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Krefeld Pinguine
Klein und Pätzold ein ideales Gespann

Krefeld Pinguine: Dimitri Pätzold und Patrick Klein ein ideales Gespann
Dimitri Pätzold wird sich wahrscheinlich noch bis Ende Dezember mit Patrick Klein im Tor der Pinguine abwechseln. FOTO: samla/Archiv: citypressc
Krefeld. Die beiden Torhüter der Pinguine haben kein Problem damit, wenn sie mal nicht zum Einsatz kommen.Von den derzeit verletzten Spielern hofft Martin Schymainski morgen beim Spiel in Iserlohn auf ein Comeback. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Wenn ein neuer Torhüter nur einmal für 30 Minuten mit dem kompletten Team trainieren konnte und nur wenige Stunden später in einem Heimspiel ein tadelloses Debüt feiert, dann ist das ein deutliches Zeichen für eine richtige Personalentscheidung der Verantwortlichen. Es war schon beeindruckend, wie Dimitri Pätzold trotz seiner großen Erfahrung am Dienstagabend im Duell mit den Nürnberg Ice Tigers seinem Team in den 65 Minuten den einen Punkt rettete. Entsprechend groß war hinterher die Erleichterung im Lager der Schwarz-Gelben. "Dimitri tut uns sehr gut und gibt uns noch mehr Tiefe im Kader", sagte Marcel Müller, der bei der 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen den einzigen Krefelder Treffer erzielte.

Über Tiefe im Kader verfügen die Pinguine wahrlich genug. 31 der 32 erlaubten Lizenzen sind vergeben, so viele wie noch nie in der Krefelder DEL-Geschichte. Aber diese Tiefe war bisher auch noch nicht so dringend erforderlich. Aufgrund des engen Spielplans und des großen Verletzungspechs hatten die Verantwortlichen auch gar keine andere Möglichkeit, wenn sie das erklärte Saisonziel nicht aus den Augen verlieren wollen. Dass mit dem neuformierten Team aus den vergangenen vier Spielen gegen Top-Teams vier Punkte zu Buche stehen, ist zweifelsohne eine erfreuliche Bilanz. "Das war gegen vier hochkarätige Gegner ein hartes Stück Arbeit. Der eine Punkt heute kann in der Endabrechnung sehr wertvoll sein", sagte Matt MacKay am Dienstag.

An diesem einen Zähler besitzt Dimitri Pätzold einen großen Anteil. Mit der Ruhe und der Sicherheit, die er auch noch nach fünfwöchiger Wettkampfpause ausstrahlte, steckte er seine Vorderleute an. Der 34-Jährige, der immer seine linke Kufe zuerst unterschnallt, ist froh, dass der Wechsel nach Krefeld geklappt hat: "Als in Straubing MacIntyre verpflichtet wurde, stand für mich fest, dass ich wechseln will. Ich hatte schon länger Kontakt mit Krefeld. Am Samstag war die Sache dann perfekt." Seine Familie bleibt in Erding wohnen: "Meine beiden Kinder sind noch im Kindergarten und werden mich aber ab und zu besuchen." Da vielleicht bis zum Jahreswechsel an ein Comeback von der eigentlichen Nummer 1 Andrew Engelage nicht zu denken ist, der jetzt schon fast fünf Wochen pausiert, muss das Gespann Klein/Pätzold die Kohlen vorerst alleine aus dem Feuer holen. "Das war sicherlich die richtige Entscheidung der Verantwortlichen, Dimitri zu verpflichten. Wir haben schließlich einen straffen Spielplan. Wir sind jetzt zu zweit und ich denke, dass wir beide ausreichend Spielpraxis erhalten werden", sagte Patrick Klein am Dienstag nach dem Spiel. Seine muskulären Probleme aufgrund seines großen Flüssigkeitsverlustes sind kein Thema mehr. "Inzwischen haben wir das gut im Griff", sagte Klein bereits nach dem Heimspiel gegen Mannheim. Trotzdem wird er froh sein, dass er künftig mal eine Pause bekommen kann, ohne das die Mannschaft geschwächt wird. Und Pätzold weiß, dass er nicht dauerhaft auf der Bank schmoren muss, wenn Klein weiter so gute Leistungen abliefert wie bisher.

Krefeld Pinguine: Stürmer Schymainski ist wieder einsatzbereit

Nachdem die Mannschaft gestern einen freien Tag genießen konnte, beginnt heute die Vorbereitung auf den nächsten Kraftakt mit drei Spielen (Iserlohn, Augsburg und DEG) innerhalb von nur fünf Tagen. Gut möglich, dass Trainer Rick Adduono sich erstmals nach langer Zeit mal wieder Gedanken machen muss, wenn er aus dem Kader streicht. Denn bei Martin Schymainski bahnt sich ein Comeback an, wenn der Stürmer heute das Abschlusstraining ohne Probleme überstehen sollte und die Ärzte grünes Licht geben. Damit würde der Kader neben der Tiefe auch wieder an Stärke gewinnen.

Quelle: RP
 
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