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Krefeld Pinguine
Piettas Einsatz ist fraglich – weitere Gespräche mit Ehrhoff

Krefeld Pinguine: Weitere Gespräche mit Christian Ehrhoff
Daniel Pietta (Nr. 86) ärgerte sich über seine vergebe Großchance im Spiel gegen die DEG. Allerdings war es für die Pinguine auch gar nicht so leicht, den sehr guten Gästetorwart Felix Bick zu bezwingen. FOTO: samla
Krefeld. Der Krefelder Stürmer klagte Sonntag nach einem Check gegen seinen Kopf über Schwindelgefühle, will aber in Bremerhaven dabei sein. Derweil bastlen die Pinguine an einem Fünfjahres-Vertrag für Christian Ehrhoff. Von H.-G. Schoofs

Auch wenn am Sonntag nichts aus dem ersten Derbysieg der neuen Eiszeit wurde, gingen die Fans der Pinguine nach der 2:3-Niederlage n.V. gegen die DEG durchaus zufrieden nach Hause. Denn die Mannschaft lieferte insgesamt eine gute Leistung ab. Lediglich bei der Chancenauswertung ließen sie Wünsche offen, die letztendlich für das enttäuschende Ergebnis verantwortlich ist. Das war gestern der Kernpunkt bei der Spielanalyse. Ansonsten gingen die Pinguine ganz schnell zur Tagesordnung über. Denn heute Abend (19.30 Uhr) steigt die DEL-Premiere gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven.

Der Neuling schlägt sich viel besser, als von vielen Experten erwartet worden war. Trainer Franz Fritzmeier begründet den glänzenden Start des Neulings mit einem "hohen Emotions-Level" und dem Vorteil "befreit aufspielen zu können." Entsprechend gewarnt sind die Schwarz-Gelben, das Duell gegen ihre Artgenossen von der Nordsee nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. "Insgesamt kann man über dieses Wochenende sehr viel Positives sagen. Wir haben in beiden Spielen sehr solide gespielt und insgesamt nicht so viele Chancen für unsere Gegner zugelassen. Wir müssen aber zusehen, dass wir die Chancen für unsere Gegner noch mehr reduzieren", sagte Kapitän Herberts Vasiljevs.

Neben den verpassten zwei Zählern ärgerten sich die Pinguine auch über die Leistungen der Schiedsrichter. Denn die Attacke von Stephan Daschner, der Daniel Pietta mit der Schulter einen Check gegen den Kopf verpasste, blieb ohne Strafe. "Ich bin kurz noch mal aufs Eis gegangen und habe Lars Brüggemann darauf angesprochen. Er sagte, er habe nichts gesehen. Ich frage mich, wofür dann vier Schiedsrichter auf dem Eis sind", sagte Pietta gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Er habe bei diesem Kurzeinsatz gemerkt, dass es keinen Sinn macht, weiter zu spielen. "Ich bin heute mit Kopfschmerzen aufgewacht. Aber ich denke, es ist nicht so schlimm. Ich muss morgen früh beim Training sehen, wie sich die Belastung auswirkt. Ich denke aber, dass ich in Bremerhaven dabei sein kann", sagte der Center.

Den Pinguins zollt der Pinguin Respekt: "Die Bremerhavener haben gezeigt, dass sie wettbewerbsfähig sind. Sie kämpfen um ihr Leben und geben Vollgas. Aber wenn wir so eine Leistung zeigen wie am Wochenende und dann unsere Chancen besser nutzen, können wir dort punkten." Er selbst habe sich am meisten für eine vergebene Großchance geärgert: "Felix Bick hat halt einen super Tag erwischt. Wir wissen, dass er ein guter Torwart ist. Er war ja vor zwei Jahren schon bei uns und hat das im Training und in den 30 Minuten beim Spiel in Ingolstadt gezeigt."

Was die Abwehr betrifft, würde sich Pietta natürlich über eine Rückkehr von Christian Ehrhoff freuen: "Als er nicht in Boston unterschrieben hat, war das bei uns in der Kabine schon ein Thema. Danach haben wir darüber nicht mehr geredet. Mal sehen, wie er sich entscheidet. Ich glaube, dass er auch mit uns Erfolg haben kann. Ich habe immer gesagt, dass wir eine gute Mannschaft haben, dabei bleibe ich."

Am Montag sollen weitere Gespräche mit dem 34-jährigen Verteidiger geführt worden sein. Nach RP-Informationen basteln beide Seiten an einem Fünfjahres-Vertrag. Sehr lange wird der Vorzeigeprofi auf eine Einigung sicher nicht warten. Wer Ehrhoff kennt, weiß, dass er nicht gerne unnötig auf der faulen Haut liegen möchte. Trainer Fritzmeier rechnet damit, dass die Entscheidung vielleicht schon vor dem Wochenende fallen wird: "Ich hoffe, die Verantwortlichen schaffen es, dass er zu uns kommt. An mir liegt es nicht, ich würde ihn auch jeden Morgen zum Training abholen."

Quelle: RP
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