| 14.08 Uhr

Nach Terrorwarnungen
Krefeld Pinguine verdoppeln Sicherheitspersonal

Infos: Aus Angst vor Anschlägen abgesagte Sportereignisse
Infos: Aus Angst vor Anschlägen abgesagte Sportereignisse
Krefeld. Die Krefeld Pinguine reagieren mit sofortiger Wirkung auf die Anschläge in Paris und die Vorkommnisse in Hannover: Ab dem morgigen Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gelten für die Heimspiele in Königpalast neue Sicherheitsvorkehrungen. Von Oliver Schaulandt

Das gab der Eishockey-Verein am Donnerstag bei der turnusmäßigen Pressekonferenz vor dem Heimspiel am Freitag bekannt. Die Verantwortlichen sehen zwar keinerlei Veranlassung, von einer drohenden Terrorgefahr in Krefeld ausgehen zu müssen, hätten sich aber trotzdem für dieses Vorgehen entschieden.

Mit sofortiger Wirkung und bis auf Weiteres wird das Sicherheitspersonal, das die Zuschauerkontrollen am Einlass vornimmt, verdoppelt – geplant war dies im Vorfeld des rheinischen Derbys gegen die Düsseldorfer EG am Freitagabend (erstes Bully ist um 19.30 Uhr) ohnehin schon seit längerem, weil die Partie eh als ein so genanntes Risikospiel eingestuft wird. "Die Erhöhung des Personals hat aber weniger mit Terrorverdacht zu tun, sondern ist letztlich ein Service für die Zuschauer", sagt Maik Hoffmann, der seit rund 14 Jahren Sicherheitskoordinator bei den Pinguinen ist.

Ab sofort werden die Taschen- und Personenkontrollen am Eingang intensiviert, ein Abtasten der Besucher auf verbotene Gegenstände wird erneut eingeführt. "Dazu kann es natürlich etwas länger dauern, bis man in den Königpalast eintreten kann. Die Verzögerung wollen wir mit dem personellen Mehraufwand so gering wie möglich halten", sagt Hoffmann und ergänzt: "Trotzdem kann es sicherlich nicht schaden, ein paar Minuten früher zu den Spielen zu kommen oder in der Drittelpause auf die Zigarette zu verzichten, um nicht in Gefahr zu geraten, etwas vom Spiel zu verpassen. Und große Taschen lassen die Fans lieber direkt im Auto, statt sie mit in die Halle zu nehmen."

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