."

Erfreulich war besonders am Sonntag zu sehen, dass Patrick Klein an seiner ehemaligen Wirkungsstätte das Thema Torwartsuche auf seine Art eindrucksvoll beendete. "Das Spiel in Düsseldorf war für mich etwas ganz Besonderes, denn ich habe fast zehn Jahre für die DEG gespielt. Ich habe mich vor dem Spiel gut gefühlt. Ich glaube, wir haben auch ganz gut gespielt. Nach dem zweiten Drittel war beim 1:1 alles offen, aber wir haben auch im letzten Drittel zu häufig auf der Strafbank gesessen", sagte der 20-Jährige.

Ihren trainingsfreien Tag können die Pinguine in dieser Woche erst heute genießen. Denn gestern waren sie nach dem Training auf Einladung ihres Sponsors Malteser Rhein-Ruhr im St. Anna Krankenhaus in Duisburg-Huckingen zu Gast. "Warum sind Pizza und Burger schlecht für einen Profisportler?" "Wie ernähre ich mich als Sportler am besten?" Diese und viele andere Fragen hat der Diplom-Oecotrophologe Peter Faulstich aus der Malteser Weckbecker Klinik in Bad Brückenau den Spielern beantwortet. Am Ende des Tages griffen einige Akteure in der Lehrküche des Krankenhauses selber zum Kochlöffel. Sie durften eine Kürbissuppe kochen und einen Eisbergsalat in Avocado-Joghurtsauce zubereiten. Als kleine Zwischenmahlzeit stellten Daniel Pietta und Co einen Energieriegel und einen Mango-Aufstrich her. Und den Kufencracks schmeckte es hinterher ziemlich gut.

Wie es ohne Geschäftsführer weitergeht, wurde gestern Mittag besprochen. Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz traf sich in seiner neuen Rolle als Generalbevollmächtigter mit den Mitarbeitern der Geschäftsstelle.

Quelle: RP
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