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Heimspiel gegen Mannheim
Pinguine bauen auf die Hilfe der Fans

Krefeld Pinguine bauen gegen Adler Mannheim auf die Hilfe der Fans
Torwart Patrick Klein ist derzeit ein starker Rückhalt für die Pinguine. Hier verhinderte er im Spiel in Köln gemeinsam mit dem neuen Verteidiger Alex Trivellato (Nr. 58) einen Treffer von Haie-Stürmer Rayn Jones. FOTO: ISPFD
Krefeld. Im heutigen Heimspiel gegen Adler Mannheim ist angesichts der vielen Ausfälle die Unterstützung von den Rängen besonders wichtig. Seine drei Neuzugänge nahm Trainer Rick Adduono nach dem Köln-Spiel in Schutz. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Manchmal kommt es im Sport für eine Mannschaft besonders knüppeldick. Davon können derzeit die Pinguine ein Lied singen. Da unternehmen die Verantwortlichen alles, damit dem Trainer trotz einer großen Verletzungswelle ein komplettes Team zur Verfügung steht. Und dann stellen sich den neuformierten Sturmreihen ausgerechnet jetzt Gegner von einem Kaliber in den Weg, gegen die es auch in Topbesetzung und mit eingespielten Reihen nur schwer etwas zu holen gibt. Nach dem Spiel am Mittwoch in Köln gilt das heute Abend auch im Heimspiel gegen Adler Mannheim (erstes Bully 19.30 Uhr), am Sonntag in Berlin und dann zwei Tage später im KöPa im Duell mit Nürnberg.

Angesichts dieser hohen Hürden bauen die Pinguine gerade in den Heimspielen auf ihren "Siebten Mann". "Unsere Mannschaft braucht jetzt dringend die Unterstützung von den Rängen", sagte gestern Matthias Roos, der mit 4000 plus X Zuschauer rechnet. Der Sportdirektor hofft, dass sich die Mannschaft gegen Topteams weiter überraschend den ein oder anderen Zähler "ergaunert": "Der Abstand zu Platz zehn darf nicht zu groß werden."

Nach der Niederlage in Köln, die dank der starken Leistung von Torwart Patrick Klein nur knapp ausfiel, gaben sich die Spieler selbstkritisch. "Auch wenn drei Spieler zum ersten Mal dabei waren, darf das keine Ausrede sein. Wir sind mit einem vollen Kader angetreten. So wie wir in den ersten 40 Minuten, darf man nicht auftreten", sagte Adi Grygiel. Der Kapitän verspricht, dass die Mannschaft heute mehr Biss und Einsatzwillen zeigen wird: "Wir spielen zu Hause und wollen den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen. Dafür müssen wir energischer in die Zweikämpfe gehen als in Köln."

Von den drei Neuzugängen hinterließ Alex Trivellato noch den besten Eindruck, obwohl er sich vor dem dritten Treffer der Haie einen dicken Patzer leistete. Rick Adduono nahm den Verteidiger in Schutz: "Er hat unheimliche Reisestrapazen auf sich nehmen müssen. Aber er wollte uns unbedingt helfen. Wir werden gegen Mannheim einen besseren Alex sehen." Dass die beiden Stürmer Tim Miller und Matt MacKay keine Akzente setzen konnten, ist für den Trainer klar: "Der Unterschied zwischen DEL 2 und DEL ist sehr groß. Sie müssen sich noch an den Rhythmus und das Tempo gewöhnen." Das gilt insbesondere für Miller, der über einen großen Trainingsrückstand und nur ganz wenig Spielpraxis verfügt. Der Trainer dachte gestern laut darüber nach, ob der die Sturmreihen heute verändert aufbieten soll. Dragan Umicevic könnte für Philipp Kuhnekath in die erste Reihe aufrücken. Die endgültige Entscheidung wird aber erst heute nach dem Pre-Game-Skating fallen. Denn erst dann wird feststehen, ob Christoph Gawlik fit ist. Ansonsten wird kein Spieler das Krankenlager verlassen.

Nach wie vor schwer tun sich die Pinguine bei der Torwartfrage. "Patrick ist unser Mann", sagte Adduono gestern. Aber was passiert, wenn auch er sich verletzt, was angesichts des chronischen Pechs nicht auszuschließen ist? "Der Markt gibt derzeit keinen Torhüter her, der Spielpraxis besitzt und der in unseren finanziellen Rahmen passt", sagt Sportdirektor Roos.

Verletzungssorgen kennen zwar auch die Mannheimer, aber dort hatte Manager Teal Fowler die finanziellen Möglichkeiten, den Kader nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ aufzufüllen. Für negatives Aufsehen sorgten die Kurpfälzer durch das brutale Foul von Verteidiger Thomas Larkin im CHL-Spiel gegen Brynäs IF aus Schweden. Der Italo-Amerikaner wurde für vier CHL-Spiele gesperrt. Allerdings sind die Adler in der Play-off-Phase bereits ausgeschieden.

Quelle: RP
 
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