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Krefeld Pinguine
Pinguine basteln weiter am neuen Kader

Krefeld Pinguine: Pinguine basteln weiter am neuen Kader
FOTO: Fishing4
Krefeld. Der Sportliche Berater Rüdiger Noack will in der kommenden Woche mit Herberts Vasiljevs über dessen Zukunft sprechen, Trainer Franz Fritzmeier scoutet in den USA und Kanada. Dominik Meisinger wechselt in die DEL 2. Von Josef Hermanns und Oliver Schaulandt

Mit Angreifer Dominik Meisinger haben die Krefeld Pinguine gestern die nächste Änderung in ihrem Kader vorgenommen: Der 23 Jahre alte talentierte Stürmer, der in der Saison 2014/15 zu den Schwarz-Gelben gekommen war, wird seinen Vertrag nicht verlängern. Stattdessen zieht es ihn, so teilten es die Pinguine gestern mit, zu einem nicht näher benannten Verein in der DEL 2. Damit ist Meisinger der achte Abgang der Krefelder nach der enttäuschenden Spielzeit 2015/16, die Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Schulz eh als "Übergangssaison" bezeichnet hatte.

Ob es zu weiteren Abgängen kommen wird, soll sich ab der kommenden Woche entscheiden. Für dann sind weitere Gespräche mit verschiedenen Spielern vereinbart. Allen voran geht es dabei um Kapitän Herberts Vasiljevs, dessen Arbeitspapier noch nicht verlängert wurde. Der 39 Jahre alte Stürmer kehrt an diesem Wochenende von einem Besuch in Florida zurück. "Wir setzen uns in der nächsten Woche mit Herberts zusammen", sagte der sportliche Berater der Pinguine, Rüdiger Noack. Vasiljevs selbst schwebt dabei ein leistungsgerechter neuer Vertrag vor.

Offen ist zudem weiterhin die Zukunft von Andreas Driendl. Der Center besitzt zwar noch einen gültigen Kontrakt, doch hatte er wohl damit geliebäugelt, diesen vorzeitig aufzulösen, um aus familiären Gründen zu einem DEL-Club in der Nähe seiner bayerischen Heimat zu wechseln - Ingolstadt soll da ein Kandidat sein. "Es ist aber noch nichts entschieden", sagte Noack gestern auf Anfrage.

Auch in Sachen Neuzugänge arbeiten die Verantwortlichen auf vollen Touren. Chefcoach Franz Fritzmeier ist vorgestern in die Staaten geflogen und sieht sich dort zusammen mit Ex-Coach Rick Adduono acht Spiele an, um einige Kandidaten persönlich in Augenschein zu nehmen. Zunächst ist er in Portland, dann geht es weiter nach Providence in der Nähe von Boston und zum Abschluss noch ins kanadische Winnipeg. "Ich schaue mir Spieler aus der AHL an, Spieler aus der NHL können wir eh nicht bezahlen", sagte Fritzmeier, der über die Ostertage auch in der Schweiz auf Scoutingtour war. "Wir müssen schauen dass wir das Beste für einen bezahlbaren Preis bekommen."

Auf ähnliche Ausflüge geht auch Rüdiger Noack, der eventuell am Donnerstag nach Finnland fliegen wird. Zunächst aber schaut er noch auf die Play-offs in der DEL 2. Aus dieser Liga war Kris Sparre von den Frankfurt Lions kurzzeitig im Gespräch als Zugang, doch diese Personalie ist wohl kein Thema mehr. Der amerikanische Verteidiger Mike Little von den Kassel Huskies wird hingegen weiterhin beobachtet.

Noch etwas Zeit lassen wollen sich die Pinguine noch bei der Suche nach einem neuen Co-Trainer, der die Nachfolge von Reemt Pyka antreten wird. Der Vertrag von Pyka, dem laut eigener Aussage einige lose Anfragen vorliegen, war nach zehn Jahren nicht mehr verlängert worden. "Der neue Co-Trainer muss einer sein, der junge Spieler vor allem auf dem Eis weiter entwickelt und nach vorne bringt", sagt Noack zu den Anforderungsprofilen an den neuen Mann. Es kann sogar sein, dass die Entscheidung über die Nachfolge sich noch solange hinzieht, dass das Sommertraining dann schon wieder läuft. Am 19. April soll der Startschuss dazu erfolgen. Die Trainingspläne für die Sommerzeit sind bereits mit den Fitnesscoaches abgestimmt.

Quelle: RP
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