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Krefeld Pinguine
Patrick Seifert bringt Routine in die Verteidigung

Krefeld Pinguine: Patrick Seifert bringt Routine in die Verteidigung
Mannschaftsarzt Martin Wazinski und Physiotherapeut Florian Kreuzmann beobachten Patrick Seifert beim Test auf dem Ergometer. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Der Name Patrick Seifert ist im Eishockey bislang eher etwas für Experten. Gelegenheitszuschauern der Krefeld Pinguine war der 27 Jahre alte Verteidiger vermutlich kein Begriff, als die Schwarz-Gelben seine Verpflichtung vermeldeten.  Von Sven Schalljo und Josef Hermanns

Er ist kein Spieler, der oft mit spektakulären Auftritten von sich reden macht. Doch es ist fraglos auch mehr als ein Zufall, dass der Pinguine-Neuzugang in insgesamt neun DEL-Jahren mit Augsburg und Wolfsburg - nicht eben die absoluten Topfavoriten der Liga - dreimal das Finale erreichte. Zwar reichte es noch nie zu einem Titel, doch der gebürtige Augsburger bringt viel Erfahrung mit in die Seidenstadt.

Sportlich ist er ein Spieler, der sich stets in den Dienst des Teams stellt und den Erfolgstrainer Pavel Gross auch gern in Wolfsburg behalten hätte. Seifert jedoch hatte andere Pläne. "Ich war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung und will mehr Verantwortung übernehmen. In den Gesprächen zeichnete sich ab, dass das in Krefeld geht. Darum habe ich mich für die Pinguine entschieden", begründet er seine Entscheidung zum Wechsel in die Seidenstadt. "Ich sehe es als weiteren Schritt in meiner Karriere nach meiner Zeit in Augsburg und den beiden Spielzeiten in Wolfsburg, wo wir zweimal Vizemeister wurden."

Trainer Rick Adduono sieht bei ihm aber durchaus nicht nur das Potenzial zum Defensivstrategen, sondern auch offensive Möglichkeiten. So traut er dem Linksschützen auch durchaus im Kampf um einen der Plätze in der Überzahlformation zu, sich durchsetzen zu können. Diese Rolle hatte er zum Ende der vergangenen Saison auch in Wolfsburg eingenommen, als etatmäßige Überzahlverteidiger ausgefallen waren. "In Wolfsburg habe ich auch schon mal als Stürmer ausgeholfen, generell sehe ich mich aber schon als Verteidiger, und ich möchte das auch bei den Pinguinen spielen."

In jedem Fall soll Seifert seine große DEL-Erfahrung in die insgesamt sehr junge Defensive einbringen. Mit 330 DEL-Einsätzen ist er mit weitem Abstand der in der Liga erfahrenste Abwehrspieler des Teams. Dieser Vorsprung an Erfahrung soll sich für ihn auch in vermehrten Einsatzzeiten zeigen. Diese will er dann auch nutzen, um seine bisherige Bestmarke von zwölf Punkten aus der vergangenen Saison zu übertreffen. Doch nicht nur durch mehr Punkte, auch durch sicheres Defensivspiel will Patrick Seifert sich in den Vordergrund spielen.

Dann könnten in der Zukunft die Fans bei der Nennung seines Namens weit euphorischer reagieren. Eine weitere Finalteilnahme erscheint derzeit zwar eher illusorisch, doch auch hier sagt er: "Es ist unser Ziel, zunächst die Play-offs zu erreichen, und dann müssen wir Schritt für Schritt sehen was noch möglich ist. Am Ende will ich Meister werden. Das Ziel muss da sein."

Quelle: RP
 
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