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Krefeld Pinguine
Druck zu groß: Adduono tritt zurück

Krefeld Pinguine: Rick Adduono tritt zurück - Druck war zu groß
Rick Adduono ist nicht mehr Trainer der Krefeld Pinguine. FOTO: samla.de
Krefeld. Rick Adduono ist nicht länger Trainer der Krefeld Pinguine. Der 60-Jährige hat am Dienstag die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten. Zwischen der Mannschaft aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und dem Trainer hatte es zuletzt nicht mehr gestimmt.

Adduono wird allerdings in anderer Funktion weiter für den Klub tätig sein. Neuer Trainer wird voraussichtlich der erst 35 Jahre alte Franz-David Fritzmeier, der bereits als Spieler für die Pinguine auflief. Am Mittwoch soll der neue Chefcoach auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden. Am Dienstag teilte Adduono dem Aufsichtsrat der Pinguine seine Entscheidung mit. Diese sei ihm nach sechs Jahren im Amt allerdings schwergefallen. Auslöser des Rücktritts sei "die zunehmende Kritik auch und besonders von Seiten der sogenannten "Edelfans" nebst Gesängen im Stadion und teils sehr harter Kommentare in sozialen Medien" gewesen, wie der Verein am Dienstag mitteilte.

"Rick Adduono ist für mich der beste Trainer in der Geschichte der Pinguine. Ich zolle ihm für seine Arbeit, aber auch für seine jetzige Entscheidung, den allerhöchsten Respekt. Er ist ein wahrer Sportsmann und höchst integrer Mensch, der bei seiner gesamten Arbeit stets das Wohl der Pinguine als höchstes Gut im Blick hatte und hat. Ich verstehe seine Entscheidung und denke, ihm wurde nicht der Respekt entgegen gebracht, den er sich mit seiner tollen Arbeit über die Jahre verdient hätte", wird Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Schulz in der Erklärung zitiert: "Er hinterlässt in jeder Hinsicht große Fußstapfen in Krefeld."

Adduono hatte die Pinguine in fünf Spielzeiten viermal in die Play-offs geführt. Zweimal scheiterte Krefeld erst im Halbfinale. Der zweite Platz in der regulären Saison 2013/14 war das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte. Adduono wird den Pinguinen allerdings vorerst erhalten bleiben und in beratender Funktion den Aufsichtsrat unterstützen. Sollte Adduono allerdings Angebote für ein neues Engagement als Trainer erhalten, würden die Pinguine dem Kanadier "keine Steine in den Weg legen", wie es heißt.

(seeg)
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