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Krefeld Pinguine Nürnberg Ice Tigers
Abschiedsspiel für Marcel Müller?

Krefeld Pinguine: Steigt Marcel Müllers Abschiedsspiel gegen Nürnberg?
Marcel Müller FOTO: T.L
Krefeld. Ob der angeschlagene Eishockey-Torjäger im letzten Saison-Heimspiel gegen Nürnberg aufläuft, ist sehr fraglich. Trainer Rick Adduono kann trotz des Ausverkaufs noch vier Sturmreihen aufbieten. Das Lager der Fans ist gespalten. Von H.-G. Schoofs

12 Punkte und ein schlechteres Torverhältnis trennt die Pinguine vom Tabellenzehnten Adler Mannheim. Damit ist auch die theoretische Chance auf die Pre-Play-offs nicht mehr gegeben. Aber ihr Saisonziel haben die Krefelder ja schon schon lange verfehlt. So steigt bereits heute im König-Palast mit dem Gastspiel der Nürnberg Ice Tigers (19.30 Uhr) das Krefelder Finale der Eiszeit 2017/18. Durch die Kumpel-Karten-Aktion werden 4000 Zuschauer erwartet. Nach der Olympiapause stehen nur noch drei Auswärtsspiele auf dem Programm.

Fans wollen Zuhause bleiben

Viele KEV-Fans wollen heute zu Hause bleiben. Sie sind sauer, dass bereits vor dem letzten Heimspiel drei Spieler abgegeben wurden. "Das geht nicht von uns aus. Spieler oder deren Berater sind an mich heran getreten und haben den Wunsch geäußert. Angesichts unserer Situation kann ich sie auch verstehen. Ich respektiere auch die Reaktion der Fans. Aber wir haben ja immer noch 31 Spieler auf der Liste stehen. Jetzt können Spieler beweisen, dass sie mehr Verantwortung übernehmen können. So gibt es für uns auch weitere Erkenntnisse, was die Kaderplanung für die kommenden Saison betrifft", sagte Sportdirektor Matthias Roos.

Wie die Formationen heute aussehen werden, will und kann Rick Adduono erst nach dem Abschlusstraining entscheiden. "Ich werde aber auf jeden Fall vier Sturmreihen und sechs oder sieben Verteidiger zur Verfügung haben." Christoph Gawlik und Diego Hofland fallen weiter aus. Ein dickes Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Marcel Müller. Der Torjäger schaute gestern beim Training zu. "Ich versuche es morgen früh, glaube aber nicht, dass ich spielen kann", sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Er würde sich gerne auf dem Eis von den KEV-Fans verabschieden. Ob für immer steht zwar noch nicht fest, aber zu rechnen ist damit. "Ich weiß ja nicht, ob und wie es hier weitergeht. Derzeit habe ich nicht das Gefühl, dass es hier besser wird." Am kommenden Mittwoch wird er sich gemeinsam mit Daniel Pietta auf dem Weg nach Schweden machen und versuchen, dem Zweitligisten Leksland IK beim Unternehmen Aufstieg zu helfen. Was ihn in dieser Liga erwartet, weiß er nicht: "Eigentlich wollte ich nicht in die 2. Liga. Ich hätte auch wie im Vorjahr wieder für Lingköping spielen können. Aber um den Aufstieg spielen zu können, ist eine spannende Herausforderung." Heute in einer Woche soll das Pinguine-Duo erstmals für Leksland auflaufen.

Müller gibt Spielplan die Schuld

Dass die KEV-Fans sauer sind, weil schon jetzt Spieler weg sind, kann Müller nachvollziehen. Den Schwarzen Peter schiebt er allerdings der DEL zu: "Für mich ist der Spielplan schuld. Warum finden nach der Olympiapause nur noch drei Spiele statt? Oder man hätte eine Woche früher beginnen können. Jeder Spieler möchte so lange wie möglich spielen. Und für den Verein ist das eine gute Gelegenheit, Geld zu sparen." Letzteres ist aus Sicht der Pinguine nicht unerheblich und erhöht den finanziellen Spielraum für die neue Saison.

Dass der DEL-Standort Krefeld erhalten bleibt, weil es in Sachen Mietvertrag zu einer kurzfristigen Kompromiss-Lösung kommen soll (die RP berichtete), war auch gestern von verschiedenen Seiten zu hören. Auch Matthias Roos geht jetzt wohl fest davon aus. Denn der Sportdirektor begibt sich ab heute in Deutschland und im Ausland auf Scouting-Tour.

Quelle: RP
 
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