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Krefeld Pinguine
Pinguine zünden frühe Silvester-Rakete

Krefeld Pinguine zünden frühe Silvester-Rakete
Am Mittwoch in Berlin hatte Mark Mancari (Mitte) noch von der Tribüne aus zusehen müssen. Gestern kehrte der Stürmer in Schwenningen aufs Eis zurück und sorgte nach Vorarbeit von Lukas Koziol (re.) für den Krefelder Führungstreffer. FOTO: Pix-Sportfoto
Ihr letztes Spiel des Jahres gewannen die Krefelder gestern Abend in Schwenningen mit 3:1 und geben damit die Rote Laterne an die Schwarzwälder ab. Im einem typischen Kellerduell waren die Schwarz-Gelben das bessere Team. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns, Schwenningen

Mit einem positiven Gefühl können die Krefeld Pinguine und ihre Fans ins neue Jahr gehen. Die Mannschaft von Trainer Rick Adduono zündete gestern Abend im Auswärtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings eine frühe Silvester-Rakete und entführten mit einem verdienten 3:1-Erfolg drei enorm wichtige Punkte. Sie rückten damit auf Platz 13 vor und können weiter auf einen Platz in den Pre-Play-offs hoffen. Vor 5737 Zuschauern waren die Gäste vom Niederrhein das bessere Team. Nach langen Busfahrten und zwei kampfbetonten Begegnungen in dieser Woche steht jetzt eine verdiente Verschnaufpause an. Denn erst am Sonntag in einer Woche steigt im König-Palast gegen die Straubing Tigers das nächste "Endspiel" um Platz zehn.

Nach gut zehnstündiger Busanreise quer durch die Republik am Donnerstag verzichtete Trainer Rick Adduono auf eine Videokonferenz. Gestern morgen ging es um 10 Uhr für 40 Minuten aufs Eis der Helios Arena. Da war bereits klar, dass Nick St. Pierre wegen seiner Verletzung an der linken Schulter nicht spielen kann. "Ich kann den linken Arm nicht richtig bewegen. Ich hoffe, dass ich nicht so lange pausieren muss", sagte der Verteidiger.

Nach der Mittagsruhe im Hotel machte sich der Teamtross bei fünf Grad minus auf den Weg zum Eisstadion. Wie bereits angekündigt, kam Stürmer Mark Mancari wieder ins Team. Mike Little rückte in die Verteidigung. "Wir brauchen heute eine starke Defensive und dürfen nicht mehr als 25 Schüsse auf unser Tor zulassen. Vorne müssen wir unsere Chancen nutzen. Ich hoffe, dass wir vielleicht mal mehr als drei Tore erzielen. Das wird ein Charakterspiel heute", sagte Adduono vor dem ersten Bully im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit dem geringen Zulassen der Schüsse klappte es zu Beginn des Spiels noch nicht. Wie am Mittwoch in Berlin setzten zunächst die Hausherren die offensiven Akzente. Aber wie vor zwei Tagen nutzten die Pinguine ihre erste gute Torchance zur Führung. Lukas Koziol stand hinter dem Schwenninger Tor und beförderte den Puck in den Slot. Dort fackelte Mark Mancari nicht lange und traf mit einer Direktabnahme unter die Latte (8.). Kurz darauf gerieten die beiden Youngster Maxi Faber und Kai Herpich aneinander und durften lange zuschauen. Der Schwenninger allerdings zwei Minuten länger. Bei ihrer Überzahl blieben die Pinguine harmlos. Dafür zauberte die Paradereihe in der 15. Minute. Dabei erhöhte Marcel Müller mit seinem 12. Saisontreffer auf 2:0. Kurz vor der Pause traf er noch den Pfosten. Bei den Schwenningern stand ab dem zweiten Drittel Strahlmeier für MacDonald mit Tor, der nicht mal mehr auf der Bank saß. Die Wild Wings machten zu Beginn Druck. Als die Pinguine den Puck nach einem Abpraller nicht aus dem Slot bekamen, erzielte Hult den Anschlusstreffer (23.). Der gab den Gastgebern zum Glück keinen Rückenwind.

Es entwickelte sich ein niveauarmes Duell. Die Pinguine hatten erst bei ihrer nächsten Überzahl offensiv was zu bieten. Mike Collins scheiterte an Strahlmeier (36.). Sekunden vor der zweiten Pause verhinderte Galbraith gegen Trivellato den Ausgleich. Mit einer unnötigen Strafe machte Marco Rosa seiner Mannschaft zu Beginn des Schlussdrittels das Leben schwer. Doch bei einem Break konnte Martin Schymainski von Kaijomaa nur per Foul am Torschuss gehindert werden. Den fälligen Penalty verwandelte er sehr souverän. Der Torschütze war dann wenig später Auslöser einer Rauferei, weil der gegen Torwart Strahlmeier nachgestochert hatte. Auf die Strafbank wanderten aber Mancari, der nach einer Attacke gegen seinen Teamkollegen den Polizist spielte, und Schmölz.

Elf Minuten vor dem Ende hatte Müller bei einem Solo die Vorentscheidung auf dem Schläger. Doch Strahlmeier verhinderte das mit einer tollen Abwehr. In den letzten zehn Minuten agierten die Pinguine mit vier Reihen clever und einfach. Erst zwei Minuten vor dem Ende kam Acton mal gefährlich zum Abschluss, aber eine Krefelder Schlägerspitze lenkte die Scheibe am Tor vorbei. Bereits 144 Sekunden vor dem Ende nahm Schwenningens Trainer Cortina seinen Torwart vom Eis. Dabei wäre Galbraith fast ein Empty-Net-Treffer gelungen. Auch Müller scheiterte bei zwei Versuchen. Am Ende jubelten auf den Rängen nur die 60 mitgereisten KEV-Fans, die Torwart Galbraith lautstark feierten.

Quelle: RP
 
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