| 16.53 Uhr

Krefeld Pinguine
"Wir sind an unsere finanziellen Grenzen gegangen"

Fotos: Christian Ehrhoff – Moerser, Ex-NHL-Profi, WM-Vierter
Fotos: Christian Ehrhoff – Moerser, Ex-NHL-Profi, WM-Vierter FOTO: afp, Jen Fuller
Krefeld. Der Traum der KEV-Fans auf eine Rückkehr von Christian Ehrhoff nach Krefeld hat sich nicht erfüllt. Der 34-Jährige wird zu einem anderen DEL-Klub wechseln. Am Montag meldeten sich die KEV-Veranwortlichen zu Wort. Sie zeigten sich von der Absage überrascht.

Ehrhoff hatte dem Aufsichtsrat der Krefeld Pinguine am Sonntag mitgeteilt, dass er nicht zurückkommt. Per Pressemitteilung reagierten die Krefeld Pinguine am Montagmittag auf den nicht zu Stande gekommenen Transfer des Ex-NHL-Spielers. "Wir haben uns sehr um Chistian Ehrhoff bemüht und ihm ein entsprechendes Angebot unterbreitet. Dies beinhaltete nicht nur, dass wir an unsere finanziellen Grenzen gegangen sind, sondern auch eine Perspektive für die Zukunft aufgezeigt haben, die Christian Ehrhoff noch enger ans Krefelder Eishockey geschmiedet hätte. Nach eigentlich sehr positiven Anzeichen im Vorfeld waren wir dann von der endgültigen Entscheidung, nicht für Krefeld aufzulaufen, sehr überrascht", sagte Wolfgang Schulz, Aufsichtsratschef der Krefeld Pinguine.

Ehrhoff hatte seine Absage an Krefeld auch damit begründet, weil er sich für einen Klub entscheiden wolle, bei dem er sich "so optimal wie möglich auf die Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele vorbereiten kann".

Rüdiger Noack, Sportlicher Berater der Krefeld Pinguine, wollte diesen Punkt nicht so recht gelten lassen. "Sein Argument, sich in Krefeld nicht ausreichend auf die WM vorbereiten zu können, ist sicherlich nicht ganz korrekt, da Christian während seiner langen NHL Karriere sich immer in den Sommermonate trainingsmäßig sowohl individuell aus auch im Team der Pinguine erfolgreich vorbereiten konnte. Trotz der enormen Anstrengungen unsere Gesellschafter haben letztendlich auch finanzielle Aspekte den Ausschlag gegeben."

Ehrhoff lehnte vor drei Wochen ein Angebot der Boston Bruins aus der NHL ab, weil er dort nicht die Rolle des siebten Verteidigers übernehmen wollte. Anschließend hatte die Jagd nach dem besten deutschen Verteidiger begonnen. Vereine aus ganz Europa buhlten um Ehrhoff.

Dennoch wird Ehrhoff in die DEL zurückkehren. Am Montagnachmittag gaben die Kölner Haie die Verpflichtung Ehrhoffs bekannt.

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