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Müller gibt Abschied bekannt
Pinguine verlieren das letzte Heimspiel

Krefeld Pinguine verlieren letztes Heimspiel - Marcel Müller geht
Der junge Stürmer Darren Mieszkowski bekam nach seinem DEL-Debüt gegen Wolfsburg auch gestern im Heimspiel gegen Nürnberg wieder viel Eiszeit und hinterließ erneut einen guten Eindruck. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Gegen die Nürnberg Ice Tigers unterlagen die Krefelder am Freitagabend trotz einer guten Leistung mit 2:4. Die KEV-Fans feierten ihre Mannschaft nach Spielende. Anschließend gab Marcel Müller seinen Abschied bekannt. Von H.-G. Schoofs

Auch wenn sich die Pinguine im letzten Heimspiel der Eiszeit 2017/18 nicht mit einem Sieg von ihren Fans verabschieden konnten, verließen sie erhobenen Hauptes das Eis. Gegen sehr cleverere und abwehrstarke Ice Tigers aus Nürnberg verkauften sich die Schwarz-Gelben sehr teuer. Auch wenn am Ende eine 2:4-Niederlage zu Buche stand, wurde die Mannschaft im Schlussdrittel mit Gesängen, You'll never walk alone" und "nur der KEV ole" gefeiert. Nach dem Spiel verabschiedete sich die Mannschaft von den Fans. Daniel und Marcel Müller standen vor ihrem Wechsel nach Schweden noch einmal Rede und Antwort. Der Torjäger erklärte dann wie schon am Vortag im Gespräch mit unserer Zeitung, dass er in der kommenden Saison nicht mehr für die Krefelder spielen wird.

Den letzten Aufritt auf eigenem Eis wollten sich doch noch mehr Fans anschauen als erwartet. Natürlich trug auch die kostenlose Kumpelkarte für die Dauerkarteninhaber zur guten Kulisse bei. Viel Applaus gab es bereits vor dem ersten Bully. Denn Stadionsprecher Kristian Peters-Lach zog sein persönliches Fazit dieser verkorksten Eiszeit. Mit eindringlichen Worten kritisierte er die vielen Schuldzuweisungen von verschiedenen Seiten und appellierte an Zusammenhalt und Lösungen: "Ballt alle die Faust zusammen. Es geht nur um den KEV und um sonst nichts."

Das nahmen sich die Fans sofort zu Herzen und feuerten die Pinguine an. Der Funke sprang aufs Eis zurück. Denn die Mannschaft war vom Auftaktbully weg gewillt, sich mit einer guten Leistung vom Krefelder Publikum zu verabschieden. Trainer Rick Adduono konnte trotz des vorzeitigen Abschieds des Trios Schymainski/Faber/Ness vier Sturmreihen aufbieten, weil Verteidiger Joel Keussen zum Stürmer umfunktioniert wurde. Im Tor bekam wieder Dimitri Pätzold den Vorzug.

Klare Torchancen waren zunächst Mangelware. Nach fünf Minuten traf Justin Feser die Querlatte (5.). Die Pinguine ließen anschließend eine Überzahl ungenutzt. Dann verhinderte Pätzold gegen Reimer das 0:1. Als die zweite Überzahl der Krefelder gerade abgelaufen war, setzte Mathias Trettenes einen blitzschnellen Drehschuss ins lange obere Eck (19.). Es dauerte allerdings nur 27 Sekunden, da sorgte Pföderl nach Bullygewinn von Mitchell mit einer Direktabnahme für den Ausgleich.

Zu Beginn des zweiten Drittels erspielten sich die Ice Tigers ein leichtes Übergewicht. Keussen konnte Weber nur mit einem Foul am Torschuss hindern. Beim fälligen Penalty scheiterte der Nürnberger an Torwart Pätzold. Der glänzte Sekunden später auch bei einer Großchance von Segal. Im Gegenzug scheiterte Feser an Torwart Treutle.

Kurz nach Hälfte des Spiels kassierten die Pinguine die erste Strafe des Spiels. Sie hielten sich zwar schadlos, aber gerade als Alex Trivelllato die Strafbank verlassen hatte, nutzten die Gäste einen Wechselfehler der Pinguine eiskalt zur Führung aus (33.).

Für das Schlussdrittel reduzierte Trainer Adduono seinen Angriff auf drei Reihen. Die Youngster Darren Mieszkowski, Philipp Kuhnekath und Joel Keussen blieben zunächst auf der Bank. Feser rückte in die erste Reihe, Orendorz in die zweite. Kurz nach Wiederbeginn scheiterte Matt Mackay bei einer sehr guten Torchance an Treutle. Der verhinderte auch bei der nächsten Krefelder Überzahl den Ausgleich.

Auch wenn die Pinguine nichts unversucht ließen, noch zum Ausgleich zu kommen, war das gegen die beste Abwehr der Liga sehr schwer. Aber auch nachdem die Gäste durch Pförderl auf 3:1 erhöht hatten, gaben sich die Pinguine nicht geschlagen und verkürzten durch Orendorz auf 2:3. 90 Sekunden vor dem Ende verließ Pätzold das Eis. Zusätzlich kassierten die Ice Tigers eine Strafe. Aber trotz der doppelten Überzahl gelang der Ausgleich nicht mehr. Stattdessen sorgte Ehlitz für den Schlusspunkt.

Quelle: RP
 
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