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3:5 gegen Iserlohn
Pinguine verspielen im 2. Drittel den Sieg

Krefeld Pinguine verspielen im 2. Drittel den Sieg
Der norwegische Stürmer Tommy Kristiansen scheitert hier mit seinem Schuss an Iserlohns Torwart Mathias Lange und wartet immer noch auf seinen ersten Saisontreffer für die Pinguine. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die Krefelder unterlagen gestern Abend im König-Palast vor 3752 Zuschauern den Iserlohn Roosters mit 3:5. Die Schwarz-Gelben verpassten damit den Sprung auf Platz sieben. Neuer Stürmer aus Nordamerika an der Angel. Von H.-G. Schoofs

Aus dem ersehnten ersten "Sechser" der neuen Eiszeit wurde gestern Abend im König-Palast nichts. Die Pinguine entpuppten sich, wie schon so häufig in der Vergangenheit, als Aufbaugegner für angeschlagene Gegner und mussten sich dem Tabellenletzten Iserlohn Roosters mit 3:5 geschlagen geben. Nach einer 2:1-Führung verspielten die Krefelder im zweiten Drittel gegen ein stark dezimiertes Team aus dem Sauerland den möglichen Sieg und damit den Sprung auf Rang sieben. In den letzten 20 Minuten starteten sie noch eine Aufholjagd, die gegen die tapfer kämpfenden Gäste nicht belohnt wurde. Vielleicht bekommen die Schwarz-Gelben in dieser Woche Verstärkung für den Angriff. Ein Stürmer aus Nordamerika soll im Gespräch sein. Allerdings soll das auch bei den Grizzly Wolfsburg der Fall sein. Mal sehen, wer das Rennen machen wird.

Nach der Galavorstellung gegen die Kölner Haie kamen nicht so viele Zuschauer wie von den Pinguinen erhofft. So blieb die von Sportdirektor Matthias Roos ersehnte Zahl von 10000 plus X Zuschauer aus beiden Wochenendspielen ein Wunschtraum. Der späte Spieltermin hielt besonders viele junge Fans ab. Auch aus Iserlohn waren mit knapp 100 Anhängern viel weniger erschienen als sonst. Die staunten allerdings nicht schlecht, als ihre Mannschaft, die genau wie Krefeld mit dem letzten Aufgebot auskommen musste, die Initiative ergriff und verdient in Führung ging (7.). Maxi Faber hatte an der gegnerischen blauen Linie den Puck nicht stoppen können. Nick St. Pierre konnte das Zuspiel von Bassen auf den freistehenden Torschützen Brown nicht verhindern. Die Pinguine kamen erst spät in Fahrt und durch Daniel Pietta und Martin Schymainski zu ersten Einschussmöglichkeiten. Kurz vor der ersten Pause musste Ex-Pinguin Blank auf die Strafbank. Marcel Müller staubte nach einem Schuss von Kurt Davis zum Ausgleich ab.

Viel besser präsentierten sich die Gastgeber zu Beginn des Mitteldrittels. Adrian Grygiel zielte aus spitzem Winkel gegen die Innenseite von Torwart Langes Schoner, von dem der Puck über die Linie rutschte (23.). Doch wer jetzt dachte, die Pinguine werden das Heft in die Hand nehmen, sah sich getäuscht. Die Roosters fuhren mit ihrem Gegner Schlitten. Innerhalb von nur zweieinhalb Minuten drehten sie den Spieß und legten den vierten Treffer auf kuriose Weise nach. Denn ein Schuss von Bassen sauste nicht wie zunächst vermutet am langen Pfosten vorbei, sondern fand den Weg genau durch ein Loch im Krefelder Tornetz. Das war beim Videobeweis deutlich zu sehen.

Im Schlussdrittel starteten die Pinguine dann eine beherzte Aufholjagd. Es dauerte allerdings bis zur 49. Minute, ehe der Puck bei Krefelder Überzahl durch den zweiten Treffer von Müller im Iserlohner Tor lag. Jetzt schöpften die KEV-Fans wieder Hoffnung und feuerten ihr Team ununterbrochen an. Doch die Roosters stemmten sich mit Macht gegen den Ausgleich. 92 Sekunden vor dem Ende holte Mathias Trettenes noch eine Strafe gegen die Gäste heraus. Sofort nach Bullygewinn verließ Torwart Andrew Engelage sein Tor. Doch trotz zwei Mann mehr auf dem Eis kamen die Pinguine zu keinem geordneten Spielaufbau mehr und kassierten 40 Sekunden vor dem Ende endgültig den Genickschlag.

Quelle: RP
 
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