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Krefeld Pinguine
Mancari ist der Königstransfer

Krefeld Pinguine: Mancari ist der Königstransfer
Am Sonntag musste Krefelds Verteidiger Kyle Sonnenburg (re.) noch darauf achten, dass Torjäger Mark Mancari (li.) für Augsburg nicht ins Schwarze trifft. In der kommenden Saison tragen beiden gebürtigen Kanadier das Trikot der Pinguine. FOTO: samla
Krefeld. Die Krefelder bestätigten gestern die Verpflichtung des kanadischen Top-Torjägers, der bisher für die Augsburger Panther spielte. Collins, Hanusch und Hauner verlängerten wie erwartet ihre Verträge um ein Jahr. Von H.-G. Schoofs

Als sich gestern Abend um 19.30 Uhr in der Deutschen Eishockey-Liga der Vorhang zu den Pre-Play-offs öffnete, standen auch die Spieler der Krefeld Pinguine auf dem Eis. Für sie ging es allerdings nicht um die Teilnahme am Viertelfinale. Sie mischten sich im König-Palast unter Sponsoren, die sich auf Einladung der GmbH zu einem kleinen Turnier trafen. Als Dankeschön für die finanzielle Unterstützung während der Saison gab es hinterher im Businessclub auch noch ein gemütliches Beisammensein.

Trainer Franz Fritzmeier war schon ein paar Stunden zuvor bei der Saisonabschluss-Pressekonferenz der Pinguine im KöPa anzutreffen und präsentierte seinen ersten offiziellen Neuzugang für die kommende Saison: Mark Mancari. Wie unsere Zeitung bereits berichtete, hat der fast 30-jährige Torjäger einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben. Der Italo-Kanadier gilt in Krefeld als Königstransfer und ist für die erste Sturmreihe vorgesehen. Da auch andere DEL-Clubs an ihm interessiert waren, sicherten sich die Pinguine frühzeitig seine Dienste. Aufgrund des Etats ist er für die Schwarz-Gelben eine Topverpflichtung. In seiner bisherigen Karriere absolvierte Mancari unter anderem bereits 42 NHL-Spiele für die Buffalo Sabres und die Vancouver Canucks (3 Tore/10 Assists). In der AHL absolvierte er über 700 Spiele und galt dort als gefürchteter Scorer. Zweimal nahm er am AHL-All-Star-Game teil. In Augsburg kam er in 51 Spielen auf neun Treffer und 25 Assists. Der Familienvater ist 1,91 m groß, wiegt 102 kg und schießt rechts.

"Bisher habe ich nur Gutes über Krefeld und die Pinguine gehört. Die Fans haben mich beim letzten Hauptrundenspiel besonders begeistert und haben mir gezeigt, dass hier ein großer Zusammenhalt besteht und ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Ich freue mich auf meine Zeit bei den Krefeld Pinguinen," sagte Mancari nach seinem Wechsel.

Trainer Franz Fritzmeier freut sich schon auf seinen neuen Stürmer: "Mark bringt körperliche Präsenz und ist vor allem im Powerplay sehr erfahren. Er ist das erste Puzzleteil für den neuen Kader. Er soll einer unserer Anführer werden. Er wird auch in der Kabine sehr präsent sein." Rüdiger Noack ist davon überzeugt, dass Mancari für die Mannschaft ein großer Gewinn sein wird: " Er hat in Augsburg bereits gezeigt, was in ihm steckt. Er bringt die nötige Erfahrung mit, gerade im Hinblick auf unsere jungen Spieler profitieren wir also doppelt."

Bestätigt wurden gestern drei Vertragsverlängerungen. Bei dem kanadischen Stürmer Mike Collins hatten die Pinguine bereits kurz vor Weihnachten ihre Option gezogen. "Mike hat in dieser Saison Höhen und Tiefen erlebt. Bei ihm kann man sehen, wie groß der Sprung von der zweiten zur ersten Liga ist. Im zweiten Jahr wird er deutlich effektiver sein. Aber er muss körperlich noch zulegen", sagte Fritzmeier. Von der deutschen Fraktion bekamen Verteidiger Steve Hanusch und Stürmer Norman Hauner einen neuen Vertrag. "Ihre Zeit als Talent ist jetzt vorbei. Beide müssen einen Sprung nach vorne machen", sagte Fritzmeier. Rüdiger Noack ist froh, dass er diese Spieler halten konnte: "Deutsche sind sehr begehrt. Beide gehören zu dem Bereich, den wir noch stemmen können."

Weitere Personalentscheidungen wollen die Pinguine im Laufe der langen eishockeylosen Zeit bekannt geben. Zum Beispiel die Vertragsverlängerung mit Nick St. Pierre, der ja schon Sonntag den Fans signalisierte, dass er wiederkommen werde. Bei den Neuverpflichtungen haben der Center für die zweite Sturmreihe und die Nummer 1 im Tor Priorität. "Derzeit sind die Preise noch sehr hoch, weil viele Mannschaften noch spielen. Wir brauchen Geduld und müssen zum richtigen Zeitpunkt entscheiden", sagte Fritzmeier.

Die Entscheidungen, wer vom aktuellen Kader Krefeld verlassen wird, soll laut Noack innerhalb der nächsten zwei Wochen fallen: "Wir werden uns am 18. März mit dem Aufsichtsrat zusammensetzen." Bis dahin soll ebenfalls geklärt sein, ob Andi Driendl aus familiären Gründen seinen Vertrag auflösen kann. Er liebäugelt mit einem Wechsel nach Ingolstadt, um bei seiner Familie sein zu können.

Quelle: RP
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