| 00.00 Uhr

Krefeld Pinguine
Das Duell Torfabrik gegen Schießbunde

Krefeld Pinguine: Das Duell Torfabrik gegen Schießbunde
Christian Kretschmann zog sich am Dienstag im Spiel gegen Berlin bei einem Bandencheck eine Platzwunde im Gesicht zu. Obwohl er von Physiotherapeut Florian Kreuzmann versorgt wurde, konnte er nicht weiterspielen. Er leidet immer noch unter einer leichten Gehirnerschütterung. FOTO: samla
Del. Die Krefeld Pinguine treten heute als krasser Außenseiter beim Tabellenführer EHC München an. Trainer Franz Fritzmeier sieht sein Team nicht chancenlos. Kretschmann und Mieszkowski fallen aus. Hauner wieder im Team. Von H.-G. Schoofs

Alleine schon die Statistik verrät, dass die Trauben heute Abend in der alten Olympia-Eishalle von München für die Pinguine ziemlich hoch hängen. Seit neun Spielen sind die Schwarz-Gelben gegen die "Roten Bullen" ohne Sieg. Ferner trifft heute eine Torfabrik der DEL auf eine Schießbude. Die Hausherren haben nach Nürnberg (57 Tore) die zweitmeisten Treffer (56) erzielt. Im Tor der Krefelder schlug es bisher am häufigsten ein. Also nicht gerade die besten Vorzeichen für die Schwarz-Gelben. Lediglich die Tatsache, dass die Pinguine als viertbeste Auswärtsmannschaft beim Tabellenführer antreten, sorgt für ein wenig Hoffnung auf ein Ende der Niederlagenserie gegen die Bayern.

Da die Krefelder am Sonntag spielfrei sind, können sie heute in München bis zur letzten Patrone versuchen, die "Bullen" auf die Hörner zu nehmen. Dabei kann Trainer Franz Fritzmeier auf sieben Verteidiger und elf Stürmer bauen. Nach Verteidiger Thomas Supis fallen auch Mike Mieszkowski (Oberkörperverletzung) und Christian Kretschmann (leichte Gehirnerschütterung) aus. Daher kehrt Norman Hauner ins Team zurück und kann sich so auf dem Eis für einen Vereinswechsel empfehlen. Ob der rüde Bandencheck des Berliners Petersen gegen Kretschmann noch Folgen für den von den Hauptschiedsrichtern nicht bestraften Sünder haben wird, stand gestern noch nicht fest. "Ich denke, Timo Boos wird sich die Szene angesehen haben. Ich werde ihn heute anrufen. Mehr will ich dazu nicht sagen", erklärte Fritzmeier.

Mit seinen elf Stürmern will der Trainer heute vier Reihen aufbieten. Wie schon häufig zu Saisonbeginn sollen Daniel Pietta und Marcel Müller in der vierten Reihe Doppelschichten fahren. Und das wahrscheinlich zwischen Norman Hauner und Martin Schymainski. Denn an seiner Topreihe und den zuletzt neuformierten Trios Collins/Rosa/Mancari und Koziol/Vasiljevs/Orendorz wird der Coach wohl festhalten.

Obwohl die Niederlage gegen Berlin der Mannschaft schon sichtlich zu schaffen machte, war von Frust gestern nichts mehr zu spüren. "Die Jungs haben sehr gut trainiert und in Überzahl drei spektakuläre Tore erzielt. Wir wissen, dass es in München schwer wird, aber chancenlos sind wir nicht. Die sind schon zu knacken, wenn sie nicht gerade ihren besten Tag erwischen und wir unsere wenigen Torchancen optimal nutzen können." Es wird heute vielleicht auf die Special-Teams ankommen. Das Unterzahlspiel gehört zur Schokoladenseite der Münchner. Bei den Krefeldern ist es genau umgekehrt, wobei sie in Unterzahl (Platz 5) nicht so schlecht sind wie die "Bullen" in Überzahl (Platz 14). Im Tor steht heute Niklas Treutle, der damit in München zum ersten Mal nach seinem Abschied von der Isar dort wieder auf dem Eis steht.

Keinen Vollzug konnten die Pinguine gestern in Sachen Neuverpflichtung melden. "Andy Reiss hat sich noch nicht mit Wolfsburg geeinigt und bei uns unterschrieben, sonst würde er morgen in München spielen", sagte Fritzmeier. Der hofft, dass die Sache am Wochenende in trockene Tücher kommt. Mit einem weiteren Zugang für die Abwehr rechnet der Trainer vielleicht schon in der kommenden Woche: "In der Liga wird derzeit ein wenig gepokert. Einige Spieler sind bei ihren Vereinen unzufrieden oder wollen von der sportlichen Leitung abgegeben werden. Der ausländische Markt ist begrenzt. Wir wollen natürlich den bestmöglichen Kandidaten verpflichten."

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld Pinguine: Das Duell Torfabrik gegen Schießbunde


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.