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Krefeld Pinguine
Die Pinguine bangen um Carons Einsatz

Krefeld Pinguine: Die Pinguine bangen um Carons Einsatz
Ob Jordan Caron, hier am Sonntag vor dem Straubinger Tor in Aktion, nach der Deutschland-Cup-Pause zum Einsatz kommen kann, ist derzeit fraglich. Der kanadische Stürmer leidet unter den Nachwirkungen eines Stockschlags. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Der kanadische Torjäger hat sich im Spiel gegen Straubing verletzt und droht für das Derby bei den Kölner Haien auszufallen. Als neuer Spieler soll Brett Breitkreuz aus Frankfurt im Gespräch sein. Am Montag Fantalk in Hüls. Von H.-G. Schoofs

Als sich Wolfgang Schulz gestern am frühen Abend auf dem Weg zur Gesellschafterversammlung der KEV Pinguine Eishockey GmbH machte, war er nicht gerade bei bester Laune. Das lag aber weniger an der zu erwarteten schlechten Bilanz des im März abgelaufenen Geschäftsjahres. "Es ist nicht zu fassen. Unser Verletzungspech will einfach nicht abreißen. Jetzt ist auch noch Caron verletzt. Gegen Köln werden wir wahrscheinlich nur neun Stürmer aufbieten können. Ich hoffe, dass Müller und Pietta gesund vom Deutschland-Cup zurückkehren", sagte der Aufsichtsratschef.

Jordan Caron hatte im Heimspiel gegen Straubing einen Stockschlag abbekommen, der unerwartete Nachwirkungen mit sich brachte. Je nach Heilungsverlauf könnte er am kommenden Mittwoch im Derby bei den Kölner Haien und für die darauf folgenden Spiele zu Hause gegen Mannheim und zwei Tage später in Berlin ausfallen. Dann würden die Chancen auf überraschende Punktgewinne gegen die Topteams natürlich erheblich sinken. Die Personalnot wurde gestern beim Gesellschafter-Meeting natürlich erörtert. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Fraglich ist, ob es zu der geplanten Rückkehr von Nikolas Linsenmaier kommt, der für Freiburg in 18 Spielen acht Treffer erzielte. "Es ist meine Entscheidung. Ich muss mir alles noch durch den Kopf gehen lassen. Die Chancen stehen fifty-fifty", antwortete der Center nach dem Sieg der Freiburger gegen Bietigheim auf Fragen der Journalisten. Vielleicht kam deshalb gestern aus Frankfurt die Nachricht, dass Stürmer Brett Breitkreuz bei den Pinguinen als Neuzugang im Gespräch sein soll. Der 28-jährige Deutsch-Kanadier absolvierte bereits 229 DEL Spiele für Köln und Augsburg. Bei den Hessen aus der DEL2 kam er in dieser Saison bisher in 16 Spielen auf fünf Treffer und vier Vorlagen. Die letzte Ausländerlizenz wollen die Pinguine derzeit auf keinen Fall vergeben "Die brauchen wir für einen Torwart. Wir wissen ja nicht, was mit Andrew Engelage wird", sagte Wolfgang Schulz.

In Sachen Zukunft des DEL-Standortes Krefeld war die gestrige Gesellschafterversammlung für den Aufsichtsratsvorsitzenden kein Treffen mit Signalwirkung: "Erstmal müssen wir den Mietvertrag unterschreiben. Dann sehen wir weiter, derzeit sieht es aber ganz gut aus." Er bedauert allerdings, dass sich die Leistungen der Mannschaft nicht ausreichend auf den Rängen widerspiegeln: "2700 Zuschauer gegen Straubing sind sehr enttäuschend. Unsere Mannschaft kämpft, rennt und punktet trotz der vielen Verletzten gegen Topteams, die im Vergleich zu uns den dreifachen Etat haben." Die Zerstückelung von Spieltagen und Bullyzeiten seien sicher mit ein Grund für den allgemeinen Zuschauerrückgang in der Liga: "Dafür müsste die Telekom eigentlich eine Millionen an jeden Verein zahlen." Vielleicht werden die Fans am kommenden Montag mehr erfahren, wie es um die Zukunft der Pinguine bestellt ist. Dann laden die Pinguine ihre Anhänger und Fans um 19 Uhr zum nächsten Fantalk in den "Goldenen Hirsch" in Hüls an der Konventstraße 24 ein. Moderiert von Stadionsprecher Kristian Peters-Lach, wollen sich spannende Gesprächspartner aus der Pinguine-Welt den Fragen stellen. Wer sicher gehen will, dass seine Frage berücksichtigt wird, kann diese im Vorfeld an presse@krefeld-pinguine.de senden.

Quelle: RP
 
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