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Aushängeschild des Krefelder Eishockeys
Die Tür ist für Ehrhoff immer offen

Fotos: Christian Ehrhoff – Moerser, Ex-NHL-Profi, Olympia-Held
Fotos: Christian Ehrhoff – Moerser, Ex-NHL-Profi, Olympia-Held FOTO: DEB
Krefeld. Das Karriereende von Christian Ehrhoff beschäftigte diese Woche auch die Verantwortlichen der Krefeld Pinguine. "Die Tür ist für ihn hier immer offen", sagt Pinguine-Geschäftsführer Matthias Roos über das Eigengewächs und Aushängeschild des Krefelder Eishockeys. Von Hans-Gerd Schoofs

Das Thema der Woche im deutschen Eishockey ist ohne Zweifel das Karriere-Ende von Christian Ehrhoff. Ganz selten wurde einem deutschen Spieler so viele Worte und Töne gewidmet, der seine Schlittschuhe an den berühmten Nagel gehängt hat. Das beweist, welch große Anerkennung und Sympathien der 35-jährige Verteidiger nach seinen 19 Profijahren genießt. Auch bei der  Pressekonferenz der Pinguine am Mittwoch war das Karriere-Ende von Ehrhoff ein Thema.

"Es gab viele Fragen, wie wir dazu stehen. Christian hat entschieden, seine Karriere im Kölner Trikot zu beenden. Trotzdem sind wir immer offen, ihn hier mit einzubinden. Die Tür ist für ihn hier immer offen. Wenn die Zeit da ist, wird es sicher ein Gespräch mit ihm geben, wenn er dazu bereit ist", sagte Matthias Roos. Auf die Frage, ob er sich auf seine Funktion als Geschäftsführer beschränken wolle, falls Ehrhoff Interesse am Job des Sportdirektors habe, antwortete er: "Wenn das was ist, woran er Interesse hätte, dann spricht man darüber. Dann muss er sich klar dazu äußern."

Den Namen des neuen Cheftrainers wollte (konnte) Roos noch nicht bekannt geben: "Wir sind weiter in guten Gesprächen. Von unserer Seite ist eine Entscheidung getroffen worden. Es müssen nur noch Kleinigkeiten geklärt werden, aber es sieht ganz gut aus." Er würde am liebsten den Namen nennen, um Ruhe zu haben, aber im Moment ginge das nicht." Den Grund dafür wollte er zwar nicht nennen, doch offensichtlich befindet sich der Nachfolger von Rick Adduono noch im Dienst und will innerhalb seines Teams und Vereins während der Play-offs nicht für Unruhe sorgen. "Er hat jedenfalls noch was zu erledigen", sagte Roos.

Zum Anforderungsprofi des neuen Trainers sagte der Sportdirektor: "Für uns ist es wichtig gewesen, dass er gewillt ist, unser Konzept mit Förderlizenzspielern und Farmteam mit zu tragen und dass er Spieler entwickeln kann." Taktisch und analytisch müsse er sich schon "auf hohem Niveau" bewegen. Hauptsächlich auf junge Spieler wollen die Pinguine aber nicht bauen. "Wir hatten im Schnitt die jüngste Mannschaft der Liga, das wird bestimmt nicht mehr der Fall sein", erklärte Roos. Zum Teil sei der Mister X schon bei den Planungen mit eingebunden: "Er weiß sicherlich was wir machen und kann sich zu Spielern äußern, über die wir uns Gedanken machen." Auf heißen Kohlen sitzt derzeit Co-Trainer Marian Bazany, der auf eine Entscheidung wartet, ob er im Amt bleibt oder nicht. Das hängt vom neuen Chefcoach ab.

Trivellato bleibt bei den Pinguinen

In Sachen Alex Trivellato sind die Überlegungen abgeschlossen. Der 25-jährige Verteidiger bleibt bei den Pinguinen. "Wir hatten uns bereits vor der letzten Saison Gedanken über Alex gemacht und wollten ihn im Mai bei der WM in Köln nochmals auf internationalem Niveau spielen sehen. Aufgrund einer Verletzung, die er sich in der Vorbereitungsphase auf das Turnier zugezogen hatte, konnte er leider nicht teilnehmen. Aufgrund der Verletzungen von Tom Schmitz und Patrick Seifert landete er letztlich doch noch bei uns. Alex verfügt über großes Potenzial, das er in der neuen Spielzeit voll ausschöpfen wird", sagte Roos. Der italienische Nationalspieler mit deutschem Pass absolvierte 30 Spiele (3 Tore/2 Assists) für die Pinguine.

Nächste Woche bereitet er sich mit der Nationalmannschaft auf die B-WM in Ungarn vor. In der kommenden Woche will Roos weitere Vertragsverlängerungen oder Neuverpflichtungen bekannt geben: "Wir wollen zunächst die Importstellen in der Defensive besetzen und gucken dabei auch nach Spielern mit einem deutschen Pass." Insgesamt beschäftigen sich die Pinguine auch mit Spielern aus der DEL, die von ihren Klubs aussortiert wurden oder den Verein verlassen wollen. Davon sind derzeit reichlich auf dem Markt.

Quelle: RP
 
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