| 22.29 Uhr

Krefeld Pinguine
Pinguine bieten starken Finnen Paroli

Krefeld Pinguine verlieren Auftakt in der Champions League
Besonders im ersten Drittel hielten die Pinguine gegen den amtierenden CHL-Vizemeister Kärpät Oulu aus Finnland prima mit. FOTO: samla
Krefeld. In ihrem Auftaktspiel der Champions Hockey League unterlagen die Krefelder am Donnerstag im König-Palast dem CHL-Vizemeister Kärpät Oulu mit 0:2. Vor nur 2470 Zuschauern fehlte den Schwarz-Gelben im Abschluss das Glück Von H.-G. Schoofs

Es war die erwartet hohe Hürde, die den Krefeld Pinguinen am Donnerstagabend in ihrem ersten Pflichtspiel der neuen Saison im Weg stand. Wie erwartet, mussten sie sich in ihrem ersten Heimspiel der CHL-Gruppe E dem finnischen Topteam Kärpät Oulu mit 0:2 geschlagen geben. So lautete das Ergebnis auch im Vorjahr beim Gastspiel der Nordlichter. Doch diesmal boten die Schwarz-Gelben dem Titelanwärter mehr Paroli und erspielten sich auch mehr Torchancen als vor einem Jahr. Doch zwischen den Eisenstangen der Gäste stand mit Sami Aittokallo ein sehr starker Torwart. Mit der gestrigen Leistung und mehr Unterstützung von den Rängen könnte am Samstag um 19 Uhr im zweiten Gruppen-Heimspiel gegen den HC Vítkovice aus Tschechien ein Sieg gelingen.

Der Zuschauer-Andrang hielt sich beim ersten Saisonhöhepunkt der neuen Eiszeit stark in Grenzen. Das tolle Grill- und Biergarten-Wetter sowie die Liveübertragung im Internet hielt viele Fans ab. So verloren sich nur 2470 Besucher auf den Rängen, was neuer Minusrekord beim sechsten CHL-Heimspiel der Pinguine an der Westparkstraße ist.

Auf Nick St. Pierre musste Trainer Franz Fritzmeier verzichten. Bereits am Mittwoch früh hatte der Verteidiger nach dem Training als erster Spieler mit grimmigem Gesichtsausdruck das Eis verlassen. Das war ein deutliches Signal dafür, dass er den Härtetest nach seiner kurzen Verletzungspause nicht schmerzfrei überstanden hatte. Der Coach begnügte sich daher mit sechs Verteidigern. Im Angriff setzte Fritzmeier wie angekündigt nur auf Stürmern. Daniel Pietta und Marcel Müller wechselten fuhren abwechselnd an der Seite von Herberts Vasiljevs und Mike Collins Doppelschichten.

Das Match nahm sehr schnell Fahrt auf und war ausgeglichen. Die erste Großchance hatte Marcel Müller auf dem Schläger, als er sich gegen Hakanpaa durchsetzte, aber aus kurzer Distanz an Torwart Aittokallio scheiterte. Fast im Gegenzug verhinderte Torwart Patrick Galbraith gegen Vartiainen die Führung der Finnen. Die fiel dann zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. 31 Sekunden vor der Pause prallte der Puck nach einem Fernschuss vom Innenpfosten in die Maschen. Zuvor hatte Krefeld bei einer doppelten Überzahl den Gäste-Torwart stark unter Beschuss genommen, der aber glänzend postiert war.

Im zweiten Drittel wurde so langsam aber sicher die stocktechnische und läuferische Klasse der Finnen deutlich. Nach einem verlorenen Zweikampf an der Bande zog Ruohomaa freistehend ab und ließ Galbraith keine Abwehrchance (31.). Die Pinguine versuchten weiter, mit taktischer Disziplin das schnelle Spiel der Gäste zu stören und auf Konter zu lauern. Als mit Thomas Supis kurz vor Ende des zweiten Drittels zum ersten Mal ein Krefelder auf die Strafbank musste, verhinderte Galbraith einen höheren Rückstand. Im letzten Drittel plätscherte das Match ein wenig vor sich hin, ehe sich Daniel Pietta eine Strafe einhandelte. Die Finnen drängten auf die Vorentscheidung, aber Torwart Galbraith stand wie ein Fels in der Brandung.

Elf Minuten vor dem Ende hofften die KEV-Fans auf den Anschlusstreffer, als die Pinguine noch einmal mit einem Mann mehr auf dem Eis waren. Doch erneut fand der KEV im starken Schlussmann der Finnen, der in der CHL-Vorsaison in elf Spielen mit 0,951 den besten Gegentorschnitt aller Torhüter verbuchte, ihren Meister. 150 Sekunden vor dem Ende nahm Fritzmeier seine Auszeit und 35 Sekunden später Torwart Galbraith vom Eis. Mark Mancari und Marcel Müller scheiterten am Torwart. Danach brachten die Finnen ihren zweiten Auswärtssieg in der CHL-Gruppe E ohne Probleme unter Dach und Fach und stehen bereits mit einem Bein in der ersten Play-off-Runde.

Quelle: RP
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