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Krefeld Pinguine
Nordlunds Erfahrung soll den Pinguinen helfen

Krefeld Pinguine: Markus Nordlunds Erfahrung soll den Pinguinen helfen
Markus Nordlund (li.), der hier im Training Adrian Grygiel am Torschuss hindern will, wird heute wahrscheinlich an der Seite von seinem Landsmann Mikko Vainonen oder Nick St. Pierre sein DEL-Debüt für die Pinguine geben. FOTO: samla
Krefeld . Der finnische Verteidiger wird am Freitag im Heimspiel gegen Ingolstadt mit der Trikotnummer 40 sein Debüt für Krefeld geben. Auch Andrew Engelage steht vor seinem ersten DEL-Einsatz. Dragan Umicevic kehrt ins Team zurück. Von H.-G. Schoofs

Wenn Rick Adduono am Freitag seinen Schützlingen nach dem Pre-Game-Skating in der Kabine seine Aufstellung für das Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt bekannt gibt, muss er sich vielleicht entscheiden, ob er 13 Stürmer oder sieben Verteidiger aufbietet. Denn am Donnerstag nach dem Training deutete sich an, dass der Trainer die Qual der Wahl hat. Der zuletzt grippekranke Joel Keussen meldete sich zurück. Auch Dragan Umicevic gab grünes Licht für einen Einsatz. Dazu muss sich Adduono überlegen, wen er an die Seite von Markus Nordlund stellt. Der Finne unterzeichnete gestern nach seinem dreitägigen Probetraining einen Vertrag bis zum Saisonende. "Markus hat bisher eine beachtenswerte Karriere hingelegt und war Teil vieler guter Teams. Seine Erfahrung, seine Größe und sein Schuss werden uns weiterhelfen", sagte der Coach.

Auch Co-Trainer Marian Bazany, der ja selbst Verteidiger war, ist davon überzeugt, dass der neue Finne die richtige Wahl war: "Im Vergleich zu Manavian ist er eine sehr gute Verstärkung. Aber man darf von ihm keine Wunderdinge erwarten. Er hat sechs Monate kein Spiel gemacht. Er ist körperlich und konditionell in einer guten Verfassung. Wir versprechen uns auch im Spielaufbau viel von ihm."

Neben Markus Nordlund können sich die KEV-Fans heute auch auf das DEL-Debüt von Andrew Engelage freuen. "Er wird im Tor stehen. Patrick Klein sitzt als Backup auf der Bank", sagte Matthias Roos. Der Sportdirektor ist natürlich sehr froh, dass die neue Nummer 1 endlich zum Zuge kommen kann. Denn sein Wunsch, in den fünf Heimspielen der ersten drei Wochenenden bei den Zuschauern kräftig die Werbetrommel zu rühren und dabei so viele Punkte wie möglich einzufahren, ging nicht ganz in Erfüllung. Mit dem Auftreten der Mannschaft gegen München und Augsburg konnte er insgesamt zufrieden sein. Aus den drei ersehnten Punkten wurde nur einer. Daher würde heute dem Team und der Volksseele ein Sieg sehr gut tun. Die Pinguine hoffen, dass in etwa so viele Zuschauer kommen wie gegen München.

Eine ähnliche Achterbahnfahrt der Gefühle wie die Pinguine erlebten auch die Panther aus Ingolstadt. Der Pleite (2:4) im Derby gegen Straubing folgte der Überraschungscoup (4:0) in München. Beim Sieg gegen den Meister traf der Ex-Krefelder Mike Collins gleich zweimal ins Schwarze. "Wir hätten ihn gerne behalten. Aber Mike war für uns als Center für die dritte Reihe zu teuer. Er war sehr geknickt, dass er nicht bleiben konnte. Aber ich habe ihm damals gesagt, dass er locker in der DEL unterkommen wird. So ist es dann ja auch gekommen", sagte Roos.

Knackpunkt war bei der Niederlage gegen Augsburg das kollektive Versagen der Special-Teams. "Wir haben in Überzahl immer versucht, die Scheibe im gegnerischen Drittel zu halten. Das war falsch, wir hätten den Puck auch mal zurückziehen müssen", sagte Marcel Müller, der heute vor seinem 100. DEL-Treffer steht. Für seinen kongenialen Sturmpartner Daniel Pietta gab es am Wochenende noch eine weitere wichtige Ursache für die Niederlagen: "Wir müssen von der Strafbank wegbleiben und dürfen nicht so viele dumme Strafen ziehen."

Trainer Adduono ist überzeugt, das die beiden Niederlagen sich nicht negativ auf die Stimmung ausgewirkt haben: "Ein wenig Druck ist natürlich zu spüren. Aber die Saison ist ja noch sehr lang. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Aber die Einstellung des Teams ist hervorragend. Es sind keine faule Jungs dabei. Wenn alle konzentriert sind und daran glauben, dass wir zu Hause gewinnen werden, können wir jeden Gegner schlagen. Alle wissen, was sie zu tun haben, auch in Über- und Unterzahl. Wir müssen unseren Gameplan 60 Minuten lang einhalten. So etwas wie gegen Augsburg im letzten Drittel geht nicht.

Zum ersten Punktspiel auf fremdem Eis reisen die Pinguine morgen in den Schwarzwald, wo sie am Sonntag um 14 Uhr bei den Schwenninger Wild Wings zu Gast sind. Die verkauften sich beim Heimauftakt trotz der Niederlage gegen Adler Mannheim mehr als teuer und überraschten zwei Tage vor mit einem Sieg (2:1 n.V.) bei den Iserlohn Roosters, wo sie bisher immer als gern gesehener Punktelieferant galten. Überragender Akteur war in beiden Duellen Torwart Dustin Strahlmeier.

Quelle: RP
 
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