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Krefeld Pinguine
Pinguine verlängern mit Martin Ness

Krefeld Pinguine verlängern mit Martin Ness
Martin Ness (Nr. 81) absolvierte 22 Spiele für die Pinguine und erzielte dabei vier Scorerpunkte (2 Tore/2 Assists). Gegen Ende der Hauptrunde kam der 24-jährige Stürmer immer besser in Fahrt und empfahl sich für einen neuen Vertrag. FOTO: samla
Del. Die Krefeld Pinguine haben den Vertrag mit Martin Ness verlängert. Der Schweizer mit deutschem Pass ist als Center für den vierten Sturm eingeplant. Die Planungen laufen weiter auf Hochtouren: Marian Bazany soll das Training leiten, Großsponsoren bleiben an Bord. Von H.-G. Schoofs

Ein Geburtstagsgeschenk für Matthias Roos, der gestern 37 Jahre alt wurde, war die Vertragsverlängerung der Pinguine mit Stürmer Martin Ness sicher nicht, obwohl der neue Sportliche Leiter den Schweizer mit deutschem Pass im Dezember nach Krefeld geholt hatte und ihn gerne behalten wollte. Jetzt konnte er sich mit dem 24-Jährigen über eine Zusammenarbeit für eine weitere Saison einigen. "Martin ist in der Schweiz gut ausgebildet worden, hat dort die Nationalmannschaften im Nachwuchs durchlaufen und 2013 auch an der U20-Weltmeisterschaft teilgenommen. Krefeld ist seine erste Station außerhalb der Schweiz. Deshalb hat er bei uns auch Eingewöhnungszeit benötigt, sich aber von Spiel zu Spiel steigern können. Er ist als Mittelstürmer in unserer vierten Sturmformation eingeplant. Grundsätzlich erhoffen wir uns von ihm auch Druck auf die vorderen Reihen auszuüben", sagte Roos gestern bei der April-Pressekonferenz der Pinguine.

Bis Ende des Monats sollen zwei weitere Zugänge folgen. In der Warteschleife befinden sich mit Joel Keussen (Löwen Frankfurt) und Diego Hofland (Bad Nauheim) Akteure mit deutschem Pass. Den besitzt auch der gebürtige Slowake Marian Bazany, der Anfang Mai sein Amt als Co-Trainer antreten soll (die RP berichtete). Denn am 2. Mai trifft sich die deutsche Spieler-Fraktion der Krefelder zum Auftakt des Sommertrainings. Dann wird laut Roos auch Chefcoach Rick Adduono an Bord sein, der sich bei der WM Spiele anschauen will. "Es kann aber auch sein, dass er nach einer Woche wieder zurückfliegt, um in Nordamerika weiter zu scouten", sagte der Sportliche Leiter.

Für Roos wäre es "optimal", wenn neun Verteidiger und 15 Stürmer dem neuen Kader angehören würden: "Durch die dreiwöchige Olympiapause haben wir viele Spiele in der Woche. Da ist ein breiter Kader erforderlich. Bis zum Saisonstart planen die Pinguine mit sieben Kontingentspieler, vier sind bereits unter Vertrag. "Dann können wir besser auf lange Verletzungspausen reagieren. Wann der erste "Ausländer" verpflichtet wird, ist fraglich. "Alle, die auf unserer Liste stehen, sind derzeit noch zu teuer", sagte Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz kürzlich im Gespräch mit unserer Zeitung.

Spätestens am 7. August werden die Pinguine in der Rheinlandhalle zum ersten Mal das Eis betreten. Es laufen allerdings noch Gespräche mit dem Sportamt der Stadt Krefeld über eine frühere Eisaufbereitung. Die Kosten werden dann wohl wieder die Pinguine und der KEV 81 übernehmen müssen. Ein Trainingslager ist während der Vorbereitung nicht geplant. "Für das Team-Building wäre es sicher nicht schlecht, mal ein paar Tage zusammen zu sein. Aber wir müssen dann halt zu Hause mehr mit allen Spielern zusammen machen. Das ist in den vergangenen beiden Jahren viel zu kurz gekommen. Besonders die erfahrenen deutschen Spieler sind jetzt dafür verantwortlich, dass dies besser wird", sagte gestern Martin Schymainski, der den Pressevertretern Rede und Antwort stand. Der Publikumsliebling bereitet sich derzeit dreimal pro Woche im Fitness-Studio auf die neue Saison vor. Die Play-off-Spiele der DEL hat er bisher fast alle verfolgt: "Ich hoffe, die Wolfsburger werden Meister. Das haben sie sich in den vergangenen Jahren mit harter Arbeit verdient."

Sieben Vorbereitungsspiele wurden bisher terminiert, drei davon auf eigenem Eis, eins im Ausland. Die Premiere der neuen Mannschaft findet am 12. August im Rahmen der Saisoneröffnung auf dem Eis der Rheinlandhalle statt. Bis dahin hoffen die Verantwortlichen auf viele Dauerkartenkunden. "Bisher haben wir 335 Saisontickets verkauft, das sind drei weniger als zum gleichen Zeitraum des Vorjahres", sagte Karsten Krippner. Alle Dauerkartenbesitzer der vergangenen drei Spielzeiten wurden angeschrieben. Der Geschäftsführer ist froh, dass alle Großsponsoren bei der Stange und auf dem Trikot bleiben. Erfolgreich verliefen bisher die Gespräche mit den Verantwortlichen der Aktion "Der Siebte Mann". Zunächst ist eine finanzielle Unterstützung der Fans in Höhe von maximal 25 000 Euro geplant. Wo sich diese stolze Summe bei den Schwarz-Gelben dann widerspiegelt, steht noch nicht fest.

Quelle: RP
 
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