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Krefeld Pinguine
Pinguine bauen auf die Hilfe ihrer Fans

Krefeld Pinguine: Pinguine bauen auf die Hilfe ihrer Fans
Tomas Duba kann heute zum ersten Mal in dieser Saison beweisen, dass er wie sein Kölner Kollege Gustaf Wesslau zu den besten Torhütern der Liga zählt. FOTO: KN
Del. Eishockey: Am Sonntag beim Heimspiel gegen den Deutschen Meister Adler Mannheim hoffen die Verantwortlichen auf tatkräftige Unterstützung von den Rängen. Zunächst steht heute das schwere Auswärtsspiel in Köln auf dem Programm. Von H.-G. Schoofs

Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Das klingt abgedroschen, passt jedoch zur aktuellen Lage der Krefeld Pinguine. Ernst, weil bei weiteren Niederlagen der Abstand zu den Play-off-Plätzen gefährlich groß werden könnte. Nicht hoffnungslos, weil die Mannschaft in den bisherigen Punktspielen trotz des Verletzungspechs häufiger hätte gewinnen können oder gar müssen. Entsprechend ist bei den Verantwortlichen der KEV Pinguine Eishockey GmbH von Panik nichts zu spüren, im Gegenteil.

"Natürlich fehlen uns Punkte, doch mit den Leistungen sind wir zufrieden. Mannheim, das einen dreimal so großen Etat hat wie wir, hat nur zwei Punkte mehr. Wir haben eine junge Mannschaft, der wir vertrauen und die das Potenzial besitzt, die Play-offs zu erreichen", sagte gestern Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz im Gespräch mit unserer Zeitung. Er sorgt sich vielmehr um den Zuschauerzuspruch.

"Gerade jetzt müssen die Fans unser Team unterstützen." Das gilt in erster Linie für das Heimspiel am Sonntag um 16.30 Uhr gegen den Deutschen Meister Adler Manheim. Beim Starensemble aus der Kurpfalz läuft es unter der Regie des neuen Trainers alles andere als rund. Da ist im König-Palast die "schwarz-gelbe Hölle" auf der Nordtribüne gefordert. Der Funke muss diesmal von den Rängen aufs Eis überspringen. Die Mannschaft muss spüren, dass sie von ihren Fans nicht in Stich gelassen wird. Auch nicht, wenn sie heute Abend in Köln eine Niederlage kassieren sollte, was alleine vom Papier her möglich ist.

Die Pinguine wollen den Haien einen Kampf auf Biegen und Brechen liefern. Das war gestern in den Katakomben des KöPa deutlich zu spüren. Rick Adduono ist davon überzeugt, dass seine Mannschaft das in die Tat umsetzen wird: "Die Spieler glauben an sich." Der Trainer war mit der Defensivleistung gegen München zufrieden. "Wir haben nur 20 Schüsse zugelassen, das ist ein guter Wert." Dass sein Team selber 44 Schüsse auf das Tor der Gäste brachte, aber die Ausbeute mangelhaft war, begründet der Kanadier so: "Das hat entweder mit Pech oder fehlendem Talent zu tun." Letzteres trifft für Adduono auf den aussortierten Hunter Bishop zu: "Er konnte in den Vorbereitungsspielen nicht beweisen, dass er uns helfen kann. Danach war er leider verletzt. Er wird schon bald einen neuen Verein finden, wir helfen ihm dabei." Der Coach wünscht sich als neuen Stürmer einen richtigen Knipser: "Der ist sicher zu finden. Aber wir wissen nicht, ob wir überhaupt die finanziellen Möglichkeiten bekommen." Momentan sicher nicht. Sollte der Zuschauerschnitt im Vergleich zur Vorsaison weiter sinken, dürfte sich das vom Aufsichtsrat im Sommer gestopfte Loch in der Kasse schnell wieder öffnen.

Ein Sieg heute in Köln wäre natürlich die beste Werbung für das Duell gegen den Meister. Die Haie sind abgesehen von ihren beiden Heimniederlagen gegen Straubing und Augsburg gut aus den Startlöchern gekommen. Die personellen Veränderungen scheinen sich auszuzahlen, besonders im Tor. Der Schwede Gustaf Wesslau führt die DEL-Torhüterwertung mit 1,82 Gegentoren pro Spiel an. Die jetzt sechsköpfige "Tre-Kronen-Gang" der Haie wurde zudem mit Eriksson, Aslund, Salmonsson und Umicevic verstärkt. Adduono will nichts mehr davon wissen, dass sein Team in der Vorbereitung gegen Köln gewann: "Das zählt nicht mehr. Die Haie machen Tempo und bevorzugen ein aggressives Forechecking. In Unterzahl sind sie sehr stark." Um das Tempo mitgehen zu können, standen gestern im Training schnelle Wechsel der vier Sturmreihen auf dem Programm.

Angetan ist der Coach von seinem neuen Verteidiger Scott Valentine: "Er arbeitet mit dem Schläger sehr gut. Die Gegenspieler haben kaum Zeit zu passen. Sein Auftreten in der Kabine ist sehr professionell und verantwortungsbewusst. "Der erste Trainingstag war sehr hart. Jetzt fühle ich mich sehr gut und freue mich auf mein erstes Spiel für Krefeld", sagt Valentine.

Quelle: RP
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