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Krefeld Pinguine
Pinguine verspielen eine frühe Führung

Krefeld Pinguine verspielen frühe Führung
Gerade mal elf Sekunden waren gestern gespielt, da erzielte Daniel Pietta mit seinem sechsten Saisontreffer die Führung der Pinguine. Er schob dem Berliner Torwart Petri Vehanen den Puck durch die Schienen über die Linie. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Im Heimspiel gegen die Eisbären Berlin erwischten die Krefelder am Dienstagabend einen Auftakt nach Maß. Im zweiten Drittel drehten die Gäste von der Spree das Match und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Von H.-G. Schoofs

Eine Negativserie ging gestern Abend zu Ende, leider die falsche. Die Eisbären entführten nach sechs sieglosen Duellen auf fremdem Eis mit einem 5:3-Sieg wieder mal drei Punkte. Für die Pinguine stehen nun schon neun Heimniederlagen in Folge zu Buche. Dabei präsentierten sie sich gegenüber den vergangenen Auftritten im KöPa deutlich verbessert und wurden daher von ihren Fans am Ende auch mit Applaus verabschiedet. Die frühe 2:0-Führung gab den Schwarz-Gelben zwar sichtlich Rückenwind, doch die Gäste aus Berlin waren in diesem spannenden Match läuferisch und stocktechnisch das bessere Team und nutzten ihre Torchancen einfach besser aus. Unter den Zuschauern weilte auch der derzeitige Wolfsburger Verteidiger Andy Reiß, der als möglocher Zugang bei den Pinguinen gehandelt wird.

Am Morgen hatten die Pinguine zum "Fall" Hanusch die angekündigte Stellungnahme abgegeben und dabei erklärt, dass der 25-jährige Verteidiger mit sofortiger Wirkung freigestellt ist. Für Norman Hauner gilt das (noch) nicht, der am Dienstag aber im Aufgebot fehlte. Für den verletzten Thomas Supis bekam Mike Schmitz das Vertrauen des Trainers. Ferner entschied sich Franz Fritzmeier im Tor für Patrick Galbraith, der mal wieder auf eigenem Eis zum Einsatz kam.

Trotz des Derbysiegs trauten viele KEV-Fans dem Braten nicht und blieben nach acht Heimniederlagen in Folge zu Hause. Sie verpassten einen furiosen Auftakt der Pinguine. Nach nur elf Sekunden schob Daniel Pietta Torwart Vehanen den Puck durch die Schoner über die Linie. 114 Sekunden später traf Verteidiger Mike Little in Überzahl mit einem abgefälschten Schuss ins Schwarze. Das war natürlich so ganz nach dem Geschmack der KEV-Fans, die ihr Team begeistert feierten. Die Gäste erholten sich allerdings sehr schnell von dem Doppelschlag. So entwickelte sich ein packendes Match. Nach elf Minuten vergab Herberts Vasiljevs eine gute Einschlussmöglichkeit zum 3:0. Die Eisbären machten danach mächtig Druck. Der Anschlusstreffer lag förmlich in der Luft und fiel dann auch drei Minuten vor der ersten Pause.

Zu Beginn des zweiten Drittels ließen sich die Eisbären nicht mehr kalt erwischen, überstanden ohne Mühe eine Unterzahl und erzielten durch Kapitän Rankel aus kurzer Distanz den Ausgleich (26.). Das war für die Köpfe der Pinguine Gift, was sich in der 35. Minute zeigte, als die Gäste bei einem Stellungsfehler von Kyle Sonnenburg in Führung gingen. In den letzten vier Minuten bis zur zweiten Pause waren die Schwarz-Gelben mit einem Mann mehr auf dem Eis. Doch das Powerplay war zu harmlos, um die gute Defensive der Berliner zu knacken. Das klappte drei Minuten nach Wiederbeginn mit einem Mann mehr viel besser. Einen Schlagschuss von Nick St. Pierre ließ Torwart Vehanen abprallen. Mike Collins war zur Stelle und erzielte den Ausgleich. In der 49. Minute kochte die Eishockeyseele, weil Petersen nach einem rüden Bandencheck gegen Christian Kretschmann ungestraft davon kam.

Kretschmann konnte nicht mehr weiter machen. Es kam aber noch schlimmer. Als sich Müller und Sonnenburg in der neutralen Zone nicht einig waren, wer den Puck übernimmt, nutzten die Eisbären den Fehler zur erneuten Führung aus (52.). Kurz darauf verpasste Martin Schymainski am langen Pfosten den Ausgleich. Noch größer war die Chance für Collins, der nach Foul von Gervais mit einem Penalty an Vehanen scheiterte. Anschließend konnten die Pinguine eine Überzahl nicht nutzen. Die restlichen 147 Sekunden brachten die Eisbären sicher über die Zeit. Auch als Galbraith 90 Sekunden vor Schluss sein Tor verließ und Fritzmeier sechs Stürmer auf Eis schickte, ließen sie nichts mehr anbrennen und trafen noch ins leere Tor.

Quelle: RP
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