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1:7-Pleite
Pinguine erleben in Augsburg ein Debakel

Krefeld Pinguine erleben in Augsburg ein Debakel
Die mitgereisten Fans der "Party-Pinguine" ließen sich die Stimmung durch die indiskutable Vorstellung nicht vermiesen und sorgten im zweiten Drittel mit ihrer Polonaise für Stimmung auf den Rängen. FOTO: Kolbert-Pres
Die Krefeld Pinguine haben am Sonntag 1:7 bei den Augsburg Panthern verloren. Trainer Rick Adduono musste vorzeitig in die Kabine.  Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns, Augsburg

Es rappelte gestern kräftig in der Kiste, allerdings nicht in der Augsburger. Die Pinguine boten eine insgesamt katastrophale Leistung und unterlagen bei den Panthern mit 1:7. Besonders im ersten Drittel ließen sie sich von den Gastgebern vorführen und gerieten vorentscheidend mit 0:4 in Rückstand. Nach diesem Debakel glauben wohl auch die kühnsten Optimisten unter den KEV-Fans in Sachen Pre-Play-offs nicht mehr an ein Wunder. Viel Zeit zum Grübeln bleibt dem Team nicht, denn schon morgen geht die Reise nach Iserlohn.

Die Pinguine waren am Samstag bei leichtem Schneefall gegen 20.30 Uhr am Teamhotel in Augsburg eingetroffen. Gestern ging es dann nach der Teamsitzung um 11.30 Uhr zum Curt-Frenzel-Stadion, wo hungrige Panther, die ihre letzte Chance auf die Play-offs mit einem Heimsieg gegen Krefeld wahren wollten, warteten. Trainer Rick Adduono konnte seine Mannschaft gegenüber der Partie vom Freitag gegen Mannheim unverändert aufs Eis schicken. "Wir müssen heute in der Defensive gut stehen, die entscheidenden Zweikämpfe in der neutralen Zone gewinnen und schauen, dass wir nicht mehr wie zwei Gegentreffer kassieren. Gegen das beste Überzahlteam der Liga müssen wir diszipliniert spielen und von der Strafbank weg bleiben," sagte der Coach kurz vor dem Spiel im Gespräch mit unserer Zeitung.

Von Beginn an machten die Panther mächtig Druck auf das Tor von Patrick Klein. Es dauerte aber bis zur fünften Minute, ehe es im Krefelder Tor einschlug. Eine Minute später drohte erneut Ungemach, als sich Diego Hofland neben dem Augsburger Tor eine unnötige Strafe einhandelte. Diese Unterzahl überstanden die Pinguine. Wenig später staubte dann Stieler zum 2:0 ab. In der elften Minute jubelten die etwa 40 mitgereisten Fans der Pinguine. Christoph Gawlik hatte kurz hinter der blauen Linie abgezogen und zum vermeintlichen Abschlusstreffer getroffen. Nach Videobeweis gaben die Schiedsrichter den Treffer aber nicht, weil Marcel Müller Augsburgs Torwart Roy leicht am Schlittschuh berührt hatte. Diese Entscheidung war sehr umstritten. Davon erholten sich die zweikampfschwachen Krefelder nicht mehr. Ex-Pinguin Kretschmann erhöhte in der 14. Minute auf 3:0, als Feser ihn vor dem Tor nicht entscheidend stören konnte. Eine Minute später stellte Evan Trupp der einen Distanzschuss von Cundari unhaltbar für Klein abfälschte auf 4:0.

Das Waterloo setzte sich für die Pinguine im zweiten Drittel fort. Es war kein Aufbäumen der SchwarzGelben zu erkennen. In der 23. Minute schlug es erneut hinter dem bedauernswerten Patrick Klein ein. Polaczek hatte abgezogen, Detsch staubte mühelos zum 5:0 ab. Für Klein kam nun Dimitri Pätzold ins Tor. Mikko Vainonen leistete sich in der 29. Minute einen Bandencheck und musste dafür mit einer Fünfminutenstrafe vorzeitig in die Kabine. Gleich zu Beginn der langen Unterzahl schickte Patrick Seifert Martin Schymainski mit einem feinen Pass auf die Reise und "Schimmi" traf zum 1:5. Damit war es aber mit der Krefelder Herrlichkeit vorbei. Nur noch ihre Fangruppe die "Party-Pinguine" machten mit einer Polonaise auf sich aufmerksam und wurden von den Fans der Gastgeber dafür gefeiert. Die Hausherren erhöhten dann in Überzahl durch White und Leblanc auf 7:1. Mit ihrer ersten Überzahl (33.) wussten die Schützlinge von Rick Adduono nichts anzufangen. Im Schlussabschnitt tat sich auf dem Eis kaum noch was. Augsburg war wohl schon in Gedanken beim Derby am Dienstag gegen München. Krefeld fehlte einfach der Glaube und die Mittel, das Ergebnis noch zu verbessern. Rick Adduono kassierte in der 50. Minute eine Spieldauerdisziplinarstrafe wegen wiederholtem Reklamieren und musste in die Kabine. Das Coaching übernahm Marian Bazany. Die beste Krefelder Torgelegenheit hatte Marcel Müller drei Minuten vor dem Ende, als er alleine auf das Tor zu lief, aber im letzten Augenblick von Verteidiger Tölzer am Schuss gehindert wurde.

"Nach dem Spiel gegen Mannheim war ich noch stolz auf meine Mannschaft, heute bin ich total enttäuscht. Im ersten Drittel hatten wir mehr Schüsse, aber bei Augsburg war fast jeder Schuss ein Treffer. Wir haben insgesamt viel zu viele Fehler gemacht, vor allem in der Defensive. Ich erwarte am Dienstag in Iserlohn eine entsprechende Reaktion", sagte Adduono nach dem Spiel.

Quelle: RP
 
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