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Krefeld Pinguine
Krefeld Pinguine wollen den Dreijahres-Mietvertrag erfüllen

Krefeld. Beim Aufsichtsrat laufen die Vorbereitungen auf die neue Saison auf Hochtouren. Wolfgang Schulz lobt die KEV-Fans Von H.-G. Schoofs

Bei ihrer Saison-Abschiedstournee spiegelte sich die akute Auswärtsschwäche der Pinguine auch am Dienstagabend auf dem Eis in Ingolstadt deutlich wider. Achtmal in Folge sind die Krefelder in der Fremde schon sieglos. Lediglich beim Trainerdebüt von Franz Fritzmeier in Hamburg gab es beim 3:4 nach Penaltyschießen ein winziges Pünktchen. Insgesamt stehen bisher erst drei Auswärtserfolge zu Buche. Danach hatte es bis auf das Gastspiel in Nürnberg nach dem ersten Drittel nie ausgesehen. In Ingolstadt und Iserlohn stand es nach 20 Minuten Unentschieden. In Augsburg und Wolfsburg führten die Pinguine zu diesem Zeitpunkt sogar. In der Regel verschenkten sie im zweiten Drittel die Punkte.

"Wir haben uns nach dem 0:1 aufgebäumt und hatten Chancen zum Ausgleich, die man einfach nutzen muss. Dann kommen fünf Minuten, in denen wir bei Rebounds dumme Tore kassieren. Da haben wir einfach falsch reagiert oder auch Pech gehabt", sagte Fritzmeier. In der zweiten Drittelpause sei er ruhig geblieben: "Ich habe den Spielern gesagt, dass sie sich nicht abschlachten lassen sollen und das letzte Drittel gewinnen müssen. Das haben sie dann auch gemacht. Daher ist es heute auch bei dem freien Tag geblieben. Es bringt nichts, sich mit einem Straftraining selber die Energie zu rauben. Die brauchen wir am Freitag in München", sagte der Coach gestern.

Da in Bayern gestern Feiertag war (Heilige Dreikönige) und in der Stadt nichts los war, nutzte Fritzmeier die freie Zeit im Hotel zu Gesprächen mit einigen Spielern. Dabei ging es auch um die Zukunft. Ins Detail wollte er aber nicht gehen: "Ich kann der Mannschaft insgesamt keinen Vorwurf machen. Die Jungs zerreißen sich, sind ruhig, demütig und nörgeln nicht. Einige fragen sich, ob es für die DEL reicht. Es muss ein Aufbruch her. Jetzt bietet sich die Chance, etwas zu verändern. Es ist hier lange Zeit nicht immer in die richtige Richtung gegangen. Wir brauchen Topspieler. Wir haben zu viele Stürmer für die dritte und vierte Reihe. Es kann nicht sein, dass wir nur von Martin Schymainski und Daniel Pietta abhängig sind. Hinten haben wir zu viele Nummer sechs und sieben Verteidiger."

In den verbleibenden 18 Punktspielen wollen die Pinguine den ganz großen GAU verhindern und wenigstens noch bis zum 6. März die Rote Laterne abgeben. "Dafür wollen und müssen wir das Heimspiel gegen Schwenningen gewinnen", sagt Fritzmeier. So denkt auch Wolfgang Schulz: "Ich war bei den Heimspielen gegen Hamburg und Mannheim nicht im Stadion, habe aber gehört, dass die Fans unsere Mannschaft großartig unterstützt haben. Das ist großartig. Ich hoffe, das ist auch am Sonntag gegen Schwenningen so." Der Aufsichtsratschef betonte gestern noch einmal, dass die Vorbereitungen auf die neue Saison schon lange laufen und ein Lizenzverkauf nicht in Frage komme: "Wir hätten dann bestimmt nicht am 1. Januar einen neuen Geschäftsführer eingestellt. Und wir haben immer betont, dass wir den neuen Mietvertrag, der drei Jahre läuft, erfüllen wollen. Am Saisonende wird abgerechnet. Dann werden wir sehen, wie die Vermarktung läuft und der neue Etat aussehen kann. Wir haben schon im Laufe dieser Saison eine Kapitalerhöhung vorgenommen."

Quelle: RP
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