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Pinguine verlieren in Iserlon
Am Black Friday die Punkte verschenkt

Krefeld Pinguine: 1:5-Niederlage bei den Iserlohn Roosters
Hier war die Krefelder Eishockeywelt gestern noch in Ordnung. Verteidiger Kurt Davis drückt den Puck in Überzahl durch die Schoner von Torwart Lange zur 1:0-Führung ins Iserlohner Tor. FOTO: samla
Del. Die Krefeld Pinguine zeigten im Auswärtsspiel bei den Iserlohn Roosters nur im ersten Drittel eine gute Leistung, enttäuschten danach aber ihre mitgereisten Fans und mussten sich noch mit 1:5 geschlagen geben. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns Berichten Aus Iserlohn

So wird das nichts mit einem Pre-Play-off-Platz! Zum achten Mal in Folge mussten sich die Pinguine gestern Abend im Stadion am Seilersee geschlagen geben, diesmal mit 1:5. Dabei schöpften die 100 mitgereisten KEV-Fans nach dem ersten Drittel noch Hoffnung, dass diese schwarze Serie am "Black Friday" zu Ende gehen könnte. Denn zu diesem Zeitpunkt führte ihre Mannschaft nach einer ansprechenden Vorstellung verdient mit 1:0. Doch zwischen der 37. und 45. Minute sorgten zwei Fehler im eigenen Drittel und zwei Treffer in Unterzahl für die entscheidende Wende in diesem Match. Insgesamt war die Leistung der Krefelder ab dem zweiten Drittel sehr enttäuschend. Das darf sich die Mannschaft morgen im Auswärtsspiel bei den Augsburger Panther nicht erlauben, wenn sie von 950 KEV-Fans, die mit dem Samba-Zug in die Fuggerstadt reisen, unterstützt werden.

Wegen des hohen Verkehrsaufkommens im Ruhrgebiet machte sich der Pinguine-Tross 30 Minuten früher als geplant auf den Weg ins Sauerland. Pünktlich gegen 17.30 Uhr traf der Teambus an der Eissporthalle am Seilersee ein. Nach vierwöchiger Verletzungspause war Stürmer Martin Schymainski wieder dabei. Das kleine Kraftpaket rückte für Philipp Kuhnekath in die dritte Sturmreihe zu Martin Ness und Kevin Orendorz. Kuhnekath sammelte gestern Spielpraxis im Oberligateam von Kooperationspartner Herne. Im Tor erhielt der erfahrene Dimitri Pätzold den Vorzug vor Patrick Klein. Auf Pätzold im "Hexenkessel" vom Seilersee zu setzen, wo Patrick Klein zuletzt auch nicht gerade erfolgreich agierte, ist eine gut nachvollziehbare Entscheidung von Rick Adduono. Der Trainer sagte vor dem Spiel im Gespräch mit unserer Zeitung: "Wir müssen sehen, dass wir in der Defensive sehr gut stehen und nicht viel zulassen, dann kommt hier in der Halle bei den Zuschauern auch keine so gute Stimmung auf und die Fans der Roosters sind nicht so laut. Im Angriff müssen wir den Puck schnell in den Torbereich bringen und unsere Chancen konsequent nutzen. Ein Sieg heute könnte Signalwirkung für die nächsten sehr schweren Spiele haben."

Sehr laut war es ab der sechsten Minute nicht mehr. Denn die Pinguine waren in Überzahl in Führung gegangen. Kurt Davis stand plötzlich im Slot völlig frei und drückte die Scheibe ins Tor. Damit hatte die Standpauke des Trainers vom Donnerstag, der mit dem Überzahltraining höchst unzufrieden gewesen war, seine Wirkung gezeigt. Auch sonst folgten die Spieler Adduonos Vorgaben und ließen im eigenen Drittel nicht viel zu. Es dauerte bis zur 19. Minute, ehe Torwart Pätzold gegen Costello den Ausgleich verhinderte. Zuvor waren Mathias Trettenes (13.) und Daniel Pietta (17.) an Torwart Lange gescheitert.

Klar, dass die Roosters im zweiten Drittel mehr investieren mussten. Und sie taten das auch. Gleich nach Wiederbeginn verhinderte Pätzold gegen Down und Combs den Ausgleich. Die Pinguine taten sich deutlich schwerer, die neutrale Zone zu überwinden. Die Hausherren hatten jetzt mehr Spielanteile. Zum Glück war Pätzold auch bei einem Schuss von Brown zur Stelle. Die größte Chance zum Ausgleich vergab Turnbull, der alleine auf Pätzold zulief und beim Abschluss noch von Alex Trivelatto gestört werden konnte (33.). Nach einem Fehler von Christoph Gawlik im eigenen Drittel kam Costello frei zum Schuss und erzielte den Ausgleich (37.). Der Treffer gab den Roosters mächtig Rückenwind. Zunächst konnte Pätzold gegen Turnbull noch einen Rückstand verhindern, doch gegen den Treffer von Combs war er ohne Abwehrchance. Mikko Vainonen hätte das Zuspiel auf den Torschützen verhindern müssen.

Von dem Doppelschlag erholten sich die Pinguine trotz der Drittelpause nicht mehr. Als erst Mikko Vainonen auf die Strafbank musste und kurz drauf auch Markus Nordlund, nutzten die Roosters das mit zwei Treffern zur frühen Vorentscheidung. Die Pinguine ergaben sich danach ihrem Schicksal und mussten noch den fünften Treffer hinnehmen, als Salmosson vor dem Tor den Schläger in einen harten Pass von Turnbull hielt. Selbst in Überzahl gelang den Schwarz-Gelben keine Ergebniskorrektur mehr.

Quelle: RP
 
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