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Pinguine: Auf und Abstieg nicht sicher

Lokalsport: Pinguine: Auf und Abstieg nicht sicher
Oberbürgermeister Frank Meyer (Mitte) sprach beim Sponsorentalk davon, dass es in Krefeld mittlerweile wieder mehr mit- als gegeneinander geht. Falls das mal nicht mehr der Fall sein sollte, ist er jetzt gut gerüstet. Von Franz Fritzmeier (li.) und Karsten Krippner erhielt er Originalhandschuhe von Daniel Pietta sowie Schläger und Puck aus dem Fanshop. FOTO: samla
Del. Eishockey: Beim Sponsorentalk der Krefelder deutete DEL-Chef Gernot Tripcke an, dass sich die für die Saison 2017/18 geplante Regelung zwischen DEL und DEL 2 noch nach hinten verschieben könnte. Es gibt einen Dreijahresplan. Von H.-G. Schoofs

Auch wenn die beiden Play-off-Finalisten München und Wolfsburg nicht gerade in den größten DEL-Arenen spielen, wird die Liga auch am Ende dieser Eiszeit wieder einen neuen Zuschauerrekord vermelden. Das erklärte Gernot Tripcke am Mittwochabend beim Sponsorentalk der Krefeld Pinguine. Der DEL-Chef sieht der Zukunft der höchsten deutschen Eishockeyliga sehr optimistisch entgegen. Auch wenn es ein Etat-Gefälle in der DEL gäbe, sei das lange nicht so groß wie in Topligen anderer Sportarten: "Wenn ich zum Beispiel die spanische Fußball-Liga sehe, ist das Verhältnis 50:1, in der DEL ungefähr nur bei 2:1. Da kann man mit guter Arbeit, ein wenig Glück und Verletzungsfreiheit viel kompensieren. Klar ist zum Beispiel München vom Etat her schon lange vorne, aber es reichte bis jetzt nie aus, das aufs Eis zu bringen." Für die Ausgeglichenheit sind für Tripcke auch die Pinguine ein Beispiel: "Was die Mannschaft gegen Ende der Hauptrunde geleistet und wie sie gegen den letzten Platz gekämpft hat, zeigt, dass man auch 52 Spiele für die Fans zelebrieren kann, wenn die Play-offs nicht mehr zu erreichen sind."

Sehr skeptisch gab sich Tripcke in Sachen Auf und Abstieg, der am Ende der Saison 2017/18 erstmals in Kraft treten soll: "Wir sind auf einem guten, aber weiten Weg. Es besteht ein Dreijahresplan. Wir prüfen derzeit, wie man diese Regel am sinnvollsten umsetzen kann und die dann auch funktioniert." Die Fans der Pinguine können nach dieser Saison sicher gut damit leben, dass der Fahrstuhl in der übernächsten Spielzeit vielleicht noch nicht eine Etage tiefer Halt machen könnte. An den wirtschaftlichen Bedingungen soll es jedenfalls nicht liegen. "Ich bin mir sicher, dass wir die Lizenz für die neue Eiszeit erhalten werden", sagte Karsten Krippner mit einem klaren Blick Richtung Tripcke. Der Geschäftsführer zeigte sich mit dem ersten Sponsorentalk unter seiner Regie zufrieden: "Ich hätte mir noch einige Gäste mehr gewünscht. Wichtig war, dass unser Oberbürgermeister gekommen ist und seine Sympathie für das Eishockey und die Pinguine bekundet hat." Auch potenzielle Neusponsoren waren eingeladen. Zwei meldeten sich bereits gestern per Mail bei Krippner: "Sie haben sich bedankt und Gesprächsbereitschaft signalisiert. Wenn einer davon mit ins Boot steigt, hat sich der Abend schon gelohnt." Franz Fritzmeier war nach dem offiziellen Teil noch ein gefragter Mann. Schließlich wollen die Sponsoren wissen, wohin die Reise in der neuen Eiszeit sportlich gehen kann. Am kommenden Dienstag sollen weitere Weichen gestellt werden, wenn sich die sportliche Leitung mit dem Aufsichtsrat treffen wird. "Dabei geht es hauptsächlich um die strategische Ausrichtung für die kommenden Wochen", sagte Krippner. Zu möglichen Personalentscheidungen sagte der Trainer: "Wir werden nicht in Panik verfallen, sondern warten, bis die Preise fallen." Ob das auch für die mögliche Verpflichtung von Mike Little von den Kassel Huskies gilt? Der Amerikaner steht mit seinem Team in der DEL 2 vor dem Titelgewinn. Fritzmeier war Dienstag beim dritten Play-off-Finalspiel in Bietigheim und zeigte sich am Donnerstag angetan von der Leistung des kleinen und bissigen Abwehrcracks. Aber vielleicht ist der Vertrag ja schon unterschrieben und damit eine Preiserhöhung ausgeschlossen. Preiswerter wird er sicher nicht.

Quelle: RP
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