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Gegen Augsburg
Pinguine verlieren nach 3:0-Führung

Krefeld Pinguine verlieren nach 3:0-Führung
Daniel Pietta (r.). FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Die Krefelder verloren gestern im Heimspiel gegen die Augsburger Panther nach 30 Minuten den Faden und mussten sich am Ende mit 3:4 nach Verlängerung geschlagen geben. Jordan Caron fällt noch bis Weihnachten aus. Von H.-G. Schoofs

Auch wenn die Pinguine gestern auf einem guten Weg waren, zum ersten Mal in dieser Saison an einem Wochenende sechs Punkte einzufahren, mussten sie sich mit vier Zählern begnügen. Nach dem Derbysieg am Freitag in Düsseldorf verschenkten die Schwarz-Gelben am 2. Advent-Sonntag im Heimspiel gegen Augsburg zwei wertvolle Punkte. Nach einer 3:0-Führung gaben sie das Match leichtfertig aus der Hand und unterlagen nach Verlängerung mit 3:4. In einem typischen Kellerduell, in dem die Hauptschiedsrichter viel zu viel durchgehen ließen und sich so den Zorn der Zuschauer zuzogen, waren beide Torhüter die besten Akteure auf dem Eis. Für die Pinguine stehen nun am Mittwoch in Berlin und am Freitag in Mannheim zwei schwere Auswärtsspiele auf dem Programm. Auch dann wird der kanadische Torjäger Jordan Caron noch nicht auflaufen können. Mit seiner Rückkehr aufs Eis wird frühestens Weihnachten gerechnet.

Wenn es draußen friert und schneit, dann herrscht die richtige Eishockeyzeit. Allerdings fiel der Schnee gestern zur falschen Zeit. Denn zwei Stunden vor dem Auftaktbully hielt das Winterwetter wohl viele Zuschauer ab. Dabei hatten die Pinguine nach dem Derbysieg gegen die DEG auf mehr Unterstützung gehofft. "Ich verstehe es nicht, warum besonders auf der Nordtribüne so große Lücken sind", sagte Joel Keussen, der als überzähliger Spieler zusammen mit seinem Vater auf der Tribüne Platz nehmen musste. Die gekommen waren, freuten sich, dass Daniel Pietta einen Tag nach seinem 31. Geburtstag wieder auflaufen konnte. Der Center der ersten Sturmreihe prüfte bereits nach 41 Sekunden den neuen Augsburger Torwart Roy. Nach drei Minuten rasselte Pietta vor dem Panther-Tor mit dem Ex-Krefelder Valentine zusammen und hielt sich auf dem Weg zur Bank die linke Schulter. Doch er kehrte aufs Eis zurück und sorgte in der 15. Minute mit seinem zehnten Saisontreffer für die Führung. Die war zu diesem Zeitpunkt etwas schmeichelhaft, weil die Gäste zwischen der 10. und 15. Minute bei drei hochkarätigen Chancen am starken Torwart Dimitri Pätzold gescheitert waren.

Auch zu Beginn des Mitteldrittels waren die Panther dem ersten Treffer näher. Aber erneut war Pätzold gegen Hafenrichter zur Stelle. Im Gegenzug holte Mathias Trettenes eine Strafe heraus, die Kapitän Adi Grygiel mit einem verdeckten Schlagschuss ins lange Eck zum 2:0 nutzte. Und es kam noch besser. Nur fünf Minuten später erhöhte Markus Nordlund nach schöner Vorarbeit von Grygiel auf 3:0. Danach waren sich die Krefelder ihrer Sache wohl zu sicher. Denn sie verloren nach dem ersten Treffer der Augsburger völlig den Faden und mussten den Anschlusstreffer hinnehmen. Kurz vor der zweiten Pause ließen Tim Miller und Cundari die Fäuste fliegen. Beide durften sich auf der Strafbank für 14 Minuten ausruhen, der Augsburger aber als Punktsieger.

Das letzte Drittel war eine wilde Fahrt mit Torchancen auf beiden Seiten. Zunächst vergaben Grygiel und Pietta den Zweitore-Vorsprung. Dann verhinderte Pätzold gegen Valentine den Ausgleich. Eine dumme Strafe von Nick St.Pierre blieb zum Glück ohne Folgen. Justin Feser vergab in der 51. Minute die bis dahin größte Torchance des Schlussdrittels. Das rächte sich, als Trupp den Ausgleich markierte. Der Puck war zwar von seinem Schlittschuh ins Tor gerutscht, doch die Schiedsrichter erkannten den Treffer nach Videobeweis an. Maxi Faber hatte den Torschützen zu Fall gebracht. Die Pinguine drängten in den Schlussminuten auf den Sieg, den erst Feser und dann Pietta vergab. So ging es in die Verlängerung, in der beide Teams zunächst bei guten Einschussmöglichkeiten am Torwart scheiterten. Aber der nächste Versuch der Panther war von Erfolg gekrönt. So gab es am bitteren Ende für Krefeld nichts mehr zu rütteln.

Quelle: RP
 
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