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Pinguine gehen heute auf Haie-Jagd

Lokalsport: Pinguine gehen heute auf Haie-Jagd
Die Angreifer der Pinguine um den bislang zweifachen Torschützen und ehemaligen Haie-Stürmer Marcel Müller (rechts) treffen heute Abend auf die bislang beste Abwehr der Liga. FOTO: xxx
Del. Eishockey: Um 19.30 Uhr spielen die Krefelder heute in Köln. Stürmer Marco Rosa ist wieder fit und drängt ins Team. Von Josef Hermanns und Oliver Schaulandt

Heute Abend um 19.30 Uhr kommt es auf dem Eis der Köln-Arena zum ersten rheinischen Derby in dieser Spielzeit zwischen den Kölner Haien und den Krefeld Pinguinen. Beide Teams blicken auf ein erfolgreiches Auftaktwochenende in der höchsten Eishockeyspielklasse zurück, und deshalb können sich die Fans auf ein interessantes Derby freuen. Die Arena dürfte auf Grund der sportlichen Erfolge und des Derbyfiebers sehr gut gefüllt sein. Bis gestern waren für die Partie bereits reichlich Karten im Vorverkauf abgesetzt, wie es aus Köln hieß, gut 1000 Fans wollen sich aus Krefeld mit auf den Weg machen.

Diese Unterstützung kann die Auswahl von Trainer Franz Fritzmeier auch gut gebrauchen. Denn mit den Haien, die derzeit Platz zwei in der Tabelle belegen, treffen die Schwarzgelben auf einen der drei Meisterschaftsfavoriten der Liga. Die Mannschaft aus der Domstadt wies am Wochenende mit München und Mannheim die anderen beiden Topfavoriten der Liga in die Schranken. Der Meister aus München wurde mit 3:1 besiegt, aus Mannheim kehrten die Haie mit einem 2:0-Erfolg zurück. "Die Haie haben für mich die beste Mannschaft seit zehn Jahren", sagt Pinguine-Cheftrainer Franz Fritzmeier.

Die Abwehr um den schwedischen Torhüter Gustaf Wesslau ist das Prunkstück der Mannschaft von Trainer Cory Clousten. Mit nur einem Gegentor in zwei Spielen ist Wesslau derzeit der Toptorhüter der Liga. Aber die Pinguine haben mit Lukas Koziol, Marcel Müller und Daniel Pietta Stürmer in ihren Reihen, die am vergangenen Wochenende jeweils zwei Treffer erzielten - Pietta ist mit zwei Toren und vier Vorlagen sogar Top-Scorer der Liga. Hinzu kommt, dass die Pinguine nach einigen Jahren endlich mal ein erfolgreiches Überzahlspiel aufziehen können. Mit einer Effizienz von 50 Prozent sind sie diesbezüglich Spitzenreiter der Liga. Allerdings treffen sie in Köln auf einen Gegner, der mit einem Mann weniger auf dem Eis noch keinen Gegentreffer hinnehmen musste - in Unterzahl sind die Haie wiederum DEL-Spitzenreiter.

Personell dürften die Pinguine heute Abend aus dem Vollen schöpfen können. Stürmer Marco Rosa, der am Auftaktwochenende wegen einer Leistenblessur zuschauen musste, hat in dieser Woche das komplette Trainingsprogramm absolviert und könnte am Abend auflaufen. "Ich setze nur Spieler ein, die ihre Verletzung zu einhundert Prozent ausgeheilt haben", sagte Franz Fritzmeier und kündigte an, das heutige Abschlusstraining am Vormittag noch abwarten zu wollen. Wenn's heute noch nicht klappen sollte mit einem Einsatz, könnte es dann am Sonntag um 14 Uhr daheim gegen Nürnberg soweit sein.

Im Tor wird der Däne Patrick Galbraith stehen. Somit kommt es auf dieser Position zu einem skandinavischen Duell mit seinem Gegenüber aus Schweden. In der Abwehr ließ Fritzmeier noch offen, ob er wieder mit sieben Verteidigern im Rotationsprinzip spielen wird oder nur auf ein halbes Dutzend Defensivkräfte setzen wird. Sollte Rosa einsatzfähig sein, plant Fritzmeier, mit vier Sturmreihen anzutreten. Ohne Rosa könnte es sein, dass sich der Trainer wie schon zuletzt in Augsburg mit drei Sturmreihen begnügt.

Neben Franz Fritzmeier, der bis zum 1. November 2015 als Co-Trainer hinter der Kölner Bande stand, hat Dragan Umicevic eine noch sehr "frische" Kölner Vergangenheit. Der 31 Jahre alte Außenstürmer stand bis zum Ende der vergangenen Spielzeit bei den Domstädtern unter Vertrag, erhielt dann aber von den Verantwortlichen kein neues Vertragsangebot - er dürfte besonders motiviert heute aufs Eis gehen.

Quelle: RP
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