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Krefeld Pinguine
Teil eins der Generalprobe misslingt

Krefeld Pinguine: Teil eins der Generalprobe misslingt
In seinem ersten Spiel als neuer Kapitän der Pinguine setzte sich Adrian Grygiel (rechts) gestern Abend im Testspiel gegen die Kassel Huskies gegen Alexander Heinrich durch und trug sich auch in die Torschützenliste ein. FOTO: thomas Lammertz
Krefeld. Die Krefeld Pinguine taten sich am Freitagabend gegen Kassel im letzten Testspiel auf eigenem Eis vor nur 1641 Zuschauern sehr schwer und unterlagen mit ihrem neuen Kapitän Adrian Grygiel mit 4:5 nach Verlängerung. Von H.-G. Schoofs

Seinen Einstand als neuer Kapitän der Pinguine hatte sich Adrian Grygiel gestern Abend im König-Palast im Testspiel gegen die Kassel Huskies aus der DEL 2 sicher ganz anders vorgestellt. Vor einer Geisterkulisse fehlte den Krefeldern nach einer harten Trainingswoche die körperliche und mentale Frische, um die flinken Gäste entscheidend in die Schranken weisen zu können. So stand am Ende für die Nordhessen ein nicht mal unverdienter 5:4-Erfolg nach Verlängerung zu Buche. Morgen können die Pinguine beim Testspiel in Iserlohn noch verhindern, dass nicht die komplette Generalprobe für den DEL-Start gegen München in die Hose geht.

Die Gäste aus Nordhessen, die erstmals seit dem 21. März 2010 wieder das Eis des KöPa betraten, waren mit einem Miniaufgebot angereist. Einige Spieler sind verletzt, drei Förderlizenzspieler mussten für ihre Stammvereine ran. Bei den Pinguinen fehlten Tom Schmitz, (verletzt) und Philipp Kuhnekath, der gestern für Herne spielte. Wie erwartet, führte Adrian Grygiel als Nachfolger von Herberts Vasiljevs die Schwarz-Gelben als Kapitän aufs Eis (die RP berichtete). Mit ihren drei Reihen verkaufte sich der DEL2-Vizemeister der Vorsaison zu Beginn recht teuer und ging zunächst bei einer gefühlten und dann bei einer richtigen Überzahl in Führung. Die Pinguine antworteten jeweils mit dem schnellen Ausgleich. Trotz zwei Überzahlspielen und glasklaren Torchancen gelang den Hausherren bis zur ersten Pause keine Führung. Das gleiche Bild dann auch im Mitteldrittel, als die Pinguine drei Überzahlspiele ungenutzt ließen und Glück hatten, dass Torwart Andrew Engelage bei einem Break mit einer Großtat einen erneuten Rückstand verhinderte. Machtlos war der Kanadier dann kurz vor der zweiten Pause beim dritten Treffer der Huskies.

Das dürfte Trainer Rick Adduono nicht gefallen haben, der in der Kabine sicher etwas lauter auf sein Team einredete. Das schien Wirkung zu zeigen. Kapitän Grygiel hämmerte den Puck bei einer Strafe gegen Klöpper zum Ausgleich in die Kasselaner Maschen. Dann nutzte Kevin Orendorz einen Fehler von Little, ging auf und davon und schob Torwart Keller den Puck durch die Schoner über die Linie. Doch das war nur ein Strohfeuer. Bei einer Strafe gegen Nick St. Pierre glichen die Huskies aus und waren danach dem Siegtreffer näher als die Schwarz-Gelben. Den verhinderte zunächst Torwart Engelage kurz vor Ende der regulären Spielzeit. Bereits nach zehn Sekunden der Verlängerung musste er sich aber gegen den Ex-Krefelder Little geschlagen geben.

"Wir haben nicht über 60 Minuten unser bestes Eishockey gespielt. Wir hatten zu viele Up und Downs und haben den Huskies zu viele Spielanteile gegeben. Hinzu kamen noch die vielen Strafzeiten. Nach dem Ausgleich im letzten Drittel haben wir eigentlich die Kurve bekommen. Nach der Führung dann aber wieder eine Strafe gezogen, die Kassel einkalt genutzt hat", sagte Adrin Grygiel nach dem Spiel.

Quelle: RP
 
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