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Krefeld Pinguine
Pinguine gehen neue Wege im Training

Krefeld Pinguine: Pinguine gehen neue Wege im Training
Sommertraining einmal anders: Mike Mieszkowski wirbelt mit dicken Tauen umher - gut für Kraft und Koordination. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Der neue Co-Trainer Marian Bazany leitet in enger Absprache mit Chefcoach Rick Adduono die Sommereinheiten in Krefeld. Am 27. Juli soll sich der neue Kader zum ersten Mal in der Kabine des Königpalastes treffen. Von Josef Hermanns und Oliver Schaulandt

Gestern in exakt drei Monate starten die runderneuerten Krefeld Pinguine in die kommende Eiszeit. So neu, wie das Team dann sein wird, sind auch die Trainingseinheiten, die die in Krefeld ansässigen Spieler momentan absolvieren. Gestern schlugen sie ganz neue Wege ein: Mike Mieszkowski & Co. stemmten nicht nur Eisengewichte, sondern mächtige Traktorenreifen, wirbelten mit dicken Seilen umher oder sprangen auf hölzerne Pyramiden. Klingt nach Spiel ohne Grenzen, ist aber Teil des Sommerprogramms, zu dem der neue Co-Trainer Marian Bazany schon seit dem 2. Mai bittet.

Für den neuen Mann an der Seite von Chefcoach Rick Adduono, der von der Spree an den Rhein gewechselt war, ist es die erste Vorbereitung in Krefeld. Im vergangenen Jahr hatte der damalige Cheftrainer Franz Fritzmeier noch selbst die Einheiten in der Vorbereitung geleitet. Sein Vorgänger und Nachfolger weilt derzeit noch in seiner kanadischen Heimat, ist aber dennoch Teil des Geschehens: "Wir telefonieren täglich miteinander", erzählt Bazany.

Das gesamte Sommerprogramm ist in drei Phasen á vier Wochen aufgeteilt. In der (bereits abgeschlossenen) Phase eins ging es um Grundlagen und Ausdauer. "Momentan geht es um Kraft, im dritten Block wird es um Explosivität und Schnelligkeit gehen", sagt Bazany. Dazu absolvieren die Pinguine täglich wechselnde Einheiten an wechselnden Stationen. "Die Kabine sehen die Spieler neun Monate im Jahr. Es ist aber auch wichtig, dass sie auch mal andere Räumlichkeiten sehen", sagt Bazany.

Mike Mieszkowski wuchtet einen gut 200 Kilo schweren Traktorreifen nach oben. FOTO: Lammertz Thomas

Zweimal pro Woche geht es deshalb zum SC Bayer Uerdingen an den Löschenhofweg, hinzukommen Einheiten in Fitnessstudios wie gestern im iFunc in Krefeld (den Kontakt hatte Martin Schymainski vermittelt) oder auch an der berühmten Himmelstreppe in Neukirchen-Vluyn, an der die Pinguine gestern Nachmittag trainierten. Die Regeneration erfolgt im Bockumer Badezentrum in Form von Aquajogging. Heimlicher Höhepunkt ist allerdings der Dienstag, denn dann geht es tatsächlich auch bei 30 Grad aufs Eis: in der Eissporthalle in Wesel. Das erste offizielle Eistraining in Krefeld ist für die ersten Tage im August geplant, der gesamte Kader soll sich zum ersten Mal am 27. Juli in der Kabine zum Kennenlernen treffen. "Die Vorbereitung unter Marian Bazany hat uns gut getan", hatte Nationalspieler Frank Hördler von den Eisbären Berlin noch zum Saisonende bekundet. "Wir haben in den Play-offs deshalb fast jede Verlängerung erfolgreich beendet." Auch die Kontingentspieler und Nicht-Ansässigen sind bereits in der Vorbereitung. Dragan Umicvic absolviert nach seiner Leisten-Operation noch spezielle Reha-Maßnahmen. Marcel Müller und Martin Ness bereiten sich mit Personaltrainern individuell in Berlin und in der Schweiz vor. Alle anderen Auswärtigen haben eigens entworfene Trainingspläne als Hausaufgabe in die Heimat mit bekommen. Und auch ein "alter Neuer" ist im Sommertraining in Krefeld: Lois Spitzner, der in der Vorsaison für den damaligen Kooperationspartner Füchse Duisburg auflief, erhielt eine Förderlizenz für Herne und gehört damit weiterhin zum Kader der Krefeld Pinguine.

Quelle: RP
 
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