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Krefeld Pinguine
Pinguine in Nürnberg mit Justin Feser

Krefeld Pinguine bei den Nürnberg Ice Tigers mit Justin Feser
Am dritten Spieltag stand Justin Feser (li.) beim Heimspiel gegen Ingolstadt zum letzten Mal in einem DEL-Spiel auf dem Eis und erzielte dabei seinen dritten Saisontreffer. Seitdem musste er wegen einer Beinverletzung passen. Heute steht der kanadische Stürmer beim Auswärtsspiel in Nürnberg vor seinem Comeback. . FOTO: T.L
Krefeld. Der kanadische Stürmer ist nach acht Spielen Pause wieder dabei. Auch Christoph Gawlik kann auflaufen. Von H.-G. Schoofs

Beim Blick auf die Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga besteht nur eine geringe Hoffnung, dass die Pinguine am Wochenende punkten werden. Sie würden dann zum ersten Mal in dieser Saison leer ausgehen. Am Freitag  treten sie bei den Nürnberg Ice Tigers an. Sonntag gastieren um 16.30 Uhr die wiedererstarkten Eisbären Berlin im König-Palast, die am Donnerstag mit einem Heimsieg gegen Schwenningen die Nürnberger auf Platz zwei verdrängten. Fraglos zwei hohe Hürden.

Der Funke Hoffnung, den beiden Topteams ein Pünktchen zu klauen, begründete Daniel Pietta gestern nach dem Training in der Rheinlandhalle so: "Wir haben bisher ja schon gegen andere Topteams gepunktet." Positiv könnte sich auf dem Eis auswirken, dass Trainer Rick Adduono nach sechs Spielen endlich mal wieder zwölf gelernte Stürmer aufbieten kann. Neben Neuzugang Jordan Caron, der gestern als Erster zum Training in der Kabine war, steht Justin Feser heute vor seinem Comeback. Der Kanadier absolvierte bisher nur drei DEL-Spiele. Gestern gesellte er sich im Training als Center zu seinen bisherigen Partnern Mathias Trettenes und Tommy Kristiansen und war genau wie Caron in Überzahl mit auf dem Eis. Nach überstandener Grippe mischte auch Christoph Gawlik munter mit. So gehören aktuell noch Dragan Umicevic, Mike Mieszkowski, Diego Hofland und Tom Schmitz zum Krankenlager.

"Beide Gegner sind für uns eine große Herausforderung. Wir schauen dabei aber nur auf uns und bereiten uns wie auf jeden Gegner vor. Es gibt keine leichten Gegner in dieser Liga. Das werden zwei intensive Spiele. Wir schauen nach vorne und freuen uns. Das spürt man auch innerhalb der Mannschaft. Alle sind bereit und fiebern den Spielen entgegen", sagte Marian Bazany. Für den Co-Trainer gibt es am Sonntag ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Arbeitgeber Eisbären Berlin: "Ich war dreieinhalb Jahre dort, da ist das natürlich schon ein besonders Spiel. Es gibt dabei für mich aber zwei Ebenen, die sportliche und die emotionale. Das ist ein Gegner wie jeder andere. Hinterher werde ich sicher mit einigen ehemaligen Kollegen und Spielern sprechen." Im Vergleich zur Vorsaison habe sich Berlin qualitativ verbessert. Auch Nürnberg habe sich punktuell verstärkt. Er erwartet heute eine sehr interessante Begegnung: "Die Eisfläche dort ist etwas kleiner. Die Tigers haben viele große Spieler. Das wird ein körperbetontes Spiel." Ähnlich wie die Pinguine sind auch die Nürnberger vom Verletzungspech verfolgt. Besonders der Ausfall von Torjäger Reimer tut weh. Mit Ehliz und Buzas müssen zwei weitere Angreifer passen, einzig Pfleger meldete sich zurück und dürfte heute dabei sein.

Marian Bazany, der für den Defensivbereich zuständig ist, hofft, dass die Mannschaft an die zuletzt gute Abwehrarbeit anknüpfen wird: "Durch die vielen Ausfälle ist die Mannschaft enger zusammen gerückt und hat viele Kleinigkeiten richtig gemacht. Dazu hat Andrew Engelage sehr gut gehalten. Daran müssen wir anknüpfen. Das ist der einzige Weg, in der Liga erfolgreich sein zu können." Zufrieden gibt er sich damit aber noch nicht: "Als nächsten Schritt müssen wir versuchen, uns nicht mehr solange im eigenen Drittel aufzuhalten. Dann können wir offensiv mehr Akzente setzen und Torchancen kreieren. Ferner dürfen wir uns nicht mehr so viele mentale Aussetzer erlauben, wie zum Beispiel in Mannheim nach 50 Minuten oder gegen Iserlohn im zweiten Drittel."

Sehr positiv bewertet er, dass die Strafzeiten deutlich reduziert wurden: "Das haben die Spieler gut umgesetzt. Besonders wenn man viele Ausfälle hat, ist das sehr wichtig. Wenn man dann acht Mal in Unterzahl spielt, ist man nicht mehrfrisch. Das ist ein Teufelskreis. Wenn man das nicht stoppt, steigt das Verletzungsrisiko."

Quelle: RP
 
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