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Krefeld Pinguine
Das Duell der Teams ohne Killerinstinkt

Krefeld Pinguine: Das Duell der Teams ohne Killerinstinkt
So wie in dieser Szene bei einem Gastspiel der Straubing Tigers in der Saison 2014/15 könnte es heute Abend im König-Palast häufiger vor beiden Toren aussehen. Es ist mit einem Kampf auf Biegen und Brechen zu rechnen. Welches Team wird am Ende am Boden liegen? FOTO: T.L.
Del. Kellerduelle gehören in der Regel nicht gerade zu den Leckerbissen ihrer Sportart. Daran wird sich wahrscheinlich auch heute Abend im König-Palast nichts ändern, wenn die Pinguine um 19.30 Uhr die Tigers aus Straubing empfangen. Denn das Motto lautet egal wie, Hauptsache gewinnen. Von H.-G. Schoofs

Die Schwarz-Gelben müssen beweisen, dass der Heimsieg gegen Schwenningen keine Eintagsfliege war. Zudem geht es darum, sich im Kampf um einen Platz in den Pre-Play-offs einen direkten Konkurrenten vom Leib zu halten.

Bei den Gästen brannte zuletzt der Baum. Ein erster Löschversuch gelang am Mittwoch mit einem 2:1-Erfolg nach Verlängerung in Berlin. Der Stuhl von Trainer Larry Mitchell, der bereits kräftig wackelte, dürfte vorerst wieder sicherer auf den vier Beinen stehen. Angesichts dieser Vorzeichen ist mit einer kampfbetonten Auseinandersetzung zu rechnen. Beide Trainer vermissen in ihrem Team nach wie vor den Killerinstinkt. Wer den heute entdeckt, wird als Sieger vom Eis gehen.

Die Straubinger landeten Mittwoch an der Spree ihren dritten Saisonerfolg auf fremden Eis und gaben damit die Rote Laterne der Auswärtstabelle an die Iserlohn Roosters ab. Das dürfte für die Pinguine ein deutlicher Hinweis sein, die Tigers nicht zu unterschätzen. "Die Gefahr besteht nicht. Meine Spieler wissen, dass sie sich gegen solche Gegner immer schwerer tun als gegen die Topteams und werden mit der notwendigen Einstellung aufs Eis gehen", sagte Franz Fritzmeier. Daran würde auch der 7:3-Erfolg im ersten Saisonduell in Straubing nichts ändern: "Dort lagen wir schon mit 1:3 zurück und hatten Glück, dass ihr Torwart keinen guten Tag erwischte." Dass die Pinguine ausgeruhter ins Duell gehen können als die Tigers, ist nur bedingt ein Vorteil. Eventuell verfügen die Gastgeber im letzten Drittel über das bessere Stehvermögen.

Fritzmeier wusste gestern noch nicht, ob er elf oder zwölf Stürmer aufbieten wird. Mike Mieszkowski kehrt ins Aufgebot zurück. Bei Norman Hauner besteht sogar die Möglichkeit, dass er kurzfristig noch den Verein wechselt. Dragan Umicevic fehlte gestern beim Training und dürfte heute ausfallen. Vielleicht ist am Sonntag in Wolfsburg mit einem Einsatz des Schweden zu rechnen. Seine ersten drei Sturmreihen will der Coach gegenüber dem Schwenningen-Spiel nicht verändern. Es sein denn, Daniel Pietta müsste kurzfristig passen. Denn der Center sieht in den kommenden Tagen Vaterfreuden entgegen.

In der Abwehr baut der Trainer heute wahrscheinlich auf sieben Verteidiger. Dann wird Neuzugang Maximilian Faber sein Comeback im Pinguine-Trikot geben. Die Kritik aus dem Umfeld, die beiden jüngsten Spielerverpflichtungen, gelten nicht als die erhofften Verstärkungen, kann Fritzmeier nicht teilen: "Alle wissen doch, dass wir kein Geld haben. Ich hatte auch Carlo Colaiacovo auf der Liste. Der ist jetzt in Mannheim. Warum, kann sich jeder denken." Er habe nicht von Verstärkungen gesprochen: "Wir wollen uns hinten stabilisieren. Dafür ist Mikko Vainonen gekommen. Maxi Faber brauchen wir für die Tiefe unseres Kaders."

Quelle: RP
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