| 00.00 Uhr

Krefeld Pinguine
Höhenflug im Adlerhorst

Krefeld Pinguine: Höhenflug im Adlerhorst
Krefelds Stürmer Christian Kretschmann (Mitte) schaut dem Puck gespannt hinterher, den er nach einem Schuss von Oliver Mebus am Mannheimer Torwart Raymond Emery vorbei zum 3:3-Ausgleich in die Maschen abfälschte. FOTO: M.R:
Mannheim. Krefeld gewann gestern beim Deutschen Meister in Mannheim verdient mit 4:3 nach Penaltyschießen und ist nun viermal in Folge ungeschlagen. Henrik Eriksson sorgte für den zweiten Punkt. Morgen in Berlin zu Gast. Von H.-G. Schoofs Berichtet Aus Mannheim

Als Tabellenletzter der Deutschen Eishockey-Liga sind die Pinguine auf der Zielgeraden der Hauptrunde die Mannschaft der Stunde. Nach dem "Sechser" vor der Länderspielpause bestätigten die Krefelder ihre derzeit gute Verfassung und setzten nach dem Heimsieg gegen Vizemeister Ingolstadt ihren Höhenflug auch gestern Nachmittag fort und entführten im Adlerhorst von Mannheim mit einem 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen zwei Punkte. Damit sind sie bis auf einen Zähler an Schwenningen herangerückt. Vor 13 304 Zuschauern, darunter gut 200 KEV-Fans, war in diesem Duell nicht zu erkennen, welches Team das Tabellenende ziert oder als klarer Favorit gilt. Bereits morgen wollen die Krefelder wieder für Furore sorgen. Dann sind sie in Berlin zu Gast.

Bereits um 12 Uhr waren die Pinguine in Mannheim eingetroffen und wurden dort von einigen Mitgliedern der "Party-Pinguine" begrüßt , die bereits am Samstag in Wiesbaden unterwegs waren. Dazu zählten auch KEV-Ehrenkapitän Uwe Fabig und Ex-Spieler Earl Spry. Gestern hatten sich dann noch drei weitere Busse mit KEV-Fans auf dem Weg gemacht. Gegenüber dem Heimsieg gegen Ingolstadt hatte Franz Fritzmeier Dominik Meisinger für Lukas Koziol aufgeboten. Letzterer spielte in der vierten Reihe zusammen mit Norman Hauner. Dort fuhren die Center Yared Hagos und Daniel Pietta Doppelschichten.

"Das ist heute unser schwerstes Spiel der Restsaison. Die Mannheimer werden hart spielen und auf Körper gehen", sagte der Trainer vor dem ersten Bully. Davon war allerdings wenig zu sehen. Die Pinguine gaben im ersten Drittel den Ton an, was nicht nur die 14:3-Schüsse zugunsten der Gäste widerspiegelten. Auch spielerisch boten sie deutlich mehr. Nur die verdiente Führung wollte nicht fallen. Zwei Überzahlspiele - einmal für 94 Sekunden sogar mit zwei Akteuren mehr - waren vom Aufbau vielversprechend, es fehlte nur der entscheidende Pass oder der rechtzeitige Schuss. Die Gastgeber wachten kurz vor der Pause ein wenig auf, konnten aber eine Überzahl nicht nutzen.

Mit einem Kullertor von Oliver Mebus, der am kurzen Posten nachgestochert hatte, gingen die Pinguine kurz nach Wiederbeginn in Führung und vergaben anschließend in Überzahl das 2:0. Überaus unglücklich kassierten sie dann in Unterzahl den Ausgleich. Ein Schuss von Verteidiger Carle lenkte Yip mit seiner Schlägerspitze unhaltbar für Patrick Galbraith in die Maschen. Das gab den Adlern Auftrieb, die fortan das Match bestimmten und durch eine schöne Einzelleistung von Joudrey in Führung gingen (33.). Die Pinguine hatten im Angriff nicht mehr viel zu bestellen. Erst Sekunden vor der zweiten Pause scheiterte Daniel Pietta in Unterzahl bei einem Konter am ehemaligen NHL-Torwart Emery.

Im Schlussdrittel entwickelte sich ein ausgeglichenes Match. Ein leichtsinniges Abspiel von Nick St. Pierre hinter dem eigenen Tor ebnete den Gastgebern den Weg zum dritten Treffer. Ullmann kurvte vor das Tor und traf aus der Drehung mit einem Kunstschuss ins lange obere Eck (45.). Danach plätscherte das Match ein wenig vor sich hin. Erst in Überzahl bot sich den Pinguinen, bei denen mittlerweile Hagos und Pietta die Reihen getauscht hatten, die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Die nutzte St. Pierre mit einem satten Schlagschuss (55.). Bei den Adlern begann danach das das Nervenflattern. Und nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer fälschte Kretschmann einen Schuss von Mebus am kurzen Pfosten zum Ausgleich ab. In der Verlängerung kassierte David Fischer eine Strafe. Doch die Krefelder retteten sich ins Penaltyschießen. Dort trafen Eriksson und Driendl. Torwart Galbraith krönte seine gute Leistung und verhinderte gegen MacMurchy und Hospelt einen Treffer.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld Pinguine: Höhenflug im Adlerhorst


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.