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Krefeld Pinguine
Erstes punktloses Wochenende

Krefeld Pinguine: Erstes Wochenende ohne Punkte
Den schönsten Krefelder Angriff des gesamten Spiels schloss Torjäger Jordan Caron (Nr. 57) in der 54. Minute zum Anschlusstreffer ab. FOTO: Thomas Lammertz
Del. Eishockey: Nach der Auswärtsniederlage in Bremerhaven mussten sich die Krefelder gestern auch im Heimspiel gegen Wolfsburg geschlagen geben. Der Anschlusstreffer von Caron kam zu spät. Schymainski musste verletzt passen. Von H.-G. Schoofs

So langsam aber sicher spiegelt sich die lange Verletzungsmisere der Pinguine auf dem Eis deutlich wider, und leider auch auf dem Punktekonto. Denn erstmals sprang für die Krefelder in dieser Saison an einem Wochenende nichts Zählbares heraus. Dem 3:6 in Bremerhaven folgte gestern Nachmittag im König-Palast eine 1:3-Niederlage gegen die Grizzly Wolfsburg. Der Siegeswille war bei den Schwarz-Gelben zweifelsohne vorhanden. Doch der Akku war nicht voll genug, um die cleveren Gäste aus der Autostadt entscheidend unter Druck zu setzen. Dazu fehlte bei den wenigen guten Torchancen diesmal auch das notwendige Quäntchen Glück. Bis zur heute in einer Woche beginnenden Deutschland-Cup-Pause steht nur noch am kommenden Sonntag das Heimspiel gegen die Straubing Tigers auf dem Programm. Vielleicht entspannt sich bis dahin die aktuelle Personalnot ein wenig.

Neben der bitteren Pleite am Freitag bei den Artgenossen in Bremerhaven mussten die Pinguine auch noch eine Unterkörperverletzung von Martin Schymainski hinnehmen, der kurz vor Spielende vom Eis gehumpelt war und gestern passen musste. Er droht länger auszufallen. Wie lange, soll heute eine genauere Untersuchung ans Tageslicht bringen. So standen Trainer Rick Adduono nur elf Stürmer zur Verfügung. Insgesamt fehlten ihm damit sechs Akteure. Die Wolfsburger mussten auf fünf Stammkräfte verzichten, was man auf dem Eis aber nicht erkennen konnte. Denn es entwickelte sich ein Match Klein gegen Grizzlys. Der Krefelder Torwart sorgte bis zur ersten Pause dafür, dass die Gäste nicht schon vorentscheidend in Führung gehen konnten. Lediglich beim Überzahltreffer von Kreps war er ohne Abwehrchance. Die Pinguine blieben bis dahin im Angriff harmlos. Es dauerte bis zur 20. Minute, ehe Christoph Gawlik an Torwart Kuhn scheiterte.

Deutlich besser kamen die Krefelder dann im zweiten Drittel ins Spiel. Mathias Trettenes vergab eine Großchance zum Ausgleich (25.). Die Pinguine blieben am Drücker, doch wie aus dem Nichts fiel das 2:0 für Wolfsburg. Torwart Klein musste ein Geschoss von Kreps passieren lassen (31.). Vier Minuten später musste Joel Keussen nach einem Bandencheck gegen Foucault mit Verletzungsfolge vorzeitig unter die Dusche. Trotz der fünfminütigen Unterzahl ergab sich die große Chance zum Anschlusstreffer, als Daniel Pietta und Marcel Müller auf einen Wolfsburger zuliefen. Doch beim Zuspiel des Centers auf den Torjäger sprang der Puck Müller vom Schläger.

Knapp drei Minuten waren im Schlussdrittel gespielt, da kamen die Pinguine zu ihrer zweiten Überzahl. Eine klare Torchance ergab sich aber nicht. Als die Grizzlys gerade wieder komplett waren, hämmerte Mikko Vainonen den Puck gegen den Außenpfosten. Trainer Adduono bündelte danach seine Kräfte. Philipp Kuhnekath blieb auf der Bank. Tommy Kristiansen und Kevin Orendorz wechselten sich in der zweiten Sturmreihe ab. Mit letzter Kraft drängten die Hausherren weiter auf den Anschlusstreffer und wurden belohnt. Pietta und St. Pierre spielten Caron wunderschön frei, der ohne Mühe Torwart Kuhn bezwang (54.). Jetzt hofften die KEV-Fans wenigstens noch auf die Verlängerung. Doch als Torwart Klein seinen Arbeitsplatz gerade verlassen hatte, sorgte Kreps mit seinem dritten Treffer für die endgültige Entscheidung.

Quelle: RP
 
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