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Pinguine wollen auch Nürnberg ärgern

Krefeld Pinguine wollen auch die Nürnberg Ice Tigers ärgern
Torwart Patrick Klein verdiente sich beim Spiel in Wolfsburg Bestnoten. Hier verhindert er beim vierten Penalty der Grizzlys gegen Tyson Mulock einen Treffer und damit den zweiten Punkt der Gastgeber. FOTO: PIX-Sportfotos/Michael Taeger
Krefeld. Zum vierten Mal in Folge treffen die Krefelder ab 19.30 Uhr auf ein Topteam der Liga. Sportdirektor Matthias Roos sondiert den Spielermarkt. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Als sich die Pinguine am Mittwochmittag auf dem Weg zum Spiel nach Nürnberg machen wollten, der Motor des Mannschaftsbusses schon lief, warteten alle nur noch auf Daniel Pietta. Doch auf den Nationalspieler musste gewartet werden, weil er noch bei der unangemeldeten Dopingprobe war. Als Busfahrer Harry dann endlich aufs Gas treten konnte, war auch Pietta an Bord. Ab 19.30 Uhr wollen die Krefelder nach München, Berlin und Wolfsburg dem nächsten Topvier-Team der Liga das Leben schwer machen und am besten auch wieder punkten. 7:5 lautet ihr Punktverhältnis aus den vergangenen vier Spielen. "Diese Bilanz hat uns neues Selbstvertrauen gegeben. Darauf müssen wir aufbauen", sagte Rick Adduono vor der Abfahrt ins Frankenland.

Angetan war er noch von der Leistung seines Teams in Wolfsburg: "Wir haben die kleinen Dinge richtig gemacht, super gekämpft, gute Entscheidungen mit dem Puck getroffen und in der defensiven Zone top gearbeitet. Aber der Ausschlag für den Sieg war ein super starker Patrick Klein. Ich habe ihm noch auf der Rückfahrt im Bus gesagt, dass er auch in Nürnberg im Tor steht." Für den Jahresausklang am Samstag beim Heimspiel gegen Iserlohn wird dann wahrscheinlich Dimitri Pätzold zum Einsatz kommen, dessen neue Pinguine-Maske mittlerweile aus den USA eingetroffen ist.

Ins Schwärmen geriet Adduono am Ende seiner Analyse des Wolfsburgspiels: "So eine tolle Verlängerung habe ich seit meiner Zeit in Deutschland noch nicht erlebt." Auch die 80 KEV-Fans waren nach Spielende restlos begeistert. Zum zweiten Mal in dieser Saison mussten die Pinguine noch einmal aus der Kabine kommen und wurden auf dem Eis von ihrem Anhang gefeiert. Trotz aller Freude über den Sieg ist der Weg bis in die Pre-Play-offs noch sehr weit und steinig. Daher drückte Adrian Grygiel gestern auch auf die Euphoriebremse: "Der Kampf um Platz zehn wird immer enger. Die Konkurrenten punkten ja auch. Keiner hat gestern für uns gespielt. Umso wichtiger sind unsere zwei Punkte gegen die Grizzlys. Wir sind aber weiter voll im Saft." Daher sieht der Kapitän der heutigen Aufgabe beim Tabellenzweiten auch zuversichtlich entgegen: "Wir brauchen uns auch in Nürnberg nicht zu verstecken. Wir müssen aber von Beginn an wach und für 60 Minuten bereit sein."

Seine vier Sturmreihen ändert Adduono nicht. Matt MacKay fuhr mit nach Nürnberg, soll aber nur zum Einsatz kommen, wenn ein Spieler krank wird oder sich heute früh beim Pre-Game-Skating verletzt. In der Abwehr will sich der Coach zunächst mit sechs Verteidigern begnügen. Über Maxi Faber, der in Wolfsburg ab dem zweiten Drittel zusehen musste, will der Trainer aber nicht den Stab brechen: "Er macht ab und zu kleine Fehler. Aber er ist noch jung und hat noch nicht viel Erfahrung. Er arbeitet im Training hart und bietet sich immer wieder an. Joel Keussen ist momentan halt besser drauf."

Obwohl für Adduono aus seinem ersehnten Weihnachtsgeschenk in Form eines neuen Spielers nichts wurde, hofft er, dass vielleicht zum Jahreswechsel sein Wunsch in Erfüllung geht. "Wir prüfen weiter, was derzeit auf dem Markt ist. Der Spieler muss uns auf jeden Fall verstärken. Ob das dann ein rechtsschießender Verteidiger oder ein Mittelstürmer ist, müssen wir sehen", sagte gestern Matthias Roos. Auf die Frage, ob noch bis zum Heimspiel gegen Iserlohn mit einer Verpflichtung zu rechnen ist", antwortete der Sportdirektor: "Stand heute nicht, aber manchmal kann das ja ganz schnell gehen."

Quelle: RP
 
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