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Krefeld Pinguine
Pinguine bauen im Derby auf ihre Fans

Krefeld Pinguine bauen im Derby auf ihre Fans
Zuletzt feierte Marco Rosa (li.) im Auswärtsspiel bei den Kölner Haien nach seiner Leistenverletzung ein Comeback, verletzte sich aber erneut. Ob der Neuzugang aus Wolfsburg am Wochenende wieder zum Einsatz kommt, soll sich heute früh nach dem Training entscheiden. FOTO: samla
Krefeld. Am Freitag sind die Krefelder bei den Straubing Tigers zu Gast. Sonntag steigt im KöPa gegen die DEG das erste Straßenbahnduell der neuen Eiszeit. Trainer Fritzmeier kann wahrscheinlich wieder auf Stürmer Rosa bauen. Von H.-G. Schoofs

Wie wertvoll am Sonntag der Auswärtssieg in Berlin für die Pinguine war, ließ sich in dieser Woche am Stimmungsbarometer ablesen, das deutlich angestiegen ist. Auch gestern beim Abschlusstraining für das heutige Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers war zu spüren, dass Verantwortliche und Spieler erleichtert sind, dass sich die harte Trainingsarbeit der vergangenen Wochen endlich wieder in Punkte auszahlte. Diese Erleichterung muss jetzt Kopf und Kräfte freimachen, damit die Hürde Straubing genommen werden kann. Denn ein Sieg bei den Niederbayern wäre die beste Werbung für das Derby am Sonntag gegen die Düsseldorfer EG (16.30 Uhr König-Palast). Denn bis gestern waren erst 4200 Karten für den ersten Höhepunkt der DEL-Saison verkauft. Da besteht zweifelsohne noch Nachholbedarf.

Für Rüdiger Noack können die KEV-Fans Sonntag das "Zünglein an der Waage" sein. "Unsere Fans haben uns in solchen Spielen oft gepuscht. Sie sind stimmungsmäßig mit die besten Fans der Liga, wenn sie sehen, dass die Mannschaft die Ärmel aufkrempelt und bis über ihre Grenzen hinaus gehen will. Der Funke muss vom Team überspringen. Dann kann er für uns sehr wertvoll sein", sagte der sportliche Berater. Da das Stimmungsbarometer nach dem "Dreier" an der Spree auch im Fan-Lager angestiegen ist, besteht übermorgen vielleicht noch Hoffnung auf tatkräftige Unterstützung von den Rängen.

Für Franz Fritzmeier ändert sich im Vergleich zur Vorwoche an der Zielsetzung nichts: "Egal ob Wolfsburg, Berlin, Straubing oder Düsseldorf. Wir müssen emotional bereit sein und die Kleinigkeiten richtig machen. Dann haben wir die große Chance, jedes Spiel zu gewinnen. Machst du das nicht, dann gibt es in Straubing keine Punkte. Am Sonntag sollten die Emotionen keine Frage sein. Da entscheidet sich, bei wem die Emotionen höher sind und wer dabei cool genug bleibt. Denn dann kommen auch von außen Emotionen dazu. Da muss man als Spieler ruhig und geduldig bleiben", sagte der Trainer gestern vor der Abreise nach Bayern.

Die Tigers sind nach drei Niederlagen in Folge angeschlagen und besonders in der Defensive von Ausfällen geplagt. Darauf soll aktuell noch nicht mit Nachverpflichtungen reagiert werden. Trainer Larry Mitchell baut daher auf den Kollektivgeist seiner Schützlinge und setzt gegen Krefeld in erster Linie auf Kampf und Einsatzwillen. Nur wenn die Schwarz-Gelben bereit sind, diesen Kampf anzunehmen, können sie am Pulverturm bestehen. Im Gegensatz zu Mitchell kann Fritzmeier personell aus dem Vollen schöpfen. Er kann sich sogar den Luxus erlauben, Patrick Klein als dritten Torhüter mit zu nehmen. Auch Marco Rosa stieg gestern mit in den Mannschaftsbus. Der Center absolvierte in dieser Woche alle Trainingseinheiten ohne Probleme. Ob der Coach ihn einsetzen wird, soll sich heute früh nach dem Pre-Game-Skating entscheiden.

Ähnlich wie Straubing müssen auch die Düsseldorfer an diesem Wochenende in der Abwehr Ausfälle kompensieren. Mit Kurt Davis steht nur ein Kontingent-Verteidiger zur Verfügung. Daher will Trainer Christof Kreutzer durch taktische Veränderungen die Abwehr stabilisieren. Er und sein Assistent Tobias Abstreiter haben das Defensivsystem überarbeitet. Über die Details wollten sie jedoch gestern keine Auskunft geben. "Die taktischen Einzelheiten geben wir nicht preis", blockt Abstreiter ab, und Kreutzers Erklärungen bleiben allgemein: "Wir haben manche Aufgaben vereinfacht und lassen sie disziplinierter durchführen.

Quelle: RP
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