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Krefeld Pinguine
Die Pinguine gehen mit Sorgen in den Endspurt

Krefeld Pinguine gehen mit Sorgen in den Endspurt
Daniel Pietta kehrte gestern von den beiden Länderspielen mit der DEB-Auswahl in der Slowakei mit einem guten Gefühl nach Krefeld zurück. FOTO: PN
Del. Eishockey: Die meisten Spieler hoffen, dass bis zur Begegnung am Freitag in Nürnberg der neue Mietvertrag unter Dach und Fach ist. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Als Torwart Tomas Duba gestern früh nach dem Training das Eis verließ, stürmte er auf die wartenden Pressevertreter zu und fragte: "Wie sieht es aus mit dem neuen Mietvertrag. Habt ihr was gehört?" Die Antwort heißt nein. "Ich denke, wir sind auf einem guten Weg", erklärte gestern Wolfgang Schulz. Einzelheiten aus einem Treffen am Samstag mit Aufsichtsratsmitgliedern, Anwälten und Geschäftsführer wollte er nicht nennen. Der Aufsichtsratschef hofft weiter, dass bis Mittwoch eine Einigung erzielt werden kann. Das wäre vor dem am Freitag beginnenden Endspurt um einen Play-off-Platz sehr förderlich. Denn im Unterbewusstsein der Spieler schwirrt die Sorge um die Zukunft herum. "Das darf man nicht unterschätzen und hat sicherlich auch mit den Leistungsschwankungen zu tun", erklärte Schulz.

Besonders die Spieler, die über die Saison hinaus einen Vertrag besitzen, interessiert das Thema. "Wir müssen mit sportlichen Erfolgen unseren Verantwortlichen den Rücken stärken. Man darf in Krefeld nicht vergessen, dass wir in den vergangenen beiden Spielzeiten sehr gutes Eishockey geboten haben", erklärte Daniel Pietta, der sich nach seinem beiden Länderspieleinsätzen beim "Slovakia-Cup" gestern das Training von der Tribüne aus anschaute. Trotz der beiden 1:4-Niederlagen gegen die Slowakei und die Schweiz ist der derzeit einzige Krefelder im A-Team des DEB nicht unzufrieden: "Ich bin mit Blick auf die WM mit einem guten Gefühl aus den Testspielen gegangen." Ein gutes Gefühl besitzt der Center der ersten Reihe auch mit Blick auf die letzten acht Punktspiele: "Vor den Spielen in Berlin und Ingolstadt waren wir Elfter. Jetzt sind wir Zehnter. Das hätte man uns vor diesen beiden Spielen nicht unbedingt zugetraut. Das gibt uns jetzt ein gutes Gefühl für die letzten acht Spiele. Wir haben es selber in der Hand, zumindest den zehnten Platz zu verteidigen. Wir haben noch fünf Spiele hier im KöPa und müssen nur noch dreimal auswärts antreten, das könnte ein kleiner Vorteil sein. Wichtig ist das alle Spieler in jedem Spiel 100 Prozent geben. Ich denke, das haben alle verinnerlicht. Es gibt jetzt keine Ausreden mehr mit verletzten oder kranken Spielern. Wenn das halt mal so ist, müssen wir das wegstecken. Das haben wir in der vergangenen Saison auch geschafft. Ich erinnere nur an das Spiel in Nürnberg, wo sich zu allem Unglück auch noch Sinan schwer verletzt hat. An Ingolstadt hat man in der Vorsaison gesehen, was alles möglich ist wenn man als Neunter oder Zehnter in die Play-offs geht. Aber soweit dürfen wir jetzt gar nicht denken. Wir müssen nicht nur von Spiel zu Spiel schauen, sondern von Drittel zu Drittel, noch besser nur von Wechsel zu Wechsel. Wir stehen jetzt auf der Kippe. Das Duell am Freitag in Nürnberg ist sehr wichtig und kann richtungsweisenden Charakter haben."

Wenn alles nach Plan läuft, sollen am Freitag sieben Verteidiger und zwölf Stürmer auflaufen können. Dabei sollen die beiden Langzeitverletzten Josh Meyers und Christian Kretschmann ihr Comeback feiern. "Ich bin bereit, wenn meine Spezialschiene rechtzeitig eintrifft, werde ich spielen", sagte Meyers. Kretschmann verließ gut gelaunt das Eis: "Ich fühle mich gut. Der Heilungsprozess ist besser verlaufen als erwartet. Dafür ein großes Dankeschön an unsere medizinische Abteilung. David Fischer und Dominik Meisinger blieben gestern grippekrank zu Hause. Steve Hanusch musste das Training nach 20 Minuten abbrechen. Er war von einem Puck am Kinn getroffen worden und fuhr sofort zum Arzt.

Torwart Patrick Klein stand gestern Abend nicht wie zunächst geplant beim EV Duisburg im Tor. Das soll nun am kommenden Wochenende der Fall sein, da für die Füchse dann zwei schwere Spiele auf dem Programm stehen. Felix Bick fährt dann als Backup der Pinguine mit nach Nürnberg.

Quelle: RP
 
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