| 22.18 Uhr

4:0-Sieg gegen Straubing
Pinguine ziehen den Tigers die Krallen

Krefeld Pinguine ziehen den Straubing Tigers die Krallen
Martin Ness dreht nach seinem Treffer zum 3:0 jubelnd ab. Im Hintergrund freut sich Vorbereiter Christoph Gawlik. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die Krefelder gewannen am Sonntagabend im König-Palast das letzte Spiel vor der Deutschland-Cup Pause vor nur 2772 Zuschauern gegen Straubing mit 4:0. Torwart Patrick Klein krönte seine gute Leistung mit einem Shut-Out. Von H.-G. Schoofs

Die Rote Laterne der Deutschen Eishockey-Liga leuchtet St. Martin nicht in der Seidenstadt. Am Sonntagabend gewannen die Pinguine das Kellerduell gegen die Straubing Tigers mit 4:0 und können so mit einem positiven Gefühl in die heute beginnende Deutschland-Cup-Pause gehen. Vor der Saison-Minuskulisse von nur 2772 Zuschauern verließen die Schwarz-Gelben gegen insgesamt zahme Tigers als verdienter Sieger das Eis. Höhepunkt war zweifelsohne der erste Krefelder Shut-Out dieser Spielzeit, mit dem Torwart Patrick Klein den fünften Heimsieg seines Teams krönte. Bis Freitagnachmittag können sich die Spieler bis auf die beiden Nationalspieler Marcel Müller und Daniel Pietta auf die faule Haut legen. Dann beginnt die Vorbereitung auf das schwere Auswärtsspiel am Mittwoch in einer Woche bei den Kölner Haien.

Aus einem überraschenden Comeback von Torwart Andrew Engelage wurde nichts. "Wir schonen ihn vorsichtshalber noch einmal. Ich bin fest davon überzeugt, dass er nach der Pause in Köln dabei sein wird", sagte Matthias Roos vor dem Spiel. In einem Play-off-Spiel wäre der Kanadier aufgelaufen. Bei den Straubingern war Torwart Pätzold zu Hause geblieben. Der soll laut Medienvertretern der Tigers bei den Pinguinen im Gespräch sein. "Pätzold war schon im Januar für uns ein Thema. Aber wir haben bis heute nicht mit ihm oder seinem Berater gesprochen", sagte Roos.

Dass Patrick Klein ein geeigneter Back-Up-Goalie ist, bewies er auch wieder. Im ersten Drittel machte er einige guten Einschussmöglichkeiten der Tigers zunichte. Die Pinguine hatten bis zur Pause aber deutlich mehr vom Spiel und auch mehr Torchancen. Eine davon nutzte Curt Davis, als sein Distanzschuss unhaltbar für Torwart Mac Intyre von dessen Verteidiger Yeo unhaltbar abgefälscht wurde (8.). Zuvor war Kapitän Adrian Grygiel alleine vor dem Straubinger Keeper aufgetaucht, scheiterte aber.

Die ersten fünf Minuten des Mitteldrittels gehörten den Gästen. Doch Torwart Klein ließ nichts anbrennen. Beim ersten sehenswerten Angriff der Pinguine bediente Justin Feser den mitgelaufenen Trettenes mustergültig, so dass der emsige Norweger ohne Mühe auf 2:0 erhöhen konnte. Und acht Minuten später jubelten die KEV-Fans schon wieder, weil Müller das Tor traf. Doch der Torjäger hatte sich zuvor ein Foul geleistet. Bei der Unterzahl verhinderte Klein bei einem Schlagschuss von Williams den Anschlusstreffer (34.). Sekunden vor der zweiten Pause jubelt die KEV-Fans dann zurecht, weil Martin Ness seinen zweiten Saisontreffer erzielte.

Zu Beginn des Mitteldrittels versäumten es die Pinguine bei zwei Überzahlspielen, den Tigers endgültig die Krallen zu ziehen. So bestand für die Gäste immer noch die Chance, ins Spiel zurück zu kommen. Die wollten sie auch nutzen. Klein rettete gegen Torjäger Hedden in höchster Not (48.). Als der Krefelder Torwart in der 52. Minute schon geschlagen war, spitzelte Verteidiger Joel Keussen dem einschussbereiten M. Zalewski den Puck noch vom Schläger. Für den Straubinger Torwart wurde es erst wieder gefährlich, als Müller frei zum Schuss kam, der Puck aber knapp am Pfosten vorbei zischte. Dann kam der Torjäger doch noch zu seinem Treffer, als er vor dem Tor schneller reagierte als zwei Verteidiger der Tigers. "Steht auf für den KEV", schallte es von den dünnbesetzten Rängen.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld Pinguine ziehen den Straubing Tigers die Krallen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.